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zuletzt aktualisiert am:
16.12.2011
 

Masterplan Neandertal:
Statt Hochpfad  „zwei Türme Projekt“

 


Aus Kostengründen und Zeitgründen musste das Ziel, einen Hochpfad im Neandertal zu errichten aufgegeben werden.

Unter höchstem Zeitdruck hat die Kreisverwaltung eine attraktive Alternativplanung dem Kreistag vorgelegt, welcher am 15.12. die Entscheidung über eine Änderung des Förderantrages treffen soll.

Statt des Hochpfades soll das gesamte Programm um ein „Zwei Türme“ Konzept erweitert werden.

Hier der Auszug aus der Vorlage der Kreisverwaltung 80/046/2011: 

„Das Zwei-Türme-Konzept

Eine Kompensation des Wegfalls des Neanderhochpfades erreicht die Projektgemeinschaft einerseits durch die Übertragung von Inszenierungselementen des Hochpfades an andere Standorte, durch die Schaffung neuer Elemente auf bereits geplanten Infrastrukturen und die weitere Aufwertung von Themenrouten und Rangertouren in interessante Naturräume.
Das nun überarbeitete Gesamtkonzept von Erlebnis Neandertal schafft an beiden zentralen Orten des Neandertals – zum einen im zentralen Talbereich mit dem Panoramaaufzug, der um eine zusätzliche Panoramaplattform erweitert wird, und zum anderen an der Fundstelle mit einem solitären Bauwerk spektakuläre Landmarken. In dem Solitär an der Fundstelle, der ursprünglich den Endpunkt des Hochpfades dargestellt hätte, soll künftig nicht nur der Fundort des Neandertalers inszeniert, sondern auch ein attraktiver Aussichtspunkt geschaffen werden. So wird Besuchern ein außergewöhnlicher Perspektivwechsel ermöglicht, welcher ein unmittelbares Verständnis der Talgeschichte vermittelt und zugleich eine hohe touristische Attraktivität besitzt. Dazu im Einzelnen:
Beim Panoramaaufzug soll in etwa 30 Metern Höhe eine rund 64 m2 große zusätzliche Aussichtsfläche geschaffen werden, die zugleich für die darunterliegende, den Aufzugsturm umkragende Plattform Wetterschutz bietet. Die Besucher erhalten somit nicht nur einen Überblick über die sich unter ihnen auftuende Landschaft, sondern sie können sich auch einen Überblick über zentrale Maßnahmen des Projektpakets „Erlebnis Neandertal“ verschaffen und werden damit bereits bei Ankunft zum Verweilen eingeladen. Darüber hinaus lassen sich auf der Panoramaplattform Informationen zum Naturraum und zur Talgeschichte vermitteln. Der ehemalige Talkessel, in dem früher die Walkmühle stand und der Ausgangspunkt für die Exkursionen in das alte Neandertal war, wird erfahrbar.
Des Weiteren soll im Bereich der Fundstelle des Neandertalers ein solitäres Bauwerk entstehen, bei dem in 20 Metern Höhe über Grund die Feldhofer Grotte inszeniert und darüber in etwa 24 Metern Höhe eine weitere Panoramaplattform geschaffen wird. Zugänglich gemacht werden Grotte und Aussichtsplattform primär über eine Treppe. Ein Aufzug wird die barrierefreie Erschließung für mobilitätsbehinderte Menschen ermöglichen. Im Inneren werden die Fundsituation und ihre Bedeutung für die Forschungsgeschichte durch eine multimedale Inszenierung in spektakulärer Weise präsentiert. Neben der Inszenierung in dem Höhlenraum wird eine Aussichtsfläche geschaffen, die – multimedial unterstützt von den Neanderviewern sowie durch großformatige Panoramaansichten – Einblicke in den gegenwärtigen und historischen Talraum erlaubt.
Sowohl die neue Panoramaplattform am Aufzugsturm im Museumsgarten als auch der solitäre Aussichtsturm mit der künftig in der richtigen Höhe inszenierten Feldhofer Grotte bauen auf den Hochpfadplanungen auf. Beide Bauwerke markieren den Anfang und das Ende des geplanten Hochpfades. Sie sind in ihren Entwurfsplanungen (Statik etc.) so ausgelegt, dass bei einer späteren Realisierung des Neanderhochpfades dieser an die vorhandenen Bauwerke ohne Umplanungs- und Umbauaufwand andocken kann.“

Stand 14.12.2011