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BmU sieht im
arbeitsfreien Sonntag eine Grundlage einer familienfreundlichen Politik
Die BmU hat sich
schon in der Vergangenheit gegen die Freigabe von so genannten
verkaufsoffenen Sonntagen in Erkrath ausgesprochen.
Besonders fragwürdig erscheint, wenn 2009 der 4. Adventssonntag für das
EKZ Unterfeldhaus freigegeben wird, in der stressigen Vorweihnachtszeit
sollten wenigstens die Sonntage besinnlich bleiben.
Der Sonntag als soziale Errungenschaft sollte nicht Stück für Stück
aufgegeben und für wirtschaftliche Interessen werden. Nicht mehr
Menschen als für die Grundversorgung (Verkehrsbetriebe, Polizei,
Feuerwehr, Krankenhäuser u.a.) unbedingt notwendig sollten gezwungen
sein, den gemeinsamen Ruhetag immer häufiger aufzugeben. Erholung,
Nachdenken und eine Atempause vom Schaffen- und Konsumieren-müssen
benötigt jeder.
Das stressige Familien-Shopping am Sonntag ist kein Ersatz für ein
tiefes Familienleben und darf nicht auf Kosten derer gehen, deren
Sonntag ruiniert wird. Eine familienfreundliche Politik muss den
gemeinsamen Tag für (möglichst) alle (!) bewahren, denn trotz sinkender
Arbeitszeit nimmt die gemeinsam verbrachte Zeit in der Familie immer
weiter ab, das sollte nicht gefördert werden. Eine menschenwürdige
Gesellschaft muss im Menschen mehr als nur die Arbeitskraft oder den
Konsumenten sehen. Diese grundlegende christliche und soziale Ethik
haben CDU und SPD offensichtlich immer mehr aus dem Blick verloren.
Nicht alles, was möglich ist, ist auch gut. Selbst wenn „alle anderen“
es machen. Folgt man solchen Argumenten, gibt es bald keinen Sonntag
mehr und man landet in einer „Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft.
Es mutet schon erstaunlich an, wenn z.B. der CDU-Fraktionsvorsitzende
Jöbges im Rat am 21.01.09 meint, dass es schon ausreiche, wenn man nicht
mit der Hauptgottesdienstzeit kollidiere, und dass doch auch die Kirchen
mittlerweile offener für den verkaufsoffenen Sonntag wären. Eine
Behauptung, welche sich keineswegs mit den Erklärungen der evangelischen
und katholischen Kirche in Erkrath bzw. Hochdahl aus vergangenen Jahren
zur Deckung bringen lässt, die katholische Gemeinde in Hochdahl z.B.
nimmt bewusst nicht an Veranstaltungen des Hochdahler Marktes teil, wenn
damit der verkaufsoffenen Sonntag verbunden ist. Wie Jöbges zu seinen
Ausführungen kommt, bleibt somit fraglich, man könnte auch sagen: eine
Jöbges-Luftnummer – ohne Hand und Fuß. (Leider wie so oft.)
In einem Antrag in
der Ratssitzung am 21.1.09 forderte die BmU, dass Politik und Verwaltung
nicht nur mit den Geschäftsleuten sprechen, sondern (wenigstens auch)
das Gespräch mit Gewerkschaften und Kirchen suchen.
CDU und FDP
lehnten dies ab!
CDU Erkrath:
Nichts sehen, nicht zuhören, nichts begründen ...
Oder was meinen
Sie?
Christian Ritt
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