|
Am 13.12. kommt es zu der seit über einem Jahr
angezielten Sparversion im schienengebundenen Öffentlichen Personenverkehr.
Auslöser war die Kürzung der Regionalisierungsmittel des Bundes für den
Personennahverkehr (Koch/Steinbrück-Papier).
Seitdem gibt es einen auch gerichtlich ausgetragenen Streit darüber, wer den
Gewinn aus dem Sparmodell für sich behalten kann. Der Versuch des VRR, der
DB-Regio wegen anhaltender Schlechtleistungen den Vertrag komplett zu kündigen
scheiterte bisher. Die Strafgelder für die Minderleistungen der DB, die auf der
S 8 noch einige Jahre mit den ungeeigneten Loks von der Olympiade in München
unterwegs sind, sind so gering, dass sie von der Bahn problemlos hingenommen
werden.
Nun ist es also soweit: obwohl immer noch nicht klar ist, wie die Einsparung
zwischen VRR und DB-Regio aufgeteilt wird, kommt die Sparversion.
Die Folgen für Erkrath sind verglichen mit anderen Städten noch relativ milde,
bringen aber einige Unbequemlichkeiten:
Statt der 10minütigen Verstärkerfahrten der S 11 wird es Verstärkerfahrten der S
68 ab Langenfeld geben. Der Haken daran ist, dass diese nicht genau in den Takt
der S 8 auf die 10 Min. Lücke passt, sondern einen asymmetrischen Takt auf 7
Minuten und 13 Minuten zur S 8 fährt.
Angeblich sollen nun die Bahnen pünktlicher fahren, da der Knoten Düsseldorf
entlastet wird!
Um das zu kontrollieren, bittet die BmU um Abgabe von Störmeldungen,
die per Post oder per Email eingeschickt werden können! Wir werden diese als
Beschwerde über den Kreis Mettmann weiterleiten, welcher als Verkehrsträger auch
auf die Einhaltung der Standards (wir legen jetzt einen Schwerpunkt auf die
Fahrgastinformation) achten wird. Die BmU fordert die Einführung von
Dynamischen Schriftanzeigen, welche anzeigen, wann der nächste Zug kommt und
warum er ggf. verspätet eintrifft oder gar ausfällt.
In der Anlage ein Störmeldemuster.
Anlage
Bernhard Osterwind
|