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Bernhard Osterwind, Vorsitzender der unabhängigen Wählergemeinschaft BmU
im Erkrather Stadtrat, zeigt sich zur Vereinbarung zwischen Grünen und SPD im
Punkt CO-Pipeline „restlos enttäuscht“.
Der Wähler hat den Grünen den überdurchschnittlich hohen Wahlsieg in unserer
Region auch deshalb gegeben, damit das CO-Pipelineproblem politisch
gelöst wird. Schließlich haben die Grünen mit ihrem Widerstand gegen die
Pipeline im Wahlkampf geworben.
In dem Koalitionsvertrag ist stattdessen überwiegend von den juristischen
Problemen (Verwaltungsgericht, Abwägungsdefizite des Gesetzes bei der
Gemeinwohlorientierung, Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes,
Enteignung, Planungsfehler, Ausführungsfehler) die Rede. Die juristischen
Probleme wären auch unter CDU-Regierung zu klären gewesen.
Wenn SPD/Grüne wie die Vorgängerregierung in fast gleicher Wortwahl das
CO-Problem im Übrigen als „Kommunikationsproblem“ darstellen, dann schaffen sie
mit der einzig verbleibenden Formulierung:
„Die Landesregierung muss bis Ende 2010 das
Rohrleitungsgesetz evaluieren.“
nur ein weiteres
Kommunikationsproblem. Der Wähler will wissen, ob politisch die
Inbetriebnahme der Pipeline eindeutig verhindert wird. Darauf gibt der
Koalitionsvertrag enttäuschender Weise keine Antwort.
Auszug aus dem Koalitionsvertrag
zur CO-Pipeline
„Bei der CO-Pipeline dürfen Sorgen und
Ängste der Menschen nicht weiter ignoriert werden.Auch die
Arbeitsplatzsicherung an den Standorten hat
für uns eine große Bedeutung.
Die Beschlüsse der Verwaltungsgerichte haben Sicherheitsmängel deutlich
gemacht. Sie haben
darüber hinaus Abwägungsdefizite des Gesetzes bei der
Gemeinwohlorientierung festgestellt.
Damit ist die Verfassungsmäßigkeit des Rohrleitungsgesetzes in Frage
gestellt (Gemeinwohlorientierung der Enteignung). Es wurde mit einer
Vielzahl von Planungs- und Ausführungsfehlern sowie mit einer
defizitären Kommunikationsstrategie dazu beigetragen, dass vorhandene
Zweifel an einem sicheren Betrieb der CO-Pipeline stetig verstärkt
worden
sind.
Die Landesregierung muss
bis Ende 2010 das Rohrleitungsgesetz evaluieren. In diesem Zusammenhang
wollen wir den bislang versäumten Versuch unternehmen, in Vermittlung
zwischen Unternehmen und Betroffenen einen Dialogprozess und eine
umfassende Problemlösung auszuloten.
Dabei soll auch ein Ausbau der Produktion von Kohlenmonoxid am Standort
Uerdingen geprüft werden.“
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