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(Stand Dezember 2008)
Die Unabhängige Wählergemeinschaft und Ratsfraktion BmU kämpft
mit der Bevölkerung Erkraths gegen den Bau und den Betrieb der
CO-Leitung durch Erkrath.
Schon in der ersten Planungsphase der CO-Pipeline, die hoch giftiges,
geruch- und farbloses Gas mitten durch Erkrather Stadtgebiet leitet,
haben sich der gesamte Stadtrat und die Stadtverwaltung gegen dieses
Projekt gewandt.
Die gesetzliche Grundlage für die Errichtung der Pipeline wurde von den
Parteien SPD, Bündnis90/Die Grünen, CDU und FDP im Landtag geschaffen.
Die Grünen haben bisher als einzige Landtagsfraktion versucht, diesen
Fehler zu korrigieren. SPD und CDU vor Ort gelingt es bisher nicht, dem
Bürgerwillen zum Durchbruch zu verhelfen. Dies haben die Bürger in
Erkrath und anderen Städten selbst in die Hand genommen.
Besonders herausragend war und ist der Widerstand der Bevölkerung,
angeführt durch die IG Erkrath unter Vorsitz von Wolfgang Cüppers.
Der Vorsitzende der BmU, Bernhard Osterwind, verurteilt
besonders zwei Dinge:
1. die Morddrohung, die ein führender Mitarbeiter am Bau der Pipeline
gegen Wolfgang Cüppers ausgesprochen hat.
2. den Bau der Pipeline ohne Einhaltung des zu diesem Zeitpunkt gültigen
Planfeststellungsbeschlusses sowie die fehlende übliche Abstimmung mit
den zuständigen Behörden der Stadt Erkrath.
Hier einige der vielen Gründe der BmU
gegen die CO-Pipeline:
· Dieses
giftige Gas ist am Ort des Verbrauches zu erzeugen und nicht in einer
Pipeline in so großer Nähe zur Wohnbevölkerung zu transportieren und zu
speichern.
·
Die Pipeline
dient nicht dem öffentlichen Allgemeinwohl, sondern dem Vorteil einer
Firma.
· Allein
die vielen Pipelineunfälle in den letzten Monaten zeigen, dass die
Pipelinetechnik trotz aller Gutachten nicht sicher beherrscht ist: In
Mönchengladbach gibt es über 100 Verletzte, als eine mindergiftige, aber
ebenfalls geruchlose CO2 Wolke den Betroffenen, z.T. selbst
den Feuerwehrleuten keine Reaktionsmöglichkeit lässt; in Köln wird eine
vier Meter tief liegende Sauerstoffpipeline (die CO-Pipeline liegt nur
1,40 m tief) trotz aller Warnhinweise auf den Pipelineverlauf angebohrt;
ebenfalls in Köln - aber auf Industriegelände - geht eine
Ethylen-Pipeline in Flammen auf, ohne dass bisher die Ursache geklärt
wurde. Auch hier funktionierte der Rettungseinsatz und der Schutz der
Bevölkerung nur mangelhaft. Trotz Abschieberstationen (wie bei der
CO-Pipeline) brannte die Pipeline noch viele Stunden und erzeugt giftige
Gase.
· Auch
die neusten Gasunfälle in Wülfrath und in Leverkusen machen die Risiken,
die den Menschen durch eine letztlich nicht beherrschbare Technik,
deutlich. Selbst wenn die Technik beherrscht würde, steht immer noch im
Raum dass man es nicht zu verantworten ist, dass eine solche durch
terroristische Angriffe verletzbare Industrietechnik in Wohngebieten
liegt.
· Die
lokalen Feuerwehren halten einen Pipelinebruch für nicht beherrschbar.
· Ein
Gutachten im Auftrag des Kreises MEttmann zeigt, dass von dem Ristiko,
bei einem Vollbruch der Leitung tödlich verletzt zu werden im Kreis
Mettmann bis zu 143.000 Menschen betroffen sind. Allein dieses Risiko
mindert den Verkehrswert der Immobilien in diesem Bereich
Sie können sich über den aktuellen Stand des Pipelinekampfes auf der
Homepage der IG Erkrath informieren:
www.ig-erkrath.de
Beispiele für die Arbeit der BmU:
Ø Mithilfe
bei der Organisation der Demonstrationen in Düsseldorf und Erkrath.
Ø Halbseitige
Anzeige der BmU im Stadtanzeiger zur Sammlung von Unterschriften
sowie Unterschriftensammlungen an Infoständen der BmU.
Ø
Die BmU hat erfolgreich die
Erstellung einer Informationsbroschüre der Stadt zur CO-Leitung
angeregt. Diese wurde an alle Haushalte verteilt.
Ø
Die Informationsveranstaltung zur CO-Leitung am
21.6.2007 in der Stadthalle Erkrath, die die BmU im Haupt- und
Finanzausschuss des Erkrather Stadtrates beantragt und durchgesetzt
hatte, war mit über 600 Teilnehmern sehr gut besucht.
Ø Mitarbeit
bei Mahnwachen der IG Erkrath.
Ø Mai
2008: Die BmU fordert die Erstellung eines Gefahren- und
Abwehrplanes.
Ø Des
Weiteren fragte die BmU im PlUV an, inwieweit die
Straßenquerungen unter die Max-Planck-Str, der A 3 und der A 46 zu
Abweichungen im Planfeststellungsverfahren führen.
Umfassende politische Unterstützung gegen die Pipeline leistet die
BmU nicht nur im Stadtrat, sondern auch im Kreistag, in welchem sie
durch die Fraktion UWG-ME vertreten ist.

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