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Hallo! Sehr geehrter Leser!
neulich im Rat...
so möchte
ich meine Gedanken zu den vergangenen Ratssitzungen zusammenfassen.
Als einen
Teil meiner politischen Arbeit möchte ich Ihnen kurz aus dem Stadtrat
berichten.
Vieles gelangt gar nicht erst in die Zeitung oder oft zu kurz oder nur
aus einer bestimmten Blickrichtung.
An
dieser Stelle möchte ich Ihnen den Blickwinkel der BmU an
ausgewählten Beratungen und Beschlüssen des Rates näher bringen.
Ihr Christian Ritt
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Zur Ratssitzung
vom 31.01.2011
Zum Auftakt des neuen Jahres war die
Tagesordnung überschaubar und ohne große Diskussionen.
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Allerdings musste Bernhard Osterwind für die BmU das
Verhalten der Verwaltung mehrfach kritisieren, als es um die
Genehmigung von sogenannten Dringlichkeitsentscheidungen
ging, da die dazu gehörenden Vorlagen sehr spät, z.B. nur als
Tischvorlage, vorgelegt worden waren und z.T. auch ausführlicher
hätten sein können. Wenn der Rat sinnvoll entscheiden soll, müssen
ihm die Unterlagen so schnell wie möglich (z.B. per Email) zur
Verfügung gestellt werden und nicht erst vor der jeweiligen Sitzung.
Die Mitwirkung des Rates wird in solchen Fällen nicht wirklich ernst
genommen.
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In der
Gesellschafterversammlung der Stadtwerke und im Rat stimmte die BmU
aus Überzeugung der Gründung einer Gesellschaft „Neander-Energie“
zu, in der die Erkrather Stadtwerke mit den Stadtwerken Heiligenhaus
und Wülfrath kooperieren soll. Diese Kooperation soll den
Stadtwerken Vorteile bei der Beschaffung und Erzeugung von Energie
bringen, sie im Wettbewerb stärken, die Preise für den Verbraucher
günstig gestalten und Aspekte der Energiewende und des
Klimaschutzes unterstützen.
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Konfliktreich war die Debatte über die Kostenübernahme des
Klageverfahrens „Max-Planck-Straße“ (10000€), bei dem der
Stadtrat mit den Stimmen von SPD, Grünen und BmU gegen den
Aufhebungsbeschluss von Bürgermeister Werner und Landrat Hendele
(beide CDU) klagt, um für die Max-Planck-Straße ganztägig Tempo 30
und ein LKW-Durchfahrtsverbot zu erreichen.
Es ist erstaunlich, dass Bürgermeister Werner gegen etwas vorgeht,
dass er als Fraktionsvorsitzender der CDU vor Jahren bei der
Willbecker Straße –auf einer deutlich größeren Länge- mit
durchgesetzt hat.
Auch legt die Verwaltung keine Alternativen vor, wie man auf der
Max-Planck-Straße die Lärmbelastung der Anwohner reduzieren könnte.
Nicht
überzeugend war da auch die Argumentation der FDP, dass auch die
Durchfahrenden Erkrather Bürger seien, und dass 500m Tempo 30/LKW-Verbot
wirtschaftsfeindlich sei. Eher ein Schlag ins Gesicht der Betroffenen,
welche sogar aus eigener Tasche 2000€ für das Klageverfahren beisteuern
werden und so ihren Leidensdruck mehr als verdeutlichen.
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An dieser
Stelle möchte ich dann auch noch Bezug auf Presseberichte der FDP
zum Stadtentwicklungskonzept nehmen. Es ist aus m.E. absolut
unverständlich, wenn die FDP verlautbart „Erkrath tut nichts“
bezüglich Wohn- und Gewerbebebauung. Wird nicht momentan das
Stadtentwicklungskonzept aufgestellt, das die BmU seit etwa
10 Jahren eingefordert und wogegen FDP und CDU stets gestimmt
hatten? Wir hätten das Konzept schon vor Jahren fertig haben können,
wir wären heute weiter. Zukunftsgestaltung ist leider lange
verhindert worden.
Und wenn sich die FDP –berechtigterweise- für die Ansiedlung von
Familien einsetzen will, frage ich mich, warum sie mit der CDU in
den vergangenen Jahren in ihrem Abstimmungsverhalten zu den
Haushalten den Ausbau von U3-Betreuung in den Kitas und der
Ganztagsbetreuung der Grundschulen nicht unterstützt hatte. Die
BmU war in der Vergangenheit stets z.B. für U3, OGATA, Jugendrat
und Babybegrüßungspaket, um Erkrath familienfreundlicher zu
gestalten.
Zudem ist aus Sicht der BmU die Aussage der FDP, bei der
Stadtentwicklung sich hauptsächlich an der Gruppe der 20-40 Jährigen
orientieren zu wollen, nicht unproblematisch. Die anderen
Altersgruppen müssen m.E. mit der gleichen Wertigkeit betrachtet
werden!
Unbestritten die FDP-Forderung nach einem besseren Marketing für die
Stadt Erkrath, übrigens von dem sachkundigen Bürger der BmU Prof.
W. Liepach schon vor Längerem sehr ausführlich in den Ausschuss für
Stadtentwicklung und Wirtschaft eingebracht. In der Zeit der CDU-FDP
Mehrheit bis 2009 hatte die FDP allerdings keinen Anlauf für mehr
Marketing, Wirtschaftsförderung und Vermarktung von Gewerbeleerständen
unternommen, na wenigstens jetzt.
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Zur Ratssitzung
vom 13.12.2011
Zum Ende des Jahres gab es eine eher
ruhige Sitzung.
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Haushalt 2012
Mit der Rede des Kämmerers wurde der Haushaltsplan für 2012 eingebracht.
Es ist abzusehen, dass es auch 2012 schwierig werden wird, einen
Haushalt zu verabschieden, der vom Kreis als Aufsichtsbehörde genehmigt
werden kann. Auch in den nächsten Jahren gilt es, einen Nothaushalt zu
vermeiden, ansonsten wäre die Handlungsfähigkeit der Stadt massiv
eingeschränkt.
Sollten Sie (Spar-)Vorschläge für den Haushalt haben, so können Sie
diese z.B. auch auf unserer Homepage abgeben. Die BmU wird sich auch
wieder dafür einsetzen, dass der Haushalt öffentlich vorgestellt und
diskutiert wird.
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Schulentwicklungsplan 2011-2021
Auf Initiative der BmU wird im Frühjahr 2012 der Schulentwicklungsplan
öffentlich vorgestellt und dabei auch die Möglichkeiten der
Schullandschaft präsentiert. Der BmU geht es darum, dass möglicherweise
in einigen Jahren notwendige Veränderungen im Schulsystem in Erkrath
einvernehmlich diskutiert und entwickelt werden, ohne dass sich der
ideologische Schulkrieg der letzten 40 Jahre wiederholt. Allerdings
erklärt die BmU, dass sie keine Gesamtschule in Erkrath sieht, da diese
eines der Gymnasien gefährden könnte, welche beide von Eltern und
Schüler aber sehr gut angenommen werden. Das sage ich, obwohl (nicht wie
in einem RP-Artikel falsch formuliert- weil-) ich selber
Gesamtschullehrer bin und diese Schulform auch als sinnvoll ansehe, aber
vielleicht wäre die Sekundarschule aus schulorganisatorischen Gründen
eine Option.
Auf Vorschlag der BmU werden auch die möglichen Kosten einer Änderung
der Schullandschaft in Erkrath ermittelt. (Mehr dazu auch im Menu
Schule.)
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Finanzierung des Projektes „Rundum“ des SKFM
Gegen die Stimmen von CDU und 2 von 3 FDP-RM wurde beschlossen, dass
der SKFM das Projekt für Langzeitarbeitslose weiterführen kann. Aus
unserer Sicht eine notwendige Hilfe, um Menschen fit für die Arbeitswelt
zu machen und ihnen so eine Chance zu geben. Auf Dauer spart das m.E.
auch mehr, wenn nicht ALGII oder SozH bezahlt werden muss.
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Einstimmig wurde dann aber
die Weiterexistenz der Kompetenzagentur beschlossen, in der
Jugendliche mit Problemhintergründen beraten und betreut werden, um in
Ausbildung, zu weiterführenden Schulabschlüssen bzw. in Arbeit zu
kommen.
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Mit Grünen und einigen
SPD-RM stimmte die BmU –erfolglos- gegen die vorgelegten
verkaufsoffenen Sonntage in Erkrath, Unterfeldhaus und Hochdahl.
Zum einen wurde gegen bisherige Absprachen ein Adventssonntag beantragt
und zum anderen kommt es so in Erkrath insgesamt zu 9 verkaufsoffenen
Sonntagen. Aus unserer Sicht geht das zu weit, der Sonntag sollte für
die betroffene Angestellte und die Konsumenten seinen ruhigen Charakter
behalten.
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Ein Antrag der Grünen, der
den Ablauf des Stadtentwicklungskonzeptes auf den Kopf gestellt
hätte, wurde von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Schon interessant,
dass die Grünen dieses zu diesem Zeitpunkt beantragt haben: Warum haben
sie dieses nicht schon viel früher eingebracht? Und warum warten sie
nicht die öffentliche Präsentation ab, die bereits Ende Januar/Anfang
Februar stattfinden wird. Hier findet wohl verfrühter Wahlkampf statt…
Dieser Antrag war dann auch ein wesentlicher Grund, dass die BmU die
Kooperation mit SPD und Grünen verlassen hat. (Weitere finden Sie auf
unserer Homepage.)
An dieser Stelle möchte ich aber darauf hinweisen, dass wir auch in
Zukunft mit allen Fraktionen des Rates zusammenarbeiten werden, wenn
gemeinsame Inhalte vorliegen. Und Mutmaßungen, dass die BmU jetzt ihre
Einstellung zu einigen politischen Punkten ändern würde, kann ich nicht
bestätigen. So werden wir auch weiterhin eine Bebauung der Neanderhöhe
und des Kleinen Bruchhaus ablehnen. Und zwar durch Erstellung des
Stadtentwicklungskonzeptes und nicht durch Herausnehmen bevor es beendet
ist. Wir sind gegen solche Denkverbote.
Abschließend möchte ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen
guten Start in das Jahr 2012 wünschen.
Und auch, dass 2012 für Erkrath positiv verlaufen wird.
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Zur Ratssitzung
vom 07.11.2011
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Rettungsbedarfsplan
Einhellig sind die Fraktionen im Erkrather Rat einig, dass der neue
Rettungsbedarfsplan des Kreises nicht dem Bedarf Erkraths gerecht wird.
Erkrath soll mit einem Rettungswagen auskommen, andere Städte erhalten
dagegen einen dritten. Ein zweiter Wagen in Erkrath wäre sinnvoll, um
die Versorgung zu verbessern. Im Moment rückt zwar geeignetes Personal
mit einem Fahrzeug aus, wenn der RTW bereits besetzt ist, allerdings ist
dieses Fahrzeug nicht komplett ausgestattet und solche
First-Responder-Einsätze werden von den Krankenkassen nicht bezahlt,
Erkrath zahlt drauf.
Ärgerlich, dass bei den Gesprächen zum Bedarfsplan der Feuerwehrchef
alleine geschickt worden war, Mitglieder der Verwaltungsspitze, z.B.
Bürgermeister, waren nicht beteiligt gewesen. So ist es natürlich
schwierig, Erkrather Interessen gegenüber dem Kreis zu vertreten. Wenn
es um etwa 500.000 € geht, sollte man dies eigentlich erwarten.
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Jugendrat
Die
BmU stimmte mit dafür, die Satzung des Jugendrates dahingehend zu
ändern, dass sich nun auch junge Menschen zwischen 18 und 21 zur Wahl
stellen können, wenn sie bereits Mitglied des Jugendrates waren. So
sollen Erfahrungen und Know-How den neuen Jugendrat bereichern. Eine
gute Initiative des aktuellen Jugendrates.
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Bebauungsplan Bessemerstraße – BmU investitionsfeindlich?
Um
einem potentiellen Investor die Ansiedlung in Hochdahl zu ermöglichen,
haben wir zugestimmt, dass die Gebäude dort höher gebaut werden dürfen.
Aus unserer Sicht durchaus sinnvoll, wenn man auf der gleichen
Grundfläche mehr Gewerbefläche schaffen kann. Dass in der Debatte einige
Äußerungen aus CDU und FDP jetzt Umwelt-Bedenken gegen die Höhe
äußerten, war angesichts vergangener Diskussionen schon interessant.
Allerdings haben wir gegen den Bebauungsplan gestimmt, nördlich der
Hochdahler Straße (also am Rande der Neanderhöhe) eine Fläche für
Parkplätze auszuweisen. Und dies hatten wir auch schon im Vorfeld
(Treffen der Fraktionsvorsitzenden) klar gesagt: Erst nach Abschluss des
Stadtentwicklungskonzeptes sehen wir uns in der Lage, über solche Fragen
zu entscheiden. Vorher macht dies keinen Sinn. Und üblicher Weise werden
solche Fragen auch im nichtöffentlichen Teil behandelt.
Daher ist die BmU auch massiv verärgert über den Zeitpunkt dieser
Debatte. Dies sorgt nun nicht dafür, dass ein Investor sich willkommen
fühlt.
Offensichtlich handelt es sich hier um eine vorgezogene Wahlkampftaktik
von Bürgermeister und CDU, um für Stimmung zu sorgen.
Bezeichnend, dass Kämmerer Schiefer, der die Verhandlungen mit dem
Investor führt, die Verwaltungslage nicht unterschrieben hat - (hat er
dies verweigert oder kannte er sie nicht?).
Für die BmU erklärte B. Osterwind deutlich, dass der Investor die
Möglichkeit zur Erweiterung (hinsichtlich von Parkplätzen) bekommen
wird. Es stehen einige Optionen zur Verfügung.
Die BmU würde es sehr begrüßen, wenn sich der betreffende
Investor entschließen würde, sich in Hochdahl anzusiedeln.
Anderslautende Darstellungen sind einfach nicht richtig.
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Schulentwickungsplan
(aus dem ASS) – aktuell sind keine Veränderungen in Erkraths
Schullandschaft notwendig – BmU setzt öffentliche Vorstellung des
Schulentwicklungsplanes durch.
Der externe Gutachter Dr. Garbe stellt in dem von ihm erarbeiteten
Schulentwicklungsplan fest, dass die Stadt Erkrath in der
zurückliegenden Zeit die notwendigen Schritte zur Reorganisation der
Schulen im Stadtgebiet geleistet hat.
Dies hat die BmU maßgeblich mit initiiert. Daraus folgt
für den Gutachter, dass die Stadt auf der Grundlage des derzeit gültigen
Schulgesetzes keine weiteren Maßnahmen einleiten muss.
Mit anderen Worten: Alle derzeit existierenden Schulen – auch die im
Sekundarbereich I - haben mittelfristig ihre Existenzberechtigung.
Das heißt für die BmU:
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Die bestehenden Schulen der Sekundarstufe I leisten eine gute und
engagierte Arbeit, daher sind wir momentan gegen Veränderungen in
diesem Bereich.
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Die BmU will zurzeit keine Neugründung einer Gesamtschule,
weil dies gemäß Gutachter die Schließung eines Gymnasiums, beider
Realschulen und der Hauptschule bedeuten würde.
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Die BmU will zurzeit keine Sekundarschule, weil auch dies die
Schließung mindestens einer bestehenden Schule bedeutet. Es gilt
aber auch, die Anmeldezahlen der Schulen im Blick zu behalten.
Langfristig kann die Sekundarschule auch eine Option für Erkrath
sein.
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Eine in einigen Jahren womöglich notwendige Umstrukturierung muss
aus BmU-Sicht durch einen Prozess der Information und
Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger und in den Schulen
grundgelegt werden, ohne dass es zu einem ideologischen „Schulkrieg“
kommt.
Daher
hat die BmU die öffentliche Vorstellung des
Schulentwicklungsplans 2011-21 mit der Möglichkeit zu einem
anschließenden Dialog durchgesetzt.
Die BmU will den Schulfrieden - auch in Erkrath!
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Zur Ratssitzung
vom 29.09.2011
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Winterdienst in Erkrath
Obgleich Verwaltung und Politik bereits im Vorfeld der Sitzung in
der Presse gescholten worden waren, dass der Winterdienst nicht
verbessert würde, waren sich alle Vertreter einig, dass mit einer
teuren Schnellschusslösung niemandem wirklich geholfen wäre. Blickt
man zurück, so war der Winterdienst in Erkrath in einem sehr
extremen Winter im Vergleich zu Nachbarkommunen noch relativ gut,
zumindest die Hauptstraßen waren bei uns gut befahrbar. Wenn man
auch alle Nebenstraßen hinreichend räumen will, benötigt man
mindestens 4 weitere Räumfahrzeuge und das entsprechende Personal.
Mindestens 300000 € (diese Zahl halte ich für viel zu niedrig
kalkuliert) wären jährlich zusätzlich nötig, ich stelle mir mal den
Aufschrei vor, wenn der nächste Winter ein durchschnittlicher wäre,
da wäre sicher von Geldverschwendung die Rede und angesichts von
deutlichen Gebührenerhöhungen käme es zu deutlichen Protesten. So
finde ich es sinnvoller, den jetzt beschlossenen Weg zu gehen: Es
wird geprüft, ob die Stadt die Straßenreinigung nicht wieder in die
eigene Hand nimmt, dann gäbe es auch zusätzliche Kapazitäten für den
Winterdienst.
Ja, ich denke auch, dass dieses bereits früher hätte thematisiert
werden müssen. Aber es war Zeit verloren gegangen, da die Verwaltung
für die Sitzungen im Mai nicht mehr geschafft hatte, als eigentlich
nur den Vorschlag zu unterbreiten, sämtliche Nebenstraßen „ohne
Winterdienst“ vorzusehen. Und selbst im September wurde dieses so
wieder vorgelegt, das hätte bedeutet, dass alle Nebenstraßen auf
jeden Fall keinen Räum- und Streudienst mehr gehabt hätten, eine
klare Schlechterstellung als bisher. An dieser Stelle war die
Politik sich aber einig, dass die Nebenstraßen (bei den bislang „bei
Bedarf“ stand) wenigstens „nachrangig“ geräumt werden sollen. In
einem normalen Winter dürfte das auch ausreichen. An einigen Stellen
könnte die Verwaltung schneller arbeiten und wäre Bürgermeister
Werner CDU als deren Leiter gefordert dringliche Fragen auch
voranzutreiben.
Für den kommenden Winter gibt es aber auch eine erste Verbesserung:
Der Salzvorrat wird aufgestockt werden. Und für folgende Winter hat
die Stadt hoffentlich über die Straßenreinigung mehr Personal und
Gerät für den Winterdienst.
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Max-Planck-Straße - LKW-Durchfahrtverbot und Tempo 30 ganztägig
werden verhindert
Das Bürgervotum Max-Planck-Straße mit 152 Unterschriften in der Hand
bemängelte, dass sowohl Bürgermeister Werner und Landrat Hendele
(beide CDU) nach ihren Entscheidungen gegen die Ratsbeschlüsse noch
nicht einmal auf Schreiben reagiert hätten (aus Februar und März
2011).
Im Anschluss an einen Disput zwischen Bürgervotum und Bürgermeister
beschloss der Rat später in der Sitzung -gegen CDU und FDP- eine
Klage gegen die Verfügung des Landrates, das LKW-Durchfahrtsverbot
und ganztägig Tempo 30 wieder aufzuheben, einzulegen. Es geht darum,
auch dort max. 65dB tagsüber und 55dB nachts zu gewährleisten, laut
Gutachter würden die genannten Maßnahmen wirken, wenn sie denn dann
mal nicht verhindert, sondern umgesetzt würden.
Und auch hier das Problem: die von Bürgermeister Werner geleitete
Verwaltung hat auch noch gar nichts in Richtung Lärmaktionsplanung
in Erkrath unternommen. Wie auch beim Radwegekonzept u.a. werden
einige Ratsentscheidungen offenbar nicht so gerne und nur langsam
umgesetzt.
Andere spannende Themen gab es ansonsten auch noch, sie waren allerdings
nicht öffentlich.
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Zur Ratssitzung
vom 12.07.2011
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Atomstromfreies
Erkrath
Einen Bürgerantrag haben SPD, Grüne und BmU aufgegriffen, dass die
Stadtwerke bis Ende 2012 keinen Atomstrom (10%) mehr in ihrem Mix
haben sollen. Gegen die Stimmen der FDP und bei Enthaltung der CDU.
Leider konnte trotz einer langen Debatte von mehr als 1,5 Stunden
und mehreren Bemühungen von B. Osterwind kein breiter Konsens des
gesamten Rates hergestellt werden.
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Die 2. Chance/ Zündstoff – Reintegration von „Schulmüden“
30.000 € muss die Stadt zusätzlich in das Projekt „Die 2.
Chance/Zündstoff“ investieren, in dem Schulverweigerern i.d.R. recht
erfolgreich der Weg zurück in die Schule oder in
Berufseinstiegsprojekte aufgezeigt wird. Eine sinnvolle Maßnahme, um
zu verhindern, dass diese Jugendliche in Hartz IV fallen. Schade,
dass das die CDU nicht so sieht, obwohl sie im Mai noch für dieses
Projekt gestimmt hatte. Die BmU sieht zwar auch die Mehrkosten für
die Stadt, hält diese allerdings im Gegensatz zu CDU und FDP für
vertretbar, da einerseits die betroffenen Jugendliche eine „2.
Chance“ verdient haben und andererseits die Kommunalfinanzen
geschont werden, wenn jemand nicht in das Sozialsystem
(Arbeitslosigkeit, Grundsicherung im Alter) oder vielleicht sogar in
die Kriminalität fällt. Wenn man das Projekt mit Weitsicht
betrachtet: eine vernünftige Investition.
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Neanderhochpfad/ Masterplan Neandertal
Gegen die Stimmen der Grünen hat der gesamte Rat für den
Bebauungsplan Neanderhochpfad gestimmt. Der Hochpfad erhöht die
Attraktivität des Neandertals ohne die Natur dadurch zu zerstören,
die Fördergelder für den Masterplan setzen schließlich auch den
Naturschutz voraus.
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Mobilfunkkonzept
Bei einigen Gegenstimmen von CDU und FDP hat der Rat beschlossen,
dass das Mobilfunkkonzept fortgeschrieben wird.
Mobilfunkversorgungssicherheit und Gesundheitsschutz zusammen
gedacht, Erkrath ist damit vielen Städten voraus.
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Winterdienst
Die Vorlage der Verwaltung, dass alle Straßen, die bislang „bei
Bedarf“ geräumt und gestreut wurden, nun „ohne Winterdienst“
auskommen sollten, konnte der HFA nicht akzeptieren. Es kann nach
Meinung der BmU nicht die Reaktion auf den harten Winter 2011 sein,
dass die meisten Straßen gar nicht mehr geräumt werden. Absurd und
unzumutbar für die Bürger, die meisten Straßen wären davon
betroffen. Die Verwaltung wurde beauftragt, andere Vorschläge
auszuarbeiten.
Im Namen
der BmU wünsche ich einen guten Sommer, ob in Erkrath oder in der
Urlaubsferne.
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Zur Ratssitzung
vom 29.03.2011
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Thema Max-Planck-Straße Nachdem Bürgermeister Werner und Landrat Hendele (beide CDU) den
Ratsbeschluss, im Bereich der dortigen Wohnbebauung Tempo 30 und ein
LKW-Durchfahrtsverbot zu erlassen, beanstandet und nicht umgesetzt
hatten, hat der Rat mit der Mehrheit aus SPD, Grünen und BmU diese
Beanstandung zurückgewiesen. Wenn es sein muss, wird dieses Thema
vor Gericht (Ratsmehrheit vs. Bürgermeister/ Landrat) ausgetragen,
damit die sich die Situation für die Anwohner merklich bessert.
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Sicherheit für die Eltern: Garantie der OGS-Plätze
Da die neuen Gruppen des Offenen Ganztages mit der Verabschiedung
des Haushaltes gesichert sind, war der Antrag der FDP, dass der Rat
eine Garantie für diese Betreuungsplätze übernehmen solle, zwar
nicht mehr notwendig. Aber symbolisch stimmte der Rat einstimmig
dafür. Für die Kooperation ist das Ganztagsangebot der Grundschulen
immer schon selbstverständlich gewesen. Erstaunlich, dass jetzt auch
die CDU zurückruderte und mitstimmte, in den Ausschüssen hatte sie
ihre Zustimmung nicht gegeben, danach hätten im Sommer viele Kinder
keinen OGS-Platz gehabt!
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Umbau des Hochdahler Marktes
…noch einmal 59.000€ teurer! - Gesamtsumme nun: 1,6 Millionen
Hier haben CDU und FDP viel Geld vergraben, ohne eventuell
günstigere Alternativen überhaupt geprüft zu haben.
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Haushalt 2011:
Stresstest bestanden – Nothaushalt abgewendet
Der wesentliche Punkt dieser Ratssitzung waren eindeutig die
Haushaltsreden der Fraktionsvorsitzenden und die Verabschiedung des
Haushaltes für 2011.
Zur Situation
-Die Aufgaben der Kommunen sind gestiegen (z.B. Kinderbetreuung U3
und OGS), ohne dass sie von Bund und Land komplett gegenfinanziert
sind.
-Die Wirtschaftkrise macht sich bei der Gewerbesteuer erst verzögert
bemerkbar. (2011 -1. Entwurf- nur 16 Mio statt 29 Mio 2006)
-Die Umlagen an Kreis, LVR, VRR, BRWV, u.a. sind enorm hoch (40-50%
des Haushaltes!) und sie steigen i.d.R..
-Die Einnahmen von der Kreissparkasse sind durch die WestLB-Krise
verschluckt worden.
-Die Steuerreform beschert den Kommunen in NRW jährlich ein Minus
von 2,9 Mrd. €. (Das Konjunkturpaket brachte 2,1 Mrd. –das aber nur
einmalig-.)
-Auf die Gemeindefinanzreform warten die Kommunen schon seit Jahren
vergeblich.
-Und dazu noch viele Unwägbarkeiten wie der Landeshaushalt NRW, die
Weltwirtschaft nach den Katastrophen in Japan, die Abwicklung der
WestLB, die Umsetzung gesetzlicher Vorgaben
(Kanaldichtigkeitsprüfungen -Leitungspläne zu städt. Gebäuden fehlen
weitestgehend - mit 400.000€ im Haushalt 2011 veranschlagt – evtl.
Sanierungskosten),…
Es ist momentan kein Leichtes einen Haushalt genehmigungsfähig zu
gestalten. Viele Kommunen befinden sich im Nothaushalt, d.h. sie
werden von der Aufsichtsbehörde gesteuert und freiwillige Leistungen
(Bibliothek, Musikschule, Jugendarbeit, Schülerbetreuung, Zuschüsse
an Vereine usw.) geraten in Gefahr, gestrichen zu werden.
Darum ist es erfreulich, dass dies für Erkrath durch eine
Kombination verschiedener Maßnahmen abgewendet werden konnte.
-Durch Einsparungen (auch wenn die CDU anderes behauptet).
-Durch Anhebung der Hebesätze für die Gewerbesteuer auf 420, für die
Grundsteuer A (Forst-und Landwirtschaft) auf 210 und die Grundsteuer
B auf 420 Punkte. (unpopulär, aber notwendig!)
-Durch die Reduktion der allgemeinen Rücklage.
(Die Ausgleichsrücklage war schon von CDU/FDP in wirtschaftlich
guten Zeiten (2007-2009) von 24 Mio. auf 5 Mio. massiv reduziert
worden.)
In der Öffentlichkeit (es war übrigens kein Bürger zur
Verabschiedung des Haushalts anwesend) und in der Presse wird dies
sehr kritisch begleitet, darum möchte ich auf einige gestellte
Fragen (und Vorwürfe) Stellung nehmen:
Warum wird nicht mehr gespart?
Wenn man sich den Haushalt genau ansieht, so wird an vielen
Stellen gespart: Maßnahmen werden verschoben, Planungen (auch aus
Personalmangel in der Verwaltung) sind aufgeschoben, auf höhere
Zuschüsse wird verzichtet…
Zudem sind viele Ideen und Vorschläge aus Bürgerschaft (u.a.
angeregt durch die BmU-Initiative
www.erkrath-spart.de) und Politik in der Prüfung, vielleicht
ergibt sich hier in Zukunft noch weiteres Einsparpotential.
Allerdings entstehen dadurch auch große Widerstände in der
Bürgerschaft: wenn beispielsweise nur geprüft werden soll, ob man
einzelne Ampeln nachts/ oder ganz abschalten könnte, wird in der
Presse bereits negativ berichtet. Nachdenken muss m.E. aber stets
erlaubt sein.
Im Sinne einer soliden Finanzpolitik hatte die BmU bereits im Sommer
2010 ein 19-Punkte-Programm für die Haushaltskonsolidierung
ausgearbeitet und konnte viele Vorschläge in die aktuelle und
zukünftige Haushaltsplanung einbringen (u.a.: Verbesserung des
Vorschlagwesens zu Einsparungen in der Verwaltung; interkommunale
Zusammenarbeit).
Allerdings muss auch klar gesagt werden, dass die
Einsparmöglichkeiten sehr gering sind, da nur etwa 5% des
Haushaltes (Ausgaben ca. 94 Mio.) überhaupt beeinflussbar
sind! Die größten Posten sind unabänderliche Ausgaben, zu denen die
Stadt verpflichtet ist, so etwa: Umlagen an Kreis (voraus. 24 Mio.),
LVR, VRR, BRWV, Berufskolleg; 4 Mio. an den Fond deutsche Einheit;
0,5 Mio. Krankenhaus-Ausgleichszahlung; Sozialausgaben/Jugendhilfe
(Ergebnis: ca. -6,5 Mio.); Ausgaben für Schulen (Ergebnis: -8 Mio.);
für Kitas (Kosten: 10 Mio., Ergebnis: -4,5 Mio.); u.a.. (Besuchen
Sie doch nächstes Jahr mal die öffentliche Vorstellung des
Haushaltes.)
Und interessant auch, dass die, die „mehr sparen“ fordern (CDU und
FDP), konkret nur wenige Vorschläge einbringen („die Standards sind
nicht haltbar“ – was das aber bedeutet wird nicht gesagt – Angst vor
dem Unmut der Bürger?) und selber in ihrer Regierungsperiode bis
November 2009 die Verschuldung durch den fast vollständigen Abbau
der Ausgleichsrücklage vorangetrieben haben. Auch hätte man damals
an den Kosten für den Umbau des Hochdahler Marktes (1,6 Mio) durch
andere Maßnahmen sparen können.
Wird Geld verschleudert? Z.B. für die Stadteingangsschilder
Seit Jahren wird im Planungsausschuss darüber beraten, wie die
Ortseingänge attraktiver gestaltet werden könnten, übrigens auch von
CDU und FDP angeregt.
Im Rahmen einer Image-Entwicklung für die Stadt Erkrath, die
besonders auch von ortsansässigen Firmen eingefordert wird, wurden
FH-Studenten zu einem Gestaltungswettbewerb geladen. Für diese
–bereits abgeschlossene- Arbeit und als Preisgeld für die Gewinner
wurden im Haushalt 10.000€ eingestellt, nicht die in der Presse
berichteten 40.000!
Gerade im Zuge des Stadtentwicklungskonzeptes ist das Image der
Stadt ein zentrales Thema, ein neues Logo könnte hier sinnvoll sein.
Wenn Sie meinen, dass irgendwo Geld verschwendet wird, so weisen Sie
darauf hin, z.B. unter
www.erkrath-spart.de oder an: BmU, Bergstr. 13.
Warum werden die Steuern (Grund- und Gewerbesteuer) erhöht?
2003 hatte es in Erkrath die letzte Anhebung der Hebesätze gegeben
(damals mit den Stimmen der CDU). Seitdem waren sie konstant
geblieben.
Angesichts der allgemeinen Teuerung, welche auch den Haushalt
Erkraths belasten, kann man die Anhebung als Inflationsausgleich
betrachten. In einer Berechnung seit 1982 konnte BmU-RM R. Hustädt
zeigen, dass die neuen Hebesätze ziemlich genau diesen Ausgleich
erreichen.

Gerade im Sinne der Generationengerechtigkeit ist die Erhöhung zu
vertreten, was wir heute in Anspruch nehmen, sollen nicht unsere
Kinder und Enkel zahlen müssen!
Zudem liegen die neuen Hebesätze nun nur unwesentlich über den vom
Land vorgegebenen „fiktiven Hebesätzen“. Ein Verbleiben bei den
alten Hebesätzen, hätte somit indirekt zu Ausgleichszahlungen
(„Strafzahlungen“) im Gemeindeausgleichsverfahren geführt. Auch
viele andere Kommunen haben ihre Steuern dieses oder letztes Jahr
demnach erhöht oder werden es noch tun.
Die Kooperation aus SPD, Grünen und BmU hat sich die Entscheidung
zur Anhebung nicht leicht gemacht.
Nach einer Klausurtagung und längerer Diskussion haben Fraktion und
Mitgliederversammlung der BmU dieses einstimmig als notwendig für
Erkrath befürwortet. Auch wenn es uns selber weh tut, schließlich
wird auch jeder von uns in Form der Grundsteuer B betroffen sein.
Desweiteren darf nicht unerwähnt bleiben, dass die beschlossenen
Sätze selbst von Bürgermeister Werner (CDU) und Kämmerer Schiefer
vorgeschlagen wurden und der Bürgermeister im Rat mit SPD, Grünen
und BmU für die Anhebung der Hebesätze und den Haushalt 2011
gestimmt hat.
Dass sogar 1 RM der CDU im HFA äußerte, dass „Steuererhöhungen
vielleicht nicht zu umgehen“ seien, zeigt, dass in der CDU die
Notwendigkeit der Steuererhöhung zwar bekannt ist, aus
öffentlichkeitswirksamen Gründen aber die ablehnende-empörte Schiene
gefahren wird.
Warum kann der Haushalt nicht „Eingefroren“ werden (wie es die
CDU fordert)?
(Vorbemerkung: Schon spannend, dass die CDU hiermit
Haushaltsposten zustimmen würde, die sie 2010 noch abgelehnt hatte.)
Zunächst liest es sich gut, die Ausgaben aller Haushaltsbereiche
„einzufrieren“, d.h. nicht mehr Geld als im Vorjahr auszugeben.
Grundsätzlich ist dies auch stets das Bestreben der BmU, nicht mehr
Geld auszugeben.
Allerdings würde ein solcher „Deckel“ dazu führen, dass absolut
nötige Maßnahmen ausbleiben müssten, wie:
-Sanierung der Feuerwache (sie ist z.T. nicht mehr benutzbar)
-Kanaldichtigkeitsprüfungen (gesetzlich vorgeschrieben! – ca.
400.000€)
-Ausbau der U3- und OGS-Betreuung (städt. Anteil an den Kosten)
-Förderung des Demenznetzwerkes der Caritas
-Wochenendangebote für Jugendliche (3000€)
-Linienausweitung des Bürgerbusses (trägt sich fast alleine)
Das kann nicht gewollt sein!
Bestimmte Mehrausgaben sind zudem sinnvoll und der Verzicht wäre
unverantwortlich: so etwa Investitionen, wie in die
Straßenbeleuchtung. In den nächsten 8 Jahren werden 714.000€
investiert (neue sparsame Lampen, Austausch von 25% schadhaften
Masten), dafür kommt es dann zu einer Stromkostenersparnis von
78.000€ jährlich (bei heutigen Strompreisen), längerer Haltbarkeit
der Leuchtmittel, weniger Wartungskosten und einer deutlichen CO2-Reduktion.
Warum werden die Gebiete Kleines Bruchhaus und Neanderhöhe nicht
bebaut? Könnte man dadurch nicht mehr Steuern einnehmen?
An dieser Stelle soll nicht die ganze Diskussion über den Erhalt
der letzten Grünflächen, Umweltschutz, sinkende Bevölkerungszahl,
leerstehende Gewerbeflächen in Nachbarkommunen, u.a. wiederholt
werden.
Nur kurz erwähnt: Von 11.671 Gemeinden in Deutschland steht Erkrath
bezüglich der Bevölkerungsdichte bereits auf Platz 64! Noch vor
Städten wie Karlsruhe, Recklinghausen, Mönchengladbach, Remscheid
oder Augsburg.
Neue Bau- und Gewerbegebiete müssen fiskalisch überprüft werden, ob
sie die Stadt insgesamt nicht sogar mehr kosten (neue Erschließung,
Unterhalt neuer Infrastruktur, Wertverfall anderer Immobilien wegen
Überangebot), auch hier wird das laufende Stadtentwicklungskonzept
(Machen Sie noch mit:
www.zukunft-erkrath.de) hoffentlich zukunftsweisende Vorschläge
machen können.
Hätte man die Planverfahren Kleines Bruchhaus und Neanderhöhe
weiterlaufen lassen, so stünde 2011 noch keine einzige Immobilie und
mit den ersten Gewerbesteuereinnahmen könnte man frühestens 2015
rechnen. Dass CDU und FDP dieses Thema nun in die Haushaltsdebatte
2011 einbringen ist sicherlich taktisch zu sehen, es hätte dem
Haushalt 2011 aber auch rein gar nichts gebracht.
Haben die höheren Strompreise der Stadtwerke etwas mit dem
Haushalt zu tun?
Wer den Zeitpunkt der letzten Erhöhung und die Begründung der
Stadtwerke betrachtet, muss feststellen, dass dies nichts mit dem
Haushalt 2011 zu tun haben kann. Natürlich bringen die Stadtwerke
als Tochter der Stadt ihre Gewinne als Ertrag in den Haushalt ein.
Wer aber behauptet, dass die Preise steigen, damit mehr Geld in den
Stadtsäckel fließen, verkennt, dass die SW sich in einem Wettbewerb
befinden.
Grund für die Preiserhöhung ist laut SW die bundesweite Erhöhung der
Umlagen für regenerativen Strom. Im Vergleich zu vielen anderen
Anbietern, fiel die Erhöhung in Erkrath sogar noch moderat aus.
Tipp: Prüfen Sie mal für sich, ob der „regiostrom“-Tarif der
Stadtwerke für Sie nicht günstiger als ihr alter Tarif ist.
Wie ist die „Empörung“ durch die CDU zu verstehen?
„SPD, BmU und Grüne zerstören systematisch Erkrath“/ „Eltern vieler
Kinder bewusst getäuscht“ (CDU)?
Betrachtet man die Verlautbarungen der CDU in den letzten Wochen mit
etwas Nachsicht, so kann man dies als Taktik und
Aufmerksamkeitshascherei einordnen.
Im Einzelnen kann man sich das anhand der voranstehenden
Stellungnahmen zum Haushalt 2011 vor Augen führen.
An einem konkreten Beispiel soll dies noch einmal deutlich gemacht
werden: So ist CDU-Sprecher M. Hildebrandt auf der Homepage der CDU
und in der Presse „entsetzt“ und „empört“, dass die Kooperation
allein im ASS (Schul-/ Sozialausschuss) 143.399€ mehr ausgeben würde
als ursprünglich im 1. Entwurf vorgesehen.
Was hier verschwiegen wird, ist, dass allein 125.000€ auf
unabwendbare Mehrkosten für das Toni Turek Stadion entfallen (davon
satte 41.000 externe Planungskosten, da die Verwaltung keine
Kapazitäten hat). Würde sich die CDU mit ihrem
„Einfrier-Spar-Vorschlag“ durchsetzen, hieße das: Stilllegung der
Baustelle, weiterhin keine/eingeschränkte Nutzung für die Sportler
sowie Gefährdung der Mittel aus dem Konjunkturpaket.
Zu den durch die CDU kritisierten Mehrausgaben gehören dann auch so
„empörende“ Dinge, wie 5000€ für die weitere Planung des neuen
Jugendhauses in Hochdahl (was selbst durch einige CDU-Ratsmitglieder
sonst sehr unterstützt wird), 2900€ (100€ pro Gruppe) für
zusätzliches Spielmaterial für Kita-Gruppen (besonders U3-Bedarf),
1600€ für Schulwegepläne (sicherere Schulwege), 5000€ für das
Kinder-Förder-Projekt Singpause in den Grundschulen (sehr
erfolgreich in Düsseldorf)…
Und an anderer Stelle tut die CDU dann so, dass die OGS-Betreuung in
Gefahr geriete, neue OGS-Gruppen geschlossen würden, wenn es zum
Nothaushalt käme. – Ein unglaublicher Unsinn! - Wenn die CDU
ausführt, SPD, Grüne, BmU hätten „Eltern vieler Kinder bewusst
getäuscht“, so ist dies nicht nur einfach falsch, sondern auch eine
Unverschämtheit, welche das momentane Niveau der Erkrather CDU
zeigt.
Man muss sich die Frage stellen: Wer täuscht hier wen?
-Variante A: Die CDU hat das mit den OGS-Plätzen nicht so ganz
verstanden. -Variante B: Die CDU will es nicht so ganz verstehen…
Fakt ist allerdings, dass alle nötigen Betreuungsplätze im Sommer
geschaffen werden! Auch in Zukunft wird die BmU alles dafür tun,
dass die benötigten Plätze eingerichtet werden können.
Schade, dass man solche in ihrer Art unfairen Vorwürfe in der Presse
lesen muss, ohne dass die Gegenposition ausreichend Gehör findet.
Die Politik in Erkrath hätte besseres zu tun, als sich gegenseitig
zu „empören“, immer wieder gibt es Hoffnungsschimmer, dass man
fraktionsübergreifend zu gemeinsamen und vernünftigen Lösungen
kommen kann. Es wäre doch so wichtig, wenn sich alle politischen
(wie gesellschaftlichen!) Kräfte z.B. konstruktiv dem
Stadtentwicklungskonzept widmen würden!
Mit den besten Grüßen und guten Wünschen für Erkrath,
Ihr
Christian Ritt
[Nähere Ausführungen zum Haushalt finden Sie in der Haushaltsrede
von Bernhard Osterwind unter www.bmu-erkrath.de]
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Diverses außerhalb des Rates:
Werden bald Ampeln abgeschaltet (Wie in der Presse zu lesen z.B.
am Rosenhof)? / Kommt jetzt überall Tempo 30?
Kurz gesagt:
Es gibt im Rahmen von Einsparungsvorschlägen einen Prüfauftrag des
PlUV an die Verwaltung, ob einzelne Ampeln nachts abgeschaltet und
ggf. sogar ganz entfallen könnten. Niemand hat aber bereits etwas
beschlossen (z.B. zur Ampel am Rosenhof), auch wenn die
Überschriften der Zeitungen anderes vermuten ließen. Die Ergebnisse
der Prüfung werden dann zu Beratungen führen. Darüber nachdenken
muss doch möglich sein.
Gleiches gilt für die Tempo 30-Diskussion, an drei Abenden in
Unterfeldhaus, Erkrath und Hochdahl werden mit den interessierten
Bürgern drei verschiedene Konzept-Möglichkeiten diskutiert.
Beteiligen Sie sich an den Diskussionen (zu allen Themen). Sie
können oft mehr beeinflussen, als sie denken.
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Zur Ratssitzung
vom 03.02.2011
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Sparen?!
Zu Beginn der Sitzung beantragte die CDU, dass man einige bereits
2010 beschlossene und geplante Projekte aus Gründen des Sparens
nicht durchführt, darunter u.a. der Ausbau bzw. die Renovierung der
Spielplätze im Stadtgebiet oder etwa für die Neugestaltung der
Außenanlagen und Spielgeräte an der Grundschule Unterfeldhaus (nach
erfolgter Gebäudesanierung auch notwendig).
Gerne präsentiert sich die CDU in diesen Tagen als „die“ Sparpartei
in Erkrath. So konnte man im Vorfeld der Ratssitzung vollmundig die
Aufregung der CDU in der Presse bezüglich der Haushaltsberatungen im
Jugendhilfe- sowie Schule- und Sozial-Ausschuss hören, bei der –im
Vergleich zum Gesamthaushalt- kleine Ausgaben wie: 100 € zusätzlich
pro Kindergartengruppe für Spielmaterialien, 1600 € für die
Fortsetzung des Schulwegeplans, 5000 € für das pädagogisch sinnvolle
Projekt „Singpause“ an Grundschulen oder 3000 € für Angebote der
Jugendeinrichtungen an Wochenenden aus Sicht der CDU offensichtlich
die Genehmigungsfähigkeit des Haushaltes gefährden. Unverständlich
für mich, dass die CDU selbst 5000 € für die weitere Planung des
Jugendheimneubaus am Skaterpark/Hochdahlhaus (zur Kostenermittlung)
ablehnt, wobei sich doch gerade auch einige CDU-Mitglieder
öffentlich sehr dafür einsetzen.
So sehr auch gerade die BmU seit ihrer Gründung (vor 22 Jahren)
immer wieder auf die Notwendigkeit des Sparens hingewiesen hat,
sollte doch stets differenziert werden, in welchem Kostenrahmen und
in welchem Nutzen angedachte Maßnahmen stehen.
Aus Sicht der BmU sind die oben genannten Projekte im Bereich
Kindergarten, Kinderspielplätze, Schule und Jugendarbeit sinnvoll
und die Kosten vertretbar.
Und betrachtet man die Vergangenheit, so sind insbesondere CDU und
FDP während ihrer Ratsmehrheit nicht mit sparsamen Beispiel
vorangegangen: so wurden große Teile der Haushaltsrücklage bereits
in wirtschaftlich guten Jahren aufgebraucht oder über 1,6 Millionen
Euro für die Umgestaltung des Hochdahler Marktes eingesetzt.
Erkrath braucht 2011 die ehrliche Anstrengung aller, den Haushalt
genehmigungsfähig zu machen, keine Taktierereien in der Presse.
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Das
Mülldesaster während der Schneechaos-Tage war auch heute wieder
Thema.
Interessant, dass gerade ein CDU-Ratsmitglied das „Geschrei“
hinsichtlich der oft nicht geleerten Tonnen über einige schneereiche
Tage nicht verstehen konnte, zumal gerade sein Pressesprecher dieses
Geschrei in der Presse erst losgetreten hatte.
Ganz sachpolitisch wurde nun die Verwaltung durch eine große
Mehrheit im Rat beauftragt, mit den Entsorgungsunternehmen über
Verbesserungen und Vertragsmodifikationen zu verhandeln. Das gelingt
dann hoffentlich ohne viel Geschrei…
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Gegen
Stimmen aus der BmU-Fraktion und einer Stimme aus der SPD wurden für
2011 drei verkaufsoffene Sonntage in Unterfeldhaus genehmigt.
Aus meiner Sicht untergräbt jeder Konsumsonntag die Errungenschaft
des Ruhetages. Auch wenn sonntags bereits einige zu arbeiten haben,
muss dies nicht noch weiter ausgedehnt werden. Ich habe auch so
genügend Gelegenheiten zum Shoppen, einen Tag möchte ich in Ruhe mit
Familie und Freunden verleben.
Diese Sitzung war eine der
kürzeren des Jahres, die nächste zum Haushaltsplan wird deutlich länger
und hitziger ausfallen. Kommen Sie doch mal vorbei: am 29. März um 17:00
in der Stadthalle Erkrath.
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Zur Ratssitzung vom
16.12.2010
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Hauptpunkt der letzten Sitzung des Rates im Jahr 2010 war die
Einbringung des Haushaltsplanentwurfes für 2011.
Auch der Haushalt 2011 wird trotz der Konjunkturverbesserung im
Zeichen der Wirtschaftskrise stehen, da die Gewerbesteuer erst mit
Verzögerung fließt. Im Vergleich zu 2007 hatten wir 2008 ein Minus
von 8 Millionen, 2009 von 13 Millionen und 2010 von voraussichtlich
ca. 6 Millionen Euro. Und das wird 2011 wohl auch so sein.
Zudem kann Erkrath vermutlich nicht auf höhere Einnahmen durch den
Anteil an der Einkommenssteuer hoffen. Schlimmer noch: Erkrath wird
durch die Kreisumlage mit 2,2 Millionen mehr belastet werden,
prognostiziert war 2010 mal eine Entlastung von 1 Million. Bei
steigenden Kosten und bei vielen festen, gesetzlich vorgeschriebenen
Ausgaben (Schule, Kinderbetreuung, Soziales,…) ergibt sich ein
gewaltiges Loch: 13,3 Millionen Euro wird die Verringerung der
Ausgleichsrücklage 2011 betragen, die Ausgleichsrücklage ist
mittlerweile vollständig aufgezehrt, und das hauptsächlich noch in
wirtschaftlich guten Zeiten durch die alte Mehrheit von CDU und FDP.
Der Rat ist gefordert –sinnvollerweise in Zusammenarbeit aller
Fraktionen-, ein Haushaltssicherungskonzept auf den Weg zu bringen
und das richtige Maß an Sparmaßnahmen und ggf. Steuererhöhungen zu
finden, um das Abgleiten in den Nothaushalt zu vermeiden. In diesem
Fall wären alle freiwilligen Leistungen der Stadt nicht mehr zu
gewährleisten, nur noch gesetzlich vorgeschriebene oder vertraglich
zugesagte Leistungen dürften ausgezahlt werden. Die Stadt hätte
keinen Handlungsspielraum mehr.
Unter
www.erkrath-spart.de können auch Sie Vorschläge einbringen.
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Der Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes am Bahnhof Erkrath
hat die BmU zugestimmt, da hier keine Konkurrenz zur Produktpalette
der Bahnstraße gesehen wird, die Bewohner von Alt-Erkrath-West eine
gut erreichbare Einkaufsmöglichkeit erhalten und endlich eine
Verwendung für die lange nicht genutzte Fläche gefunden wird.
Strittig war allerdings, ob der Investor eine Photovoltaik-Anlage
auf das Dach setzen soll, wozu dieser auch bereit wäre. Von Seiten
der FDP wurden unhaltbare Thesen und Zahlen eingebracht, die von vor
über 10-15 Jahren stammten, u.a.: sie würde sich in Deutschland nie
lohnen, eine solche Anlage würde in der Herstellung mehr
Kohlendioxid produzieren, als sie im Betrieb einspart (richtig ist
aktuell: sie hat in 2-3 Jahren die Energie zur Herstellung wieder
eingespielt). Sicher ist Solarstrom im Vergleich zu anderen
regenerativen Energiequellen verhältnismäßig teuer, aber einerseits
ist er im innerstädtischen Bereich eine verfügbare Möglichkeit der
erneuerbaren Stromgewinnung und andererseits zeigt die
Preisentwicklung durch Innovationen stetig nach unten. Gerade
deutsche Unternehmen verdienen in diesem Bereich gut, eine von der
FDP für Erkrath geforderte Photovoltaik-Blockade wäre da mehr als
kontraproduktiv.
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Die Verhandlungen mit dem Landesbetrieb Straßen NRW im Rahmen des
Lärmaktionsplanes gehen weiter. Klare Zusagen gibt es allerdings
(noch) nicht.
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Schade für Hochdahl ist, dass der Bio-Wochenmarkt nach
Alt-Erkrath umziehen wird. Dem Wunsch der Händler wollte sich der
Rat aber nicht verschließen.
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Bezüglich der Umbauplanungen der DB am Bahnhof Hochdahl hat
der Rat der Verwaltung den Auftrag gegeben, Verhandlungen zu führen,
dass die Bahn ihre Pläne in einigen Punkten deutlich verbessert:
Verlängerung des Daches, Verbreiterung der Unterführung,
Fahrgastinformationssystem, Notrufsäulen und Verlegung der
Fahrradständer aufgrund der neuen Rampe. Auch muss darauf hin
gewirkt werden, dass der Schrankenübergang solange für Fußgänger,
Radler u.ä. geöffnet bleibt, bis die neue Rampe (im Süden) fertig
gestellt ist.
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Ein Wort hier noch zu den Presseartikeln der letzten Zeit, in
denen der BmU insbesondere von den Grünen Verstöße gegen
Kooperationsvereinbarungen vorgeworfen wird: Dazu muss festgestellt
werden, dass es in den Kooperationsgesprächen bezüglich der
Grundschulsituation nie eine Vereinbarung (das Kooperationspapier
finden Sie auch auf unserer Homepage) gegeben hat. Eine Vereinbarung
vom September 2010 (Verbund bei unter 18 Anmeldungen an der
Bavierschule, ansonsten Eigenständigkeit) hatten übrigens die Grünen
unmittelbar und einseitig gekündigt.
Auch ist die BmU nicht auf die Seite von CDU und FDP gewandert, ganz
im Gegenteil: Lange –und eigentlich für alle bekannt- hatte nur die
BmU die Verbundlösung für die GS Falkenstraße und GS Bavierschule
gefordert, da sie diese –wie an anderer Stelle hinlänglich
erläutert- insgesamt für die Grundschulsituation in Alt-Erkrath
sachpolitisch für notwendig erachtet. Nachdem im Mai CDU und FDP
noch gegen den BmU-Antrag gestimmt hatten, kam erst im September der
Schwenk hin zur BmU-Position.
Vielleicht sind die Vorwürfe gegen die BmU bereits Wahlkampf oder
eventuell fehlerhafte Recherche, wie ein jüngster Vorwurf in der
Presse, dass einzelne Personen der BmU „in Form und Stil immer
wieder die Grenzen des guten Miteinanders überschritten“ hätten.
Dazu nur kurz gesagt: Nicht alles, was in der Zeitung steht, ist
auch richtig.
Abschließend möchte ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und einen
guten Start in 2011 wünschen.
Auf dass der Rat einen Nothaushalt noch einmal abwenden kann.
Mit der Bitte an Sie: Bringen Sie sich in die Haushaltsberatungen
sowie das Stadtentwicklungskonzept ein – Machen Sie mit!
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Zur Ratssitzung und des
Schulausschusses vom 02.11.2010
1.)
Hauptthema war die Zukunft der städtischen Grundschulen Falkenstraße
und Bavierschule in Alt-Erkrath.
Die
Zukunft der Bavierschule steht seit Jahren auf der Kippe, da die
Anmeldezahlen stets nur knapp über der Mindestanzahl von 18 lagen (für
2010/11: 18; 2011/12: vorauss. 20/ die Richtzahl für Grundschulklassen
beträgt 24) und die Bezirksregierung unmissverständlich die Auflösung
(auslaufend auf 3 Jahre als „Dependance“ der Falkenstraße) angekündigt
hat, sobald weniger als 18 Anmeldungen vorlägen.
Aus
Sicht der BmU ist der Standort in Erkrath-Mitte unbedingt zu sichern. Um
dieses zu erreichen, plädierte die BmU seit langem für den „Verbund“
zwischen den beiden städtischen Grundschulen in Alt-Erkrath. Eine Lösung
des Problems, die auch von der Erkrather Schulverwaltung und der
Bezirksregierung in Düsseldorf als schulorganisatorisch und pädagogisch
sinnvoll unterstützt bzw. gefordert wurden.
Sicherlich kann man immer über den Zeitpunkt einer solchen Entscheidung
streiten, irgendwie ist er nie „richtig“. Die BmU geht, wie die
Schulvertreter der Bavierschule, aber davon aus, dass man den Verbund so
früh und langfristig wie möglich beginnen sollte, damit endlich Ruhe
einkehrt und die betroffenen Eltern sehen, dass der Grundschulstandort
in der Mitte von Alt-Erkrath gesichert ist. Von Vorteil im Verbund ist
zudem, dass der Fachunterricht und Vertretungen an der kleineren
Bavierschule somit besser gewährleistet werden können.
Die
Debatten im Schulausschuss und im Rat waren hitzig und nicht immer fair.
Leider stößt die Verbundlösung bei der Falkenstraße auf starken
Widerstand. Dieser ist einerseits zu verstehen, da natürlich Arbeit auf
das Kollegium und die Elternvertretung zukommt. Andererseits wird dabei
allerdings ausschließlich die eigene Seite betrachtet und das Problem
der Bavierschule ausgeblendet. Unangemessen beispielsweise die offene
Drohung einer Elternvertreterin, dass die Falkenstraße die Bavierschule
in der Schulkonferenz überstimmen würde. Zumal niemand die Falkenstraße
von ihrem Konzept der Montessori-Pädagogik abbringen will.
Die
CDU hatte besonders in der Presse die BmU-Position der
Verbundlösung lange bekämpft und sogar unterstellt „Osterwind will die
Bavierschule schließen“. Dass sie nun doch für den Verbund eintritt,
begründete RM Hildebrand übrigens damit, dass man sich in der CDU jetzt
mit der Materie auseinandergesetzt hätte.
Und
die FDP, nachdem sie in der Presse der letzten Wochen für Verwirrung und
Falschmeldungen gesorgt hatte (die Falkenstraße würde nun dem Verbund
zustimmen), orientierte sich dann auch an der veränderten Position der
CDU, ein nicht unbekanntes Verhalten der FDP in Erkrath.
Im
September hatte die BmU im Rat mehrheitlich für die Verschiebung
der Entscheidung über die Verbundlösung gestimmt, um das kurz
bevorstehende Anmeldeverfahren an den Grundschulen Ende Oktober nicht
unnötig zu erschweren. Das hatte also nichts mit „Umfallen“ zu tun, wie
es die CDU verlautbarte.
Nach
Beendigung des Verfahrens ist die BmU der Auffassung, dass die
Stadt als Schulträger die Verantwortung übernehmen und handeln muss, und
hat deswegen einstimmig im Ausschuss und Rat dem Verbund zugestimmt.
Weiteres Abwarten (z.B. auf den noch zu erstellenden
Schulentwicklungsplan) hätte dazu geführt, dass man spätestens für das
übernächste und ggf überübernächste Schuljahr wieder um die Bavierschule
hätte zittern müssen.
Jetzt
sind die LehrerInnen und Elternvertreter beider Schulen an der Reihe,
miteinander ins Gespräch zu kommen und fair einen gemeinsamen Weg zu
finden, der beiden Standorten die eigene pädagogische Ausrichtung lässt,
das ist ohne Frage möglich. Zudem ist die Schulaufsicht gefordert, die
Schulen in der Bildung des Verbundes zu unterstützen.
Der
zukünftige Schulentwicklungsplan wird dann später erweisen, wie viele
Grundschulen in Alt-Erkrath neben der katholischen Johannesschule
bestehen bleiben können. Auch hier dürfte es von Vorteil sein, wenn die
Grundschulen Falkenstraße und Bavierschule schon heute enger
zusammenwachsen.
2.)
Erwähnenswert dann noch die Debatte im Rat über die Waldrandkontrolle
und anstehende Baumfällaktionen. Mit Sicherheit hätte diese
kürzer ausfallen können, wenn sich nicht wieder einige Ratsmitglieder
vor den anwesenden besorgten Bürgern hätten populär profilieren wollen.
Der Rat konnte sich schließlich auf die Position einigen, die auch die
BmU vertrat, dass Bäume zur Verkehrssicherung nur dann
unverzüglich zu fällen sind (mit Dokumentation), wenn Gefahr im Verzug
ist und weitere Bäume vor dem Fällen dem PlUV zur Entscheidung vorgelegt
werden müssen.
Die
BmU regte zudem an, die Art und Weise des Fällens von Bäumen in Erkrath
zu überdenken. Ein für Nachbarbäume schonenderes Verfahren per
Hebebühne, welches nicht kostensteigernd ist, solle geprüft werden.
3.)
Bezüglich der Satzung über den Ausbau des Hochdahler Marktes
konnte die BmU neben SPD und Grünen nicht zustimmen. Dass 2/3 der
Umbaufläche (Gesamtkosten 1,6 Millionen €) nun von den Anwohnern zu 60%
mitfinanziert werden sollen, ist zwar laut Kommunalordnung
vorgeschrieben, zeigt aber noch einmal die Politik der zurückliegenden
CDU- und FDP-Mehrheit. 1.000.000€ muss die Allgemeinheit und 600.000€
müssen die Anwohner aufbringen, damit man ein Prestigeprojekt umsetzen
konnte. Selbst die Prüfung einer kostengünstigeren Sanierung war von CDU
und FDP immer verhindert worden, bei welcher übrigens die Anwohner nicht
beitragspflichtig gewesen wären.
Und
wenn man dann nach kurzer Zeit bereits die Probleme mit dem neuen
Pflaster sieht –es verschmutzt offensichtlich sehr leicht- , dann kann
ich nur noch mit dem Kopf schütteln.
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Zur Ratssitzung vom 07.09.2010
Nach der
Sommerpause erwartete den Rat eigentlich keine große Tagesordnung.
Die meisten
Punkte (Graffitibeseitigung, Genehmigung einer
Dringlichkeitsentscheidung zum Konjunkturpaket II, Ermöglichung der
Planung eines Lebensmitteldiscounters auf der Brachfläche am Bahnhof
Erkrath, Erhebung von Vergnügungssteuer auf „sex. Dienstleistungen“)
konnten schnell und ohne Gegenstimmen bearbeitet werden.
Allerdings kam
es in der Frage GGS Bavierschule und GGS Falkenstraße zu einer
Debatte -mit Sitzungsunterbrechung- von etwa zwei Stunden.
Für den Versuch
von Grünen und SPD diesen TOP schon zu Beginn der Sitzung von der
Tagesordnung zu nehmen, da kein Beratungsbedarf bestünde, gab es keine
Mehrheit.
Anlass der
erneuten Debatte war ein Schreiben der Bezirksregierung als obere
Schulaufsicht, in dem diese deutlich macht, dass sie die Situation nicht
mehr „dulden“ wird und bei einen Verfehlen der Anmeldegrenze von 18
Kindern an der GGS Bavierschule diese schließen würde. Bedeutet: Wenn
der Rat der Stadt Erkrath nicht handelt, geht er das Risiko ein, dass
die Bavierschule verloren geht, ohne noch reagieren zu können.
Die BmU machte
noch einmal ihre Position deutlich, dass sie grundsätzlich den
Verwaltungsvorschlag unterstützt, einen Schulverbund zwischen
Falkenstraße und Bavierschule herzustellen, um für alle Alt-Erkrather
Grundschulen eine stabile Lehrerversorgung zu ermöglichen und alle
Standorte zu sichern. Dieses wird auch von der Eltern- und Lehrerschaft
der Bavierschule ausdrücklich gewünscht.
Nachdem die alte
Ratsmehrheit 3 Jahre das Problem Zukunft der Bavierschule aufgeschoben
hatte, ist es schon erstaunlich, dass die CDU –mit der FDP im
Schlepptau- nun auch in diese Richtung votiert, obwohl sie im Frühsommer
noch in der Presse über die BmU-Position hergezogen und unrichtig
behauptet hatte, dass durch einen Verbund, Grundschüler aus Alt-Erkrath
gezwungen sein könnten, nach Unterfeldhaus oder Hochdahl pendeln zu
müssen. Womöglich haben die CDU-Spitzen nun endlich verstanden, was
„Verbund“ bedeutet, auch wenn einige Redebeiträge von
CDU-Ratsmitgliedern zeigten, dass der Unterschied zwischen Verbund und
Dependance-Lösung (-die Bavierschule als Dependance würde die Schließung
nach spätestens 3 Jahren bedeuten-) immer noch nicht von jedem
verstanden worden ist.
Ich habe
Verständnis für die Eltern und LehrerInnen der GGS Falkenstraße, welche
Nachteile für sich in der Kooperation sehen und diese daher vehement
ablehnen. Die dort erfolgreich eingesetzte Montessori-Pädagogik wäre vom
Verbund allerdings auch nicht in Gefahr, beide Grundschulen würden sich
in der Schulkonferenz ein gemeinsames Programm geben, das durchaus auch
den Regelbetrieb an der Bavierschule (ohne Montessori) zulassen würde:
alles alleine eine Entscheidung der Eltern und Lehrer beider Schulen!
Insofern kann
ich die starre Haltung von Grünen und SPD nicht verstehen, auf die
Eigenständigkeit beider Schulen zu bestehen; vielleicht ist da doch zu
viel persönliche Betroffenheit, eine Ratsfrau der Grünen ist Lehrerin an
der Falkenstraße.
Nach langen
Diskussionen hat die BmU mehrheitlich dem Vorschlag zugestimmt, vor
einer Einführung des Verbundes noch das nächste Anmeldeverfahren
abzuwarten. Weil dieses schon im Oktober erfolgt, hätte eine
Entscheidung zum Verbund zum jetzigen Zeitpunkt das Anmeldeverfahren für
die Betroffenen –nach Aussagen der GGS Falkenstraße- unzumutbar
verkompliziert.
Ich wollte
zusammen mit einem BmU-Kollegen diesen erneuten Aufschub nicht mitgehen,
wir hätten uns eine zügigere Entscheidung gewünscht. – Bei der BmU
herrscht kein „Fraktionszwang“!
Aber
aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben!
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Zur Ratssitzung vom 29.06.2010
-
Nachdem die BmU die
Beteiligung Erkraths am Wettbewerb bezüglich des Masterplans
Neandertal in der Fraktion kontrovers diskutiert hatte, sind wir
trotz der starken Kürzungen, u.a. auch im Bereich des
Umweltbereiches, zu dem Entschluss gekommen, dass die Beteiligung am
Wettbewerb sinnvoll ist. 80% Förderung durch die EU können bei
erfolgreicher Teilnahme erzielt werden. Erkrath hätte (nur) einen
Festbetrag von 100000€ zu zahlen und könnte von einer Aufwertung
des Neandertals, u.a. durch Tourismus und für die Naherholung
der Erkrather Bürger profitieren. In der jetzigen Lage auch eine
Chance der Wirtschaftsförderung, die man ergreifen sollte, ohne dass
das Neandertal dabei aber ökologisch Schaden nimmt, die geplanten
Eingriffe sollten moderat sein.
-
Traurig, dass die
Albert-Schweitzer-Schule (Hauptschule) in Alt-Erkrath nun in die
Auflösung geht. Obwohl dort eine sehr gute pädagogische
Arbeit läuft, der Ganztagsbetrieb schon sehr lange etabliert ist und
die Schüler durch Kooperationen mit regionalen Betrieben intensiv
auf das Berufsleben vorbereitet werden, gibt es für die neue 5.
Klasse nur noch 15 Anmeldungen statt der nötigen 18. Die Schüler der
bestehenden (höheren) Klassen können aber voraussichtlich noch in
den nächsten Jahren ihren Abschluss dort erwerben. Es passt leider
in den Trend, dass die Hauptschulen überall sterben, im Kreis gibt
es nur noch 11. Mal sehen, was da die Politik der möglichen neuen
Landesregierung bringt.
-
Eindeutig das Votum bezüglich
des A3-Lärms: ein Gutachter wird eingeschaltet, um die
Aussagen von Straßen NRW zu prüfen, dass eine neue -noch in der
Erprobung befindliche- Art von Splitmastix-Fahrbahnbelag ebenso eine
starke Lärmreduzierung bewirken könnte. Nachdem Erkrath schon einmal
mit einen „Flüsterasphalt“ schlechte Erfahrungen gemacht hat, der
sich dann als wenig flüsternd, sondern im Gegenteil als „singend“
herausstellte, verlangt der Rat nun eine erprobte Lösung, den Lärm
zu reduzieren. So ist m.E. der neue Splitmastix schon deswegen
abzulehnen, da er den Lärm von LKWs kaum mindert.
-
Endgültig wird nun das
Betreuungsgeld für Tagesmütter und -väter auf 4 € pro Kind und
Stunde gegen die Stimmen von CDU und FDP angehoben. Im Vergleich mit
anderen Kommunen zeigt sich, dass eine faire Bezahlung der
Kinderbetreuung auch in Erkrath an der Zeit ist. Außerdem ist
Erkrath darauf angewiesen, dass sich genügend Tagespflegekräfte zur
Verfügung stellen, um die U3-Betreuung außerhalb von
Kindertagesstätten überhaupt gewährleisten zu können. Für die
bisherigen 3 € sind Erkrather Tagesmütter von Tagesmüttern aus
Nachbargemeinden sogar ausgelacht worden, traurig.
-
Auf Antrag der BmU hin wird
die Bezirksregierung aufgefordert, einerseits die Situation der
Sickerwässer der Deponie Hubbelrath zu klären und diese
andererseits flächig abzudichten.
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Gegen CDU und FDP schließt
sich der Rat einer Stellungnahme der deutschen Umwelthilfe (www.duh.de)
an, welche den Landesentwicklungsplan mit dem Neubau von
Kohlegroßkraftwerken in NRW ablehnt. Erkrath wäre direkt von
einem Neubau in Düsseldorf betroffen: zum einen durch
Schadstoffeintrag und zum anderen durch Konkurrenz für die
regionalen Stadtwerke.
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Und noch einmal ist der
Hochdahler Markt teurer geworden: insgesamt kostet der Umbau nun
über 1,6 Millionen Euro. Nach der Wahl waren es (plötzlich)
200000 € und während der Bauphase wurden es noch einmal 145000 €
mehr.
Die BmU hatte sich lange Zeit für die Prüfung von günstigeren
Sanierungsmaßnahmen eingesetzt. Die alte CDU/FDP-Ratsmehrheit hatte
aber schon die Prüfung an sich abgelehnt. Der kostenintensive
Totalumbau und die ständigen Verteuerungen zeigen insgesamt eine
unseriöse Finanzpolitik der alten Mehrheit.
Interessant auch, dass H. Schmidt von der CDU in der letzten
Ratssitzung BmU-Stadtrat Cüppers vollmundig vorwarf, er hätte keine
Ahnung, als dieser weitere Kostensteigerungen prognostizierte. W.
Cüppers hat (leider) recht behalten!
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Die Flächen Neanderhöhe und
Kleines Bruchhaus sind nun erst einmal für die nächsten Jahre
als landwirtschaftliche Grünflächen gesichert. Baugebiete an diesen
Standorten wären angesichts des Bevölkerungsrückgangs nicht
notwendig und ein schwerer Eingriff in Landschaft und Natur.
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Spannend die Informationen
über den Umlegungsausschuss. Da gibt es über Jahre einen
Ausschuss –für die Umlegung von Grundstücken-, der so gut wie nie
getagt hat (wohl in den letzten 8 Jahren eigentlich nie), aber
seinem Vorsitzenden und Stellvertreter monatlich 170 bzw. 100,- €
als Entschädigung bezahlt.
Finanzpolitischer Irrsinn. Die Verwaltung soll nun prüfen,
inwieweit eine interkommunale Zusammenarbeit mit Nachbarstädten oder
eine Bezahlung nur bei tatsächlichem Aufwand möglich sind.
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Positiv die Entwicklung bei
der Beschaffung der neuen Feuerwehrdrehleiter: nachdem eine
mögliche Kooperation mit anderen Städten bereits eine Preisreduktion
gebracht hätte, konnte die Feuerwehrleitung durch intensive
Bemühungen nun ein Angebot eines Messe-Vorführmodells für 450.000 €
einholen. Noch einmal etwa 100.000 € gespart. Vorbildliche
Arbeit!
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Zur Ratssitzung vom 11.05.2010
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Zunächst wurde die Verleihung des Bürgerpreises an den
Freundeskreis für Flüchtlinge und die ev. Kirchengemeinde Hochdahl
vorgenommen, da beide 2009 erfolgreich die Abschiebung einer
gefährdeten Asylbewerberfamilie verhindert hatten. Dem durch den
Direktor des Gymnasiums Hochdahl unterbreiteten Vorschlag, diesen
beiden Institutionen den Bürgerpreis zu verleihen, ist die BmU
gerne gefolgt.
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Die Beratungen zum Erhalt der Bavierschule brachten leider
keine neuen Erkenntnisse. Ganz im Gegenteil, die Hoffnung, dass ein
Verbund von GS Bavierschule und GS Falkenstraße evtl. eine
Ausnahmegenehmigung zur Weiterführung der Bavierschule auch nur mit
17 Kindern in 2010/11 bringen könnte, wurde von der Bezirksregierung
schon im Voraus zerschlagen. Wird kein 18. Kind angemeldet, wird die
Bavierschule wohl keine neue erste Klasse erhalten und über 3 Jahre
von der Bezirksregierung aufgelöst. Ein Trauerspiel, dass eine
Schule zentral in Alt-Erkrath, mit guter Arbeit und ausreichenden
OGS-Plätzen womöglich verloren geht. Aber die Landesgesetze geben es
nicht anders her. Fatal auch, dass Erkrath erst jetzt einen neuen
Schulentwicklungsplan erhält, in den vergangenen Jahren war dieser
nicht erneuert worden.
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Hochdahler Markt
wird noch einmal 70.000€ teuerer:
Ursprünglich mit 1,2 Mio kalkuliert, kann man nach einigen schon
erfolgten Erhöhungen mittlerweile von Kosten von 1,5 Mio € ausgehen.
Selbst die CDU musste einräumen, dass man knapp gerechnet und zu
wenig „Spielraum“ veranschlagt hatte. Das war wohl vor der
Kommunalwahl auch nicht anders möglich…
Der Rat beauftragte die Verwaltung, Einsparungen in der genannten
Höhe zu prüfen.
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Der wesentliche Punkt der heutigen Sitzung war die
Haushaltsberatung 2010:
(zur Haushaltsrede von B. Osterwind, BmU)
So konnte nun heute endlich ein genehmigungsfähiger Haushalt
zusammen mit SPD und Grünen verabschiedet werden, ein Nothaushalt
konnte so verhindert und somit der Handlungsspielraum für die Stadt
bewahrt werden: so können z.B. nun endlich die neuen Gruppen der OGS
(Offenen Ganztagsschule) gebildet werden. Im Nothaushalt wäre diese
sogenannte „freiwillige“ Leistung einer Kommune nicht mehr möglich:
Eltern und Kinder müssten auf die Nachmittagsbetreuung verzichten.
Auch andere Dinge wären dann in Gefahr: Bibliotheken,
Kulturangebote, Jugendangebote, Sportplätze, Schulfinanzen usw.
Angesichts der durch die Wirtschaftskrise eingebrochenen
Steuereinnahmen sind 2010 trotzdem verschiedene Sparmaßnahmen
notwendig, so können z.B. die Schulgebäude nicht in dem Maß saniert
werden, wie es wünschenswert wäre. Auf (Grund-) Steuererhöhungen,
wie in vielen anderen Kommunen, konnte allerdings verzichtet werden,
indem der Gewinn der Stadtwerke, eine städtische Tochter, eingesetzt
werden konnte.
Insofern Bund und Land die Finanzierung der Kommunen nicht
grundlegend verbessern, werden auch die zukünftigen Haushalte mehr
als schwierig werden. Warum wird den Städten, welche die Regelungen
des Bundes und des Landes umsetzen und finanzieren müssen
(Bildungspolitik, Sozialpolitik usw.) nicht so geholfen, wie Banken,
Hoteliers oder Griechenland?
Interessant wäre es auch, zu erfahren, wie CDU und FDP es in Erkrath
machen würden: Dieses Jahr lehnten beide, welche 2009 noch das 1,5
Millionen-Projekt Hochdahler Markt verabschiedet hatten,
populistisch viele Sparvorschläge und für die nächsten Jahre
Gebührenerhöhungen und Steuererhöhungen gänzlich ab. Wie so ein
genehmigungsfähiger Haushalt rauskommen sollte, erscheint mir
fraglich. Die ständig durch die alte Mehrheit bemühten Einnahmen
durch Neubaugebiete, welche von uns aus demographischen und
ökologischen Gründen gestoppt worden sind, wären da auch nur ein
kleiner Tropfen.
Dass Bürgermeister Werner und seine CDU im Vorfeld kritisierten,
dass SPD, Grüne und die BmU keine Sparvorschläge gemacht hatten, ist
schon abenteuerlich. Zumal die Verwaltung unter Werner dem Rat
bislang 2x einen nicht-genehmigungsfähigen Haushalt präsentiert
hatte und somit ihrer eigentlichen Verpflichtung nicht nachgekommen
war.
Hanebüchen der Vorwurf der FDP, dass die „Krise von Erkrath durch
SPD, Grüne und BmU herbeigeführt“ sei: bis Oktober 2009 hatte die
FDP mit der CDU das Ruder in der Hand und bis dahin schon in 2
Jahren mehr als 15 Mio. der Ausgleichrücklage (ca. 20 Mio.)
verbraucht.
Für die nächsten Jahre müssen Alle in Erkrath mittun, alle
Fraktionen, alle Bürger, dass auch 2011 ff. ein Nothaushalt und
somit der Verlust der Selbstständigkeit verhindert wird: Melden Sie
Ihre Vorschläge unter:
www.erkrath-spart.de
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Positiv aus BmU-Sicht, dass der Rat mit dem Haushalt -gegen CDU und
FDP- eine Änderung der Entgeldsatzung für Kinder in der OGS
verabschieden konnte: Familien mit Minieinkommen bis 15.000€ zahlen
nun keinen Beitrag mehr und die Geschwisterkinder sind kostenfrei.
Für uns eine soziale und familienfreundliche Regelung.
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Mit der Gestaltungsmehrheit aus SPD, Grünen und BmU wurden zudem die
Bauplanungen „Kleines Bruchhaus“ sowie „Auf den 12 Morgen“
(auf der Neanderhöhe) eingestellt.
Die BmU setzt darauf, dass angesichts des demographischen Wandels
durch das Stadtentwicklungskonzept der Fokus auf die bestehenden
Immobilien/Wohnviertel gelegt wird und der Verbrauch der „grünen
Wiese“ so verhindert werden kann.
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Zur Ratssitzung vom 16.03.2010
Da die Haushaltsberatungen
noch nicht beendet sind, wird der Haushalt erst im Mai verabschiedet.
Eine interessante und sicher auch hitzige Diskussion wird uns erwarten.
Schauen Sie doch mal rein!
Neben vielen
einvernehmlichen Entscheidungen (siehe Ratsinformationssystem unter
www.erkrath.de) gab es heute dennoch einige Kontroversen.
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Schon
kurios, da ziert sich gerade die FDP, dass die Stadt einen
Waldwirtschaftweg neben einer Betriebsansiedlung errichtet und dafür
Kabel der DB verlegen lassen muss. Die ca. 200000 € dafür erscheinen
zwar erst einmal hoch, relativieren sich allerdings angesichts eines
guten Gewerbesteuer-Zahlers und der langen Abschreibung. Für die
BmU ist das eine notwendige Wirtschaftsförderung, das
FDP-Verhalten ist nicht verständlich.
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Kurzfristig kam es zu einem TOP Straßenbeleuchtung, die Vorlage
dieser haushaltsrelevanten (2009!) erhielten die Ratsvertreter erst
heute, eine unzufriedenstellende Organisation der Verwaltung.
Politische Steuerung ist so kaum möglich, wenn die Beratungszeit
dazu nicht vorhanden ist. Inhalt: Der Rat musste abnicken, dass die
Verwaltung (Bauamt) für 1,2 Millionen geplante bzw. 952000
tatsächliche Kosten der Straßenbeleuchtung (für 2009) nur noch
840000 € im Haushalt übrig hatte, das Geld war für andere Dinge
bereits ausgegeben worden. Die BmU mahnt hier angesichts des NKF
(neuen Finanzmanagements der Stadtkasse) mehr Klarheit und Sorgfalt
an.
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Grundsätzlich Einigkeit herrschte darüber, dass die restlichen
Gelder des Konjunkturpaketes wesentlich für die Sanierung des
Sportplatzes Freiheitsstraße und teilweise auch für die Grünstraße
genutzt werden. Ärgerlich nur, dass die Zahlen z.T. von denen einer
Begehung abwichen und eine im Sportausschuss geforderte Liste mit
möglichen Konjunkturpaket-Maßnahmen nie erstellt wurde.
In den letzten Jahren und in den Planungen hat Erkrath somit viel
Geld in die Sanierung der Sportstätten gesteckt. Wenn die CDU in der
Presse eher noch mehr fordert (neue Sporthalle), so wäre das sicher
schön, allerdings mit der Finanzsituation nicht vereinbar.
Hinreißend der Kommentar von FDP-Ratsherr Marmetschke bei der
Diskussion der Heizungssanierung, dass sich die Sportler in Zukunft
doch darauf einstellen sollten „zu Hause zu duschen“. –Kopfschüttel…
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Zusammen mit SPD und Grünen hat die BmU gegen CDU und FDP
eine Resolution gegen den Beschluss des Kreises verfasst, dass die
Fachstelle für Frau und Beruf (eine halbe Stelle) aufgelöst und die
Aufgaben auf andere Stellen (Wirtschaftsförderung und
Gleichstellung) nur verteilt werden sollen. Unserer Ansicht nach
sollten die Aufgaben (Förderung des Berufseinstieges von Frauen nach
der Erziehungszeit, Beratung und Qualifikation von Migrantinnen,
Organisation des Girls Day) weiterhin qualifiziert in einer Hand
verbleiben. Es ist im Interesse der Stadt, wenn Frauen möglichst
zügig wieder in sozialversicherungspflichtige Beschäftigung kommen,
so werden eventuelle Sozialleistungen überflüssig.
Wieder spannend am Rande: Nach dem Kommentar von FDP-Ratsfrau
Berkenbusch, dass man statt Frauenförderung doch eher eine
Männerförderung (Jungenförderung) aufbauen sollte, wollte ihr
Kollege Marmetschke nicht nachstehen, er meinte, den öffentlichen
Dienst als „Leben auf der Spielwiese“ beurteilen zu müssen.
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Erfreulich: für die nächsten 20 Jahre konnte die Finanzierung der
Stiftung Bruchhausen gesichert werden.
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Nachdem die Bavier-Grundschule in Alt-Erkrath nur 17 Anmeldungen für
2010/11 hat, muss die Erkrather Politik demnächst einen Verbund mit
der GS Falkenstraße oder eine Dependance-Lösung diskutieren. Auch
die Lehrerinnen und Eltern der Bavierschule wünschen dies. Die
Schule würde sonst von der Bezirksregierung geschlossen.
An dieser Stelle müssen noch einmal die Aussagen von CDU-Ratsherr
Hildebrand in der Presse, dass die BmU die Schließung der
Bavierschule anstreben würde, als unwahr bezeichnet werden. Es ist
schleierhaft, wie Hildebrand zu diesen „seherischen“ Fähigkeiten
kommt, obgleich wir dies nie beraten und gesagt haben: eine
Frechheit des schulpolitischen Sprechers der CDU, die Öffentlichkeit
so täuschen zu wollen.
Einzig allein richtig ist, dass die BmU angesichts der
Haushaltslage und vieler Finanzierungen im Schulbereich (Neubau von
Mensen, verschiedene dringendere Sanierungen) an der Bavierschule
erst einmal nur eine einfache Dachsanierung befürwortet. Es spricht
nicht für die finanzpolitische Kompetenz der jetzigen
CDU-Ratsfraktion, dass sie Einsparvorschläge der Verwaltung (unter
der Leitung von CDU-Bürgermeister Werner) ablehnt und mehr Geld
ausgeben will als SPD-BmU-Grüne.
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Zur Ratssitzung vom 28.01.2010
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Das Wichtigste vorweg: Mit den Stimmen von SPD, Grünen und der BmU
wurde das Planungsverfahren Neanderhöhe eingestellt.
Dass die CDU dies nun aber als Verhinderung von Zukunftschancen und
als „Politik der verbrannten Erde“ (CDU-Fraktionschef Jöbges)
bezeichnet, ist schon absurd.
Im Gegenteil: fruchtbare Erde und somit wertvolle Landschaft wird
erhalten, das NSG Neandertal wird an seinem empfindlichen Rand
geschützt. Ganz im Sinne von NRW-Umweltminister Uhlenberg (CDU), der
den Flächenverbrauch stoppen will. Es wäre geradezu ein
Schildbürgerstreich, die Neanderhöhe zu bebauen, angesichts des
Masterplans Natur-Kultur-Neandertal des Kreises, der die
touristische und ökologische Seite des Neandertales fördern will.
Genügend Gewerbeflächen stehen leer (Unterfeldhaus), unsere
Nachbargemeinden mit besserem Verkehrsanschluss (z.B. Hilden
Giesenheide) werden ihre Flächen nicht los. Die alten Gewerbe-/
Industrieplanungen auf der Neanderhöhe waren 1981 rein pro forma, da
man der Firma Pose Marré ein Ausweichgrundstück anbieten musste,
damit diese weiter produzieren konnte, ohne dadurch aber real zu
erschließende Flächen in Erkrath zu blockieren.
Die Erarbeitung eines Stadtentwicklungskonzeptes ist nötig sowie ein
intensiveres Stadtmarketing, um der Zukunft gerecht zu werden:
angesichts zurückgehender Einwohnerzahlen müssen die bestehenden
Viertel und ihre Bewohner gefördert werden. All das ist von uns nun
eingeleitet worden, nachdem CDU und FDP dies 10 Jahre verhindert
hatten.
Während der Ratssitzung war dann aber doch bemerkenswert, dass von
Seiten der CDU ein meist ruhiger Ton getroffen wurde und die
Vokabeln „erbärmlich“ und „dilettantisch“ –so wie in der Presse der
letzten Wochen platziert- diesmal nicht im Raum standen. Vielleicht
hat die CDU ja erkannt, dass jemand, der sich solcher Begriffe
bedienen muss, offensichtlich keine anderen Argumente zu haben
scheint.
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Dass die Stadt in der Willbeck ein Stadtteilbüro eröffnet
hat, mussten fast alle Ratsmitglieder (und Fraktionen) über die
Presse erfahren. Die Stadt war zwar formell nicht gezwungen, die RM
zu informieren, m.E. gehört dies aber zum guten Stil. Schon komisch,
dass selbst die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Fr. van Venrooy
(SPD) nichts davon wusste, aber die 2. stellvertretende
Bürgermeisterin Fr. Wedding (CDU) in ihrem Wahlbezirk das Büro
eröffnet hat.
Die Fachausschüsse und der Rat hätten über solche Konzepte und auch
die Kosten vorher diskutieren können und sollen, zumal die genauen
Ziele und die Koordinierung der Öffnungzeiten dieses Büros noch
nicht stehen. Interessant auch, dass Bürgermeister Werner (CDU) in
Abwesenheit des zuständigen Amtsleiters selber nicht ganz informiert
schien.
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Die Umsetzung der Umlenkrolle vom Bahnhof Hochdahl zum
Lokschuppen (Eisenbahn- und Heimatverein Hochdahl) beschäftigte auch
den Rat. Hinter verschlossenen Türen hat die Bahn AG die Umlenkrolle
dem Eisenbahnverein übertragen, der diese auf dem Gelände des
Lohschuppens aufstellen will. Die Verwaltung hatte die Fraktionen
(den PlUV) darüber nicht informiert. Zudem stellte sich heraus, dass
versäumt worden ist, die Rolle unter Denkmalschutz zu stellen.
Der Rat äußerte einhellig den Wunsch, dass die Umlenkrolle im
öffentlichen, zentralen Raum verbleibt. 1988 war der jetzige
Standort bewusst gewählt worden. In der Öffentlichkeit sollte nun
ein Dialog über die Standortfrage geführt werden, denn schließlich
sollte doch allen daran gelegen sein, dieses Denkmal sinnvoll zu
platzieren.
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Neben einigen Ausschussumbesetzungen wurde ansonsten u.a. noch ein
Planungsverfahren für einen Discounter an der Morper Allee
(neben dem Bahnhof Erkrath) einstimmig eingeleitet. Im Vorfeld der
Antragsstellung hatte die BmU mit dafür gesorgt, dass die Bürger an
dem Verfahren beteiligt werden.
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Die BmU-Fraktion unterstützt das Aktionsbündnis Haiti
in Erkrath mit 500 €, die bestehenden konkreten Projekte stehen für
einen langfristigen (Wieder-) Aufbau und für Hilfen zur Selbsthilfe.
Wir spenden übrigens somit mehr als die Fraktion(en), deren
Mitglieder öffentlichkeitswirksam auf das Sitzungsgeld (17 €)
verzichten.
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Zur Ratssitzung vom 17.12.2009
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Wichtig in dieser
Sitzung war der Grundsatzbeschluss, dass ein
Stadtentwicklungskonzept für Erkrath aufgestellt wird. Diese nun
mehr als 10 Jahre alte Forderung der BmU kann nun umgesetzt werden.
Angesichts des demographischen Wandels ist dies dringend
erforderlich. Dabei kommt es u.a. auf den Einklang von Umweltschutz,
Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und sozialer Gerechtigkeit an.
Die BmU setzt sich für eine offene Diskussion und Erarbeitung ein,
in der die Bürgerinnen und Bürger Erkraths umfassend einbezogen
werden sollen.
Dass CDU und FDP dies auch weiterhin ablehnen, zeigt nur deren
überholtes Wachstumsdenken Marke 60er Jahre, Betonieren der grünen
Wiese statt Entwicklung des Bestehenden. Dass CDU und FDP nun die
Kosten kritisieren, ist schon bemerkenswert, für den Umbau des
Hochdahler Marktes hatten diese im Herbst noch 1,5 Millionen € (plus
Mehrwertsteuer) gehabt, hier hätte Erkrath sparen müssen. Das für
das Stadtentwicklungskonzept eingesetzte Geld (ca. 120000€) ist für
die Zukunft sinnvoll eingesetzt und verhindert auf lange Sicht einen
Stillstand, den CDU und FDP heraufbeschwören. Die FDP äußerte die
Ansicht, Erkrath sei fertig entwickelt, und in einem Antrag im
Ausschuss für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung hatte sich
die FDP sogar wie folgt geäußert: „Die FDP lehnt Vorstellungen ab,
die der Mottenkiste der sozialistischen Planwirtschaft „entsprungen“
sind.“ Fragt sich nur, wer hier aus der Mottenkiste kommt…
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Bei der
Zuständigkeitsordnung der Ausschüsse versuchten CDU und FDP dann
auch, den Prozess zu verzögern. CDU und FDP plädierten auf
Vertagung, obwohl die Ausschüsse dies bereits beraten hatten und die
Verwaltung nun bloß ein übersichtlicheres Textdokument als Vorlage
vorgelegt hatte.
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Leider mussten
einige Gebührentarife angehoben werden. Die Friedhofsgebühren
und z.T. die Musikschulgebühren und die Mieten für Bürgerhaus und
Stadthalle mussten erhöht werden. Das Gemeindeprüfungsamt hatte
Erkrath hierzu aufgefordert, da die Gebührenhaushalte ausgeglichen
sein müssen. Die Gebühren sind keineswegs eine „Gegenfinanzierung“
eines katastrophalen Haushaltes, einen Gewinn gibt es dabei für die
Stadt nicht.
Dass CDU und FDP nun Erhöhungen ablehnen, ist mehr als populistisch.
Zumal sie selber größtenteils dafür Mitverantwortung tragen. So
wurde z.B. der Parkfriedhof erheblich erweitert – gegen die Warnung
der BmU -, und nun stehen diese Flächen leer, weil sich die
Bestattungsgewohnheiten immer mehr ändern. Diese Kosten tragen nun
alle.
Bei der Musikschule zeigt sich, dass
diese verstärkt in den Bereich der Ganztagsschulen gehen muss, da die
Kinder sonst immer weniger Zeit für ein Instrument haben. Wenigstens
konnten wir hier bei den Gebühren mit SPD und Grünen erreichen, dass die
Tarife bei den „Einsteigern“ (musikalische Früherziehung u.ä.) stabil
bleiben.
Bei den Mieten für das Bürgerhaus und
die Stadthalle wurden lediglich die Gebühren für kommerzielle
Veranstaltungen von Nichterkrathern angehoben. Schon 2008 war die BmU
–als einzige Fraktion – dahingehend der Verwaltungsvorlage gefolgt,
zumal die Mieten auch weiterhin nicht kostendeckend sind.
Erkrath hat Jahre lang über seine
Verhältnisse gelebt, das gab erstaunlicherweise auch FDP-RM Marmetschke
zu, nun lehnen die dafür verantwortlichen CDU und FDP aber jegliche
Entlastung der Finanzsituation ab und das gegen den Rat der vom
CDU-Bürgermeister Werner geführten Verwaltung.
Positive Nachricht: die Abfallgebühren
konnten für 2010 moderat gesenkt werden.
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In der
Haushaltsrede von Kämmerer Schiefer wurde die „miserable
Finanzlage“ deutlich: 2010 lässt ein Minus von 18,9 Millionen € (im
Ergebnisplan) erwarten, Folge der Wirtschaftskrise –Gewerbe- und
Einkommenssteuer brechen ein- sowie einer nicht-sparsamen Politik
der alten CDU/FDP-Mehrheit – großteiliger Verzehr der
Ausgleichsrücklage- und der Steuerpolitik der schwarz-gelben
Bundeskoalition.
Politik in Erkrath hat somit wenige Spielräume. Wo kann gespart
werden?
Wie kann die intergenerative Gerechtigkeit erreicht werden?
Die nächsten Monate werden spannend und schwer werden.
Hier werden die Ideen und das Engagement der ganzen Stadt gefordert
sein!
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Mit einigen
Enthaltungen (darunter meiner) wurden für 2010 in Unterfeldhaus 4
verkaufsoffene Sonntage genehmigt. Lange hatte sich die BmU
grundsätzlich gegen den verkaufsoffenen Sonntag gewandt. Nun aber
für einen Kompromiss gesorgt: die Adventssonntage bleiben
unangetastet, gerade im Advent soll Ruhe und Zeit für Familie und
gemeinsame Freizeitaktivitäten sein.
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Das lässt mich
für dieses Jahr schließen: Ich wünsche Ihnen eine besinnliche und
gesegnete Weihnacht sowie uns allen in Erkrath ein gutes 2010.
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Zur Ratssitzung vom 24.11.2009
Da
die Tagesordnung keine kontroversen Themen aufwies, war die Sitzung sehr
schnell beendet.
Anzumerken bleibt nur, dass sich die BmU bei der Prüfung der
Wahlergebnisse des Stadtrates enthalten hat, da die BmU die
Ungültigerklärung einiger Briefwahlstimmen weiterhin bemängelt. Die Wahl
halten wir insgesamt für rechtens, allerdings geht es nicht an, dass
Wähler Wahlscheine aus falschen Stimmbezirken erhalten und diese Stimmen
dann schließlich ungültig erklärt werden.
Zudem stimmte nur die BmU gegen die Flächennutzungsplanänderung an der
Freiheitsstraße. Wir fürchten, dass das Gästehaus des
Reha-Zentrums in Zukunft in ein Hotel umgewandelt werden könnte und
dieses dann über den juristischen Weg die Nutzungsmöglichkeiten der
benachbarten Sportplätze einschränken könnte. Das wäre dann ein
klassisches Eigentor der Stadt.
Einstimmig wurde die Resolution angenommen, den Bauträger Straßen NRW
aufzufordern, dass der Weiterbau der Bergischen Allee (L403n) mit
Flüsterasphalt durchgeführt wird.
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Über die konstituierende Ratssitzung am 29.10.2009
- Als
Altersvorsitzende führte BmU Ratsmitglied Fr. Heptner den
Bürgermeister A. Werner mit guten Wünschen und einer herzlichen
Gratulation in sein Amt ein. Sie bot ihm stellvertretend für den Rat
eine faire Zusammenarbeit an und äußerte den Wunsch einer
konstruktiven und unparteiischen Zusammenarbeit des Bürgermeisters
und dem gesamten Rat. Gerade in der finanzpolitisch mehr als
problematischen Lage der Stadt sollten alle zusammen für das Wohl
aller eintreten.
- Nach der
Einführung der Ratsmitglieder kam bei der Einwohnerfragestunde die
berechtigte Kritik von Bürgern, dass die CDU/FDP-Mehrheit des alten
Rates zwischen Wahl und Konstituierung des neuen Rates noch schnell
beim Umbau des Hochdahler Marktes gegen den Bürgerwillen vollendete
Tatsachen geschaffen hat und dies bei der Schmiedestraße (Näheres
siehe unten) auch noch versucht hat, mit der Folge, dass vermeidbare
Bau- bzw. Planungskosten nun anfallen.
- Bei der Wahl
der stellvertretenden Bürgermeister wurde Fr. van Venrooy (SPD) zur
ersten Stellvertreterin gewählt. Sie bekam in der von der CDU
beantragten geheimen Abstimmung 28 Stimmen und somit mindestens auch
eine aus dem Lager CDU/FDP, so hatte sich die CDU das sicher nicht
vorgestellt.
Zweite Stellvertreterin wurde dann Fr. Wedding (CDU). Auf den Posten
des dritten ehrenamtlichen Bürgermeisters hätte die BmU
Anspruch gehabt, aus Gründen der Sparsamkeit aber verzichtet.
- Die Bildung
der Ausschüsse sowie die Besetzung der Vertreter der Stadt in
diversen Aufsichtsräten und Verbänden erfolgten einvernehmlich, ohne
stundenlange Kampfabstimmungen wie in früheren Raten. Auf Anregung
der BmU hatten sich die Fraktionsvorsitzenden im Vorfeld schon
geeinigt. Diese Art der Zusammenarbeit sollte richtungsweisend für
die Arbeit des neuen Rates sein.
Jede Fraktion erhält nun mindestens einen Sitz in jedem Ausschuss,
dies war von den Mehrheiten der Vergangenheit immer wieder
verhindert worden, so dass nicht alle kleinen Fraktionen auch in
jedem Ausschuss stimmberechtigt waren.
Einzig zu kritisieren war, dass zu den Änderungen der
Geschäftsordnung hinsichtlich neuer und veränderter Ausschüsse die
Sitzungsvorlage noch nicht existierte und somit die Grundlage für
den Beginn dieser Ausschüsse, eine unnötige Verzögerung.
- Heftig
umstritten war das Thema Schmiedestraße.
Obwohl SPD, Grüne und BmU deutlich gemacht hatten, dass zunächst das
Stadtentwicklungskonzept abzuwarten sei und die Komplettbebauung
nicht im Frage käme, hatte die alte Ratsmehrheit noch schnell
zwischen Wahl und neuem Rat ein Juryverfahren gestartet und somit
mindestens 28.000€ zuzüglich Verwaltungskosten verschwendet.
Die Mehrheit des neuen Rates sprach sich wie lange angekündigt dafür
aus, das Stadtentwicklungskonzept abwarten.
Es bleibt zu hoffen, dass der BmU-Vorschlag, die am
Juryverfahren beteiligten Planungsbüros um einen zeitlichen Aufschub
zu bitten, von der Verwaltung erfolgreich umgesetzt werden kann.
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