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Aus Kostengründen und Zeitgründen musste das Ziel, einen Hochpfad im Neandertal
zu errichten aufgegeben werden.
Unter höchstem
Zeitdruck hat die Kreisverwaltung eine attraktive Alternativplanung dem
Kreistag vorgelegt, welcher am 15.12. die Entscheidung über eine
Änderung des Förderantrages treffen soll.
Statt des
Hochpfades soll das gesamte Programm um ein „Zwei Türme“ Konzept
erweitert werden.
Hier der
Auszug aus der Vorlage der Kreisverwaltung 80/046/2011:
„Das
Zwei-Türme-Konzept
Eine
Kompensation des Wegfalls des Neanderhochpfades erreicht die
Projektgemeinschaft einerseits durch die Übertragung von
Inszenierungselementen des Hochpfades an andere Standorte, durch die
Schaffung neuer Elemente auf bereits geplanten Infrastrukturen und die
weitere Aufwertung von Themenrouten und Rangertouren in interessante
Naturräume.
Das nun überarbeitete Gesamtkonzept von Erlebnis Neandertal schafft an
beiden zentralen Orten des Neandertals – zum einen im zentralen
Talbereich mit dem Panoramaaufzug, der um eine zusätzliche
Panoramaplattform erweitert wird, und zum anderen an der Fundstelle mit
einem solitären Bauwerk spektakuläre Landmarken. In dem Solitär an der
Fundstelle, der ursprünglich den Endpunkt des Hochpfades dargestellt
hätte, soll künftig nicht nur der Fundort des Neandertalers inszeniert,
sondern auch ein attraktiver Aussichtspunkt geschaffen werden. So wird
Besuchern ein außergewöhnlicher Perspektivwechsel ermöglicht, welcher
ein unmittelbares Verständnis der Talgeschichte vermittelt und zugleich
eine hohe touristische Attraktivität besitzt. Dazu im Einzelnen:
Beim Panoramaaufzug soll in etwa 30 Metern Höhe eine rund 64 m2 große
zusätzliche Aussichtsfläche geschaffen werden, die zugleich für die
darunterliegende, den Aufzugsturm umkragende Plattform Wetterschutz
bietet. Die Besucher erhalten somit nicht nur einen Überblick über die
sich unter ihnen auftuende Landschaft, sondern sie können sich auch
einen Überblick über zentrale Maßnahmen des Projektpakets „Erlebnis
Neandertal“ verschaffen und werden damit bereits bei Ankunft zum
Verweilen eingeladen. Darüber hinaus lassen sich auf der
Panoramaplattform Informationen zum Naturraum und zur Talgeschichte
vermitteln. Der ehemalige Talkessel, in dem früher die Walkmühle stand
und der Ausgangspunkt für die Exkursionen in das alte Neandertal war,
wird erfahrbar.
Des Weiteren soll im Bereich der Fundstelle des Neandertalers ein
solitäres Bauwerk entstehen, bei dem in 20 Metern Höhe über Grund die
Feldhofer Grotte inszeniert und darüber in etwa 24 Metern Höhe eine
weitere Panoramaplattform geschaffen wird. Zugänglich gemacht werden
Grotte und Aussichtsplattform primär über eine Treppe. Ein Aufzug wird
die barrierefreie Erschließung für mobilitätsbehinderte Menschen
ermöglichen. Im Inneren werden die Fundsituation und ihre Bedeutung für
die Forschungsgeschichte durch eine multimedale Inszenierung in
spektakulärer Weise präsentiert. Neben der Inszenierung in dem
Höhlenraum wird eine Aussichtsfläche geschaffen, die – multimedial
unterstützt von den Neanderviewern sowie durch großformatige
Panoramaansichten – Einblicke in den gegenwärtigen und historischen
Talraum erlaubt.
Sowohl die neue Panoramaplattform am Aufzugsturm im Museumsgarten als
auch der solitäre Aussichtsturm mit der künftig in der richtigen Höhe
inszenierten Feldhofer Grotte bauen auf den Hochpfadplanungen auf. Beide
Bauwerke markieren den Anfang und das Ende des geplanten Hochpfades. Sie
sind in ihren Entwurfsplanungen (Statik etc.) so ausgelegt, dass bei
einer späteren Realisierung des Neanderhochpfades dieser an die
vorhandenen Bauwerke ohne Umplanungs- und Umbauaufwand andocken kann.“
Stand
14.12.2011
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