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Erkrathparteien: Finanzpolitik, als gäbe es kein Morgen
Als einzige Fraktion hat die BmU den Vorschlag der Stadtverwaltung
unterstützt, die Gebühren für die Benutzung von Stadthalle und Bürgerhaus
anzuheben.
Die bisher erhobenen Gebühren von z.B. 265,00 ¬ für das Bürgerhaus decken kaum
mehr als die Hälfte der Kosten der Stadt an einem Veranstaltungsabend für
Personal, Reinigung und Haustechnik (ca. 500 €) CDU, SPD, Grüne und FDP finden
das richtig.
Immer, wenn jemand das Bürgerhaus oder die Stadthalle also nicht mietet, macht
die Stadt ein geringeres Defizit. Mietet jemand aber privat die Halle z.B. für
eine Hochzeit, legen alle Erkratherinnen und Erkrather ein Geschenk oben drauf:
ihr Steuergeld.
Obwohl ein Gewerbesteuerausfall von ca. 7-8 Mio. € gemeldet ist und die
zusätzlichen Folgen der Finanzkrise noch gar nicht absehbar sind, ist der Rat im
Großen (Hochdahler Markt) wie im Kleinen (Bürgerhausmiete) nicht bereit, solide
Finanzpolitik für morgen zu machen.
Nebenbei wurden auch die Zuschussgrenzen für Vereine, die im Zusammenhang mit
dem letzten Haushaltssicherungskonzept begrenzt wurden, wieder gelockert.
Was lernen wir daraus?
Wahlkampf und Populismus ist den Parteien wichtiger als eine Linie in die
Finanzpolitik der Stadt zu bekommen.
Bernhard Osterwind Matthias Wille
18.12.08
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