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Leider ist es Mode geworden, dass die Opposition (CDU) öffentlich jede
Preissteigerung der Stadtwerke der Kooperation aus SPD, BmU und Grünen
anlastet.
Die
Leistungen der Stadtwerke sind eigentlich als Kommunalbesitz eine
Leistung für und von den Bürgern und sollte möglichst aus der
Parteipolitik des Rathauses herausgehalten werden. Mit Populismus kann
man ein Unternehmen nicht gesund erhalten. Die Stadtwerke leisten viel
für die Stadt Erkrath. Und das ist in erster Linie ein Verdienst der
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und nicht der Aufsichtsratsmitglieder.
Das
gilt auch für diese Meldung der Stadtwerke:
„Stadtwerke senken gegen den Trend den Gaspreis um ca. 12 %
Wie
angekündigt, senken die Stadtwerke Erkrath den Erdgaspreis zum 1.
September und stehen damit gegen den allgemeinen Trend. Der Aufsichtsrat
beschloss in dieser Woche eine Preisreduzierung für die Kilowattstunde
Gas um 0,6 Cent netto; das sind rund 12 Prozent, je nach Tarif. Für
einen durchschnittlichen privaten Erdgaskunden mit einem Jahresverbrauch
von 20.000 kWh wird damit eine Ersparnis von140 € jährlich möglich.
Stadtwerkegeschäftsführer Gregor Jeken. „Wir konnten sehr gut einkaufen
und geben nun die Preissenkung an die Kunden weiter.“
Bereits vor wenigen Wochen hatte Jeken die Preissenkung angekündigt;
„Jetzt lösen wir unser Versprechen ein.“ Die Kunden müssen nicht von
sich aus aktiv werden; die Preissenkung tritt für alle Verträge
automatisch in Kraft. Für die nächsten Monate kündigen die Stadtwerke
Erkrath noch einen Biogastarif sowie einen Sondertarif für private
Endkunden an. „Wir rechnen hier noch die Modelle durch, gehen aber davon
aus, dass wir präzise Fakten nach den Sommerferien nennen können“, so
Jeken. Die Strompreise der Stadtwerke Erkrath bleiben nach seinen
Angaben bis mindestens Jahresende stabil.
Unterdessen sind in den ersten Monaten 2010 deutschlandweit die
Energiepreise stark gestiegen. Die gemeinnützige co2online GmbH, Berlin,
hat gemeinsam mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) eine entsprechende
Studie vorgelegt. Gegenüber dem Vorjahr seien die Ölpreise im ersten
Quartal 2010 stark gestiegen, im Januar um 7%, im Februar um 13,8% und
im März um 32,1%. Es sei nur eine Frage der Zeit, bis die Gasversorger
nachzögen. Die Stadtwerke Erkrath bilden hier eine absolute Ausnahme vom
Trend.
Im Abrechnungsjahr 2009 sanken die Heizkosten in Deutschland um 14%,
jeder Haushalt musste im Schnitt 718 Euro fürs Heizen ausgeben, so der
bundesweite "Heizspiegel 2010", den co2online GmbH, Berlin, gemeinsam
mit dem Deutschen Mieterbund (DMB) veröffentlichte. Der Heizspiegel und
ein Gutschein für ein kostenloses Heizgutachten sind auf
www.heizspiegel.de und auf
www.mieterbund.de verfügbar.
Durchschnittlich 620 Euro kostete 2009 das Heizen einer 70 m2 großen
Wohnung mit Heizöl, 260 Euro bzw. 29,5% weniger als 2008. Mieter mit
Erdgasheizungen zahlten mit 785 Euro rund 15 Euro oder 1,9% weniger als
2008. Der Heizenergieverbrauch sank im Vergleich zum Vorjahr um knapp
2%.
Über
die Stadtwerke Erkrath:
Die Stadtwerke Erkrath GmbH befindet sich zu 100 % in Kommunalbesitz.
Als kommunales Unternehmen fühlt sie sich dem Bürger verpflichtet und
orientiert sich am Allgemeinwohl. So sehen es die Stadtwerke Erkrath
nicht als ihr oberstes Ziel an, möglichst hohe Profite zu
erwirtschaften. Vielmehr wollen die Stadtwerke ein
Preis-Leistungsverhältnis anbieten, das sowohl den Bürgern als auch der
Stadt Rechnung trägt.
Das Unternehmen versorgt heute 26 000 Haushalte sowie Gewerbe,
Landwirtschaft und Dienstleister im Raum Erkrath mit Strom, Gas und
Trinkwasser und betreibt eine Erdgastankstelle an der Max-Planck-Straße
81 in Erkrath. Außerdem sind die Stadtwerke Eigentümer und Betreiber
der Straßenbeleuchtung in Erkrath sowie des attraktiven
Neanderbades, das im Jahr 2006 eröffnet wurde.
Der
Jahresumsatz 2008 lag bei 43 Mio. €, der Jahresüberschuss bei 2,4
Millionen €. Der Betrieb hat 72 Mitarbeiter und wird seit Juli 2009 von
Geschäftsführer Gregor Jeken geleitet. Die Stadtwerke verfügen über ein
eigenes Blockheizkraftwerk, das bis zu 72 Mio. kWh Strom und 78 Mio. kWh
Wärme im Jahr erzeugt.“
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