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Deutlich kritisiert wurde auf der BmU-Jahreshauptversammlung 2010 von den
Mitgliedern der BmU, dass sich die BmU-Führung zu viel "von der
CDU gefallen" lasse.
Als grobe Unwahrheit und durch die ständige Wiederholung der CDU als "Lüge"
wurde bezeichnet, dass die BmU Schöpfer der Einsparliste in Höhe von 1,2
Mio. aus dem Dezember 2009 gewesen sei.
Genauso weist in der Sitzung Bernhard Osterwind erneut die von der CDU
wiederholte Behauptung zurück, er wolle am liebsten die Bavierschule sofort
schließen.
Als städtische Veranstaltung hätte der Kunsthandwerkermarkt wie in Mettmann
selbstverständlich auch weiterhin in Erkrath stattfinden können. Im Gegensatz zu
einer Veranstaltung mit Gewinnerzielungsabsicht, die künftig die Kosten für den
Betrieb der Veranstaltungsstätten decken müssen, ist das eigene Haus bei einer
städtischen Veranstaltung, bei welcher der Organisator z.B. auf Honorarbasis
arbeitet und evtl. Gewinne bei der Stadt bleiben, wesentlich günstiger zu haben.
Das nächste Märchen von CDU/FDP und ihren Epigonen ist, der Haushaltsausgleich
2010 und Folgejahre wäre durch Fortsetzung des B-Planverfahrens Neanderhöhe zu
schaffen gewesen. Selbst mit einem Satzungsbeschluss im Jahr 2010 für die
Neanderhöhe wären die Unternehmen, die hier angeblich Schlange stehen, um in
Erkrath Gewerbesteuer zu zahlen, erst noch aufzubauen gewesen. Und dann müssten
diese die Gewinne erst erarbeiten. CDU und FDP hatten 10 Jahre die absolute
Macht in Erkrath und haben das nicht gemacht, was sie jetzt bejammern.
Als weiteres Märchen bezeichnet Osterwind, das herbeigeredete, angebliche
Denkverbot beim Stadtentwicklungskonzept. Das seit 10 Jahren fehlende
Stadtentwicklungskonzept wird ergebnisoffen erstellt und seine Entwicklung in
professionelle Hände gelegt. Auch jedes neue potenzielle Baugebiet hat sich der
Diskussion und dem Wettbewerb der Ideen zu stellen. Die BmU streift ihre
Meinung aber nicht ohne Grund ab, dass angesichts der demographischen
Entwicklung die Substanzerhaltung und die Ertüchtigung des vorhandenen Bau- und
Gewerbebestandes klaren Vorrang vor ergänzenden Entwicklungen auf bisher
unbebauten Außenbereichen hat. Im Übrigen sei aktuell zunächst mal die
Erschließung und Vermarktung der Neuen Mitte Erkrath zu fördern. Da gibt es noch
genug zu bauen und zu kaufen.
Besonders stark ist in der BmU-Versammlung das Flugblatt der CDU, in
welchem aus nichtöffentlicher Sitzung des Aufsichtsrates der Stadtwerke über das
Verhalten einzelner Kommunalpolitiker berichtet wurde, kritisiert. Da die
CDU-Fraktion sich zu den Vorwürfen des Bruches der Vertraulichkeit trotz
schriftlicher Aufforderung nicht geäußert hat, verlangten BmU-Mitglieder
nun klare Konsequenzen von ihrer Ratsfraktion. Allerdings setzte sich in einer
Kampfabstimmung in der Mitgliederversammlung zunächst die Vertagung dieses
Punktes durch.
Als weiteres Märchen bezeichnet es Osterwind, dass Erkrather Schulimmobilien
besonders schnell altern. Zur Kommunalwahl im Sommer 2009 präsentierte die CDU
ein Erkrath, das nach 10 Jahren unter ihrer Führung angeblich modernste und
bestens ausgestattete Schulen habe. Nun klagt die CDU, die BmU sei für
marode Schulen und Sportstätten verantwortlich. Die Wahrheit sei, dass die CDU
schulpolitisch Baustellen hinterlassen habe. Die externen Qualitätsanalysen von
Erkrather Schulen zeigen dies bisher deutlich.
Im Übrigen hat die BmU den in den letzten Wochen eingeschlagenen Weg, vor
allem die Aufstellung des professionellen Stadtentwicklungskonzeptes für
Erkrath, als zukunftsweisend bezeichnet.
Die Folgen der Wirtschaftskrise würden allgemein unterschätzt. Es sei Produkt
einer naiven Illusionsduselei, dass man automatisch so aus der Krise wieder
herauskäme, wie man hineingegangen ist. Um so nachhaltiger ist eine
Kurskorrektur für Erkrath "an Haupt und Gliedern" zu fordern. Bevor man den
Bürgern dabei zusätzlich in die Tasche greift, müssen alle Einsparmöglichkeiten
ausgeschöpft werden.
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