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Zur Untermauerung der Forderungen vieler Kundinnen und Kunden nach mehr Pünktlichkeit der S-Bahn ab Erkrath haben wir die Kunden der S-Bahn gebeten,
die Pünktlichkeit in einem Meldebogen schriftlich zu erfassen und uns zur Auswertung zu überlassen.
Unserem
Antrag folgend unterstützt der Umweltausschuss (UWA) unsere Forderung nach konkreten Maßnahmen, die vom Kreistag beschlossenen werden sollen. Denn in diesem Jahr stehen Verhandlungen mit dem VRR wegen neuer Pünktlichkeitsstandards an.
An den Haltepunkten in Erkrath klärten wir durch Plakate über die Aktion auf, wir haben auch zwei flächendeckende Verteilaktionen der
BmU-Zeitung incl. Meldebogen sowie eine Anzeigenkampagne durchgeführt.
Der Bürgermeister hatte dankenswerter Weise zugestimmt, dass die Stadtverwaltung an ihren Schriftenständen ebenfalls Meldebögen bereit
hielt und diese auch wieder entgegennahm
Angesichts des bedeutenden Aufwands war die Resonaz in der Erkrather Bevölkerung sehr schwach.
Etwas gemildert wird die Kritik an der Rücklaufquote dadurch,
dass der überwiegende Teil der eingereichten Bögen sehr sorgfältig geführt wurde, relativ viele Einsender sogar über das gesamte halbe Jahr hinweg Protokoll geführt haben. Insofern zeigen sich vollständige
Nutzerprofile, die von Relevanz sind. Dafür danken wir herzlich!
Auch wenn die Ergebnisse Mit Vorsicht zu interpretieren sind, da sie nur eine geringe Stichprobe berücksichtigen, sind die Zahlen alarmierend:
Unter 60 % Pünktlichkeit bei Verspätungen bis 3 Minuten sind eine absolut unakzeptable Leistung der Deutschen Bundesbahn für die in Erkrath abfahrenden S- Bahnen.
Die Totalausfallquote ist mit über 5% deutlich zu hoch und kann nicht immer nur auf Witterungseinflüsse und Streiks zurückgeführt werden.
Im übrigen fällt aus, dass vor allem die
Verspätungen bis 10 Minuten gehäuft vorkommen, es in der Regel also nicht nur um wenige Minuten Wartezeit handelt.
Das Ergebnis passt nicht zu den offiziellen Verlautbarungen der Bahn, in denen eine
Pünktlichkeitsquote von 90% dargestellt wird.
Über die Konsequenzen wird intensiv nachzudenken sein - wir bleiben am Ball.
-> Einzelergebnisse
S-Bahn pünktlich?
Bis zum 31. März waren Erkrather Bürgerinnen und Bürger, die Kunden der S-Bahn sind, aufgerufen schriftlich mitzuteilen, wie pünktlich die Bahnen ab Erkrath,
Hochdahl und Millrath eigentlich wirklich sind.
Immer wieder kommt es zu Beschwerden von Bürgerinnen und Bürgern bei den Rathausfraktionen über Unpünktlichkeiten im S-Bahn Verkehr. Dieses Anliegen aller
Ratsfraktionen hätte im letzten Jahr fast dazu geführt, dass die Stadt die Umlage, die sie für jeden Zugkilometer der durch ihr Stadtgebiet führt (das gilt auch für Busse) nicht abführt.
Die Bahn bestreitet
alle Vorwürfe und spricht von einer über 80%igen Pünktlichkeit, lt. Radio Neandertal von über 90%. Die Pünktlichkeit wird aber – so der Bericht im zuständigen Fachausschuss - nur an den Haltepunkten Hagen und Neuss
gemessen, der VRR macht Stichproben, diese werden aber nicht in Erkrath oder im Kreis Mettmann gemacht. Genaue Daten wurden der Stadt auf Anfrage nicht übermittelt, da diese seitens des VRR als „vertraulich“
betrachtet werden.
Auf Antrag der BmU hat der Umweltausschuss einstimmig gefordert, dass der Pünktlichkeitsstandart auf 90 % zu erhöhen ist, die gemessene Verspätungsquote zu veröffentlichen ist und
Stichproben auch innerhalb des Kreises Mettmann erhoben werden.
So lange wollten wir nicht warten und statt dessen den Kunden selbst zur größten „Stichprobe“ Erkraths machen.
Aktion Störmelder
Vom 1.10.02 bis 31.3.03 haben wir die Kunden gebeten, auf den Bahnhöfen Alt-Erkrath, Millrath und Hochdahl die Pünktlichkeit der Bahnen festzuhalten und uns
die Störmeldungen zu übermitteln. Da das Anliegen auch von den im Stadtrat vertretenen Parteien unterstützt wird, hat der Bürgermeister Arno Werner der Bitte entsprochen, dass Meldebögen für die Pünktlichkeit
im S-Bahnverkehr auch in den städtischen Dienststellen ausgelegt werden und dort auch wieder abgegeben werden können.
Die Daten werden ausgewertet und selbstverständlich veröffentlicht. (->
Zwischenergebnis)
unser Ziel ist erst in zweiter Linie, dass die Stadt eine höhere Rückerstattung der SPNV-Umlage bekommt (Im Jahr 2000: 4780 €) .
Wir wollen:
- feststellen wie gut die Pünktlichkeit über einen längeren Zeitraum ist.
- wissen, wie groß die Verspätungen sind.
- die DB veranlassen, höhere Aufmerksamkeit und mehr Aufwand der Pünktlichkeit der S 8 in Erkrath zu widmen.
Wer für mehr Qualität des öffentlichen Personennahverkehrs ist, ist kein Meckerer, sondern hat erkannt, wie wichtig der Öffentliche Personennahverkehr als
Standortfaktor für Erkrath und als Umweltfaktor für unser Klima ist.
Verspätungen der S 8 und S 11 ab Erkrath werden auch an Verbraucherschützer
weitergegeben
Seit Februar erhebt auch die Verbraucherzentrale Daten über Verspätungen der Zugverbindungen. wir leiten Kopien der Störmeldebögen an die Verbraucherschützer
nach Düsseldorf weiter.
So ist es mit dem Projektleiter der Schlichtungsstelle Nahverkehr der Verbraucher-Zentrale NRW verabredet.
Sollte eine Erkrather Bürgerin oder ein Erkrather Bürger nicht mit
der Weitergabe seiner persönlichen Daten nicht einverstanden sein, so wird dieser Wunsch natürlich respektiert und die Daten nur für Erkrath ausgewertet.
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