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zuletzt aktualisiert am:
01.05.2011
 

Nachdenken über mehr Verkehrssicherheit

muss erlaubt sein

 


Wenn man sich die Berichterstattung und Kommentare der letzten Zeit zum Thema Tempo-30 in Erkrath ansieht, so könnte man den Eindruck gewinnen, als würden bald "flächendeckend" alle Straßen Erkraths zu Tempo-30 umgewandelt werden.  Gerade die CDU-Unterschriftenaktion zeigt populistische Tendenzen, suggeriert sie doch, dass SPD, Grüne und BmU bereits entschieden hätten, überall Tempo-30 einzuführen. Das ist allerdings gar nicht der Fall.

Die neue Mehrheit hat nichts anderes gemacht, als in drei Versammlungen in den Stadtteilen drei verschiedene denkbare Modelle vorzustellen und die Meinungen der Bürger anzuhören. Ein Verfahren der Bürgerbeteiligung, welches in der Vergangenheit viel zu kurz gekommen und von der alten CDU/FDP-Mehrheit auch leider nie wirklich ernst genommen worden war.

Nach den Stimmungsbildern der Bürgerversammlungen und unter Berücksichtigung verschiedener Aspekte der Verkehrsicherheit sollte man sich nun sachlich in Ausschüssen und Rat mit diesem Thema beschäftigen.

Aus meiner Sicht wird es kein Tempo-30 auf den Durchgangsstraßen (wie Bergischer Allee, Haaner Straße) geben, das würde schon rechtlich scheitern. Erkrath ist in vielen Wohngebieten und vor Schulen bzw. Kindergärten schon gut verkehrsberuhigt, aber es sollte doch möglich sein, sich über ergänzende Verbesserungen der Verkehrssicherheit Gedanken zu machen. Vielleicht ist es ja auch an der Zeit, statt wie bisher nur Einzelfallentscheidungen zu diskutieren, endlich ein nachvollziehbares Konzept zu erarbeiten.

 

Christian Ritt
Kirchberg 36
Mitglied der Rates (BmU)