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Gedenkveranstaltung für NS-Opfer |
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Keine offizielle Gedenkveranstaltung der Stadt Erkrath am 8. Mai 2005 für die Opfer der NS-Diktatur. Keine Stolpersteine als Erinnerung. Dazu der Artikel von Tanja Albrecht: Erkrath: Keine Mehrheit, kein Gedenken SPD, Bündnisgrüne und BmU appellierten am Mittwoch vergeblich an CDU und FDP, einem Gedenktag am 8. Mai unter städtischer Federführung zuzustimmen.
Entsprechende Zeichnungen hatte er schon vorliegen. Da wurden auch CDU und FDP schwach. Vor allen nachdem Bernhard Osterwind (BmU) die ganze Diskussion noch einmal auf den Punkt gebracht hatte. "Wir müssen ein Ziel formulieren", forderte er: Die Aufstellung des Denkmals am 8. Mai dieses Jahres. "Alle anderen Kriterien sind diesem Ziel unterzuordnen", machte er klar. Sein Vorschlag: Der Antrag zur Gestaltung und
Aufstellung des Mahnmals wird in den Stadtrat (22. Februar) vertagt. Dort stellt Griesmann sein Projekt vor. "Sollte es nicht bis zum 8. Mai realisierbar sein, schlagen wir den bisherigen Weg ein und stellen
das Steindenkmal auf." Osterwinds Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Die Opposition war erschüttert und ratlos. "Die Stadt hat auch Hakenkreuzfahnen gehisst und sollte als Kommune, als Gemeinschaft, das Ereignis entsprechend würdigen", appellierte Osterwind an CDU und FDP. Vergeblich. Eine Gedenkfeier wird es von städtischer Seite nicht geben. "Das ist keine Sache der Politik, sondern Sache der Ehrenamtlichen in unserer Stadt", ergänzte Jöbges seinen Standpunkt in einer Sitzungsunterbrechung. "Wir schaffen es doch gar nicht, alle Vereine, Institutionen und Bürger bei einer solchen Veranstaltung zu berücksichtigen."
Kommentar: Was will die CDU erreichen? Da hatte Bürgermeister Arno Werner (CDU) wohl vor der Kommunalwahl zuviel versprochen. Heimatforscherin Hanna Eggerath hatte er damals mitgeteilt, dass der Stadtrat über eine Gedenkfeier zum 8. Mai beschließen werde. Jetzt fiel die Entscheidung schon im Haupt und Finanzausschuss. Und eine Gedenkfeier zum 60. Jahrestag der Kapitulation wird es unter städtischer Federführung nicht geben. Das geht der CDU zu weit. Also hat sie mit der FDP den Antrag der Friedensinitiative kurzerhand abgelehnt. "Das ist Sache der Ehrenamtlichen unserer Stadt", sagt die CDU. Da blieb den Zuschauern im Ratssaal nur ein ungläubiges Kopfschütteln. Und die Frage, was die CDU damit erreichen will. Oder besser gefragt: Welche Wähler will sie mit dieser Entscheidung gewinnen? 17.02.05 ---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Ein weiterer Artikel der WZ: Erkrath:
Anonyme Opfer sind schon vergessen |
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