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Zur Ratssitzung vom 01.10.2009 - Der letzte Akt
Die letzte
Ratssitzung der Legislaturperiode verlief schnell und in einigen
Satzungsänderungen reibungslos.
Allerdings zeigte sich beim Thema Schmiedestraße bei CDU und FDP
eine Unbelehrbarkeit, wie auch schon zuvor in den 5 Jahren:
So wird noch schnell, bevor sich der neu gewählte Rat konstituiert, ein
Wettbewerbsverfahren zur Bauplanung des Geländes Realschule/
Schmiedestraße in Gang gesetzt, obwohl klar ist, dass die Mehrheit des
neuen Rates die Rahmenbedingungen hinsichtlich der Grünflächen und eines
zu erstellenden Stadtentwicklungskonzeptes korrigieren wird. Für dieses
Verfahren Geld auszugeben (über 28.000€), die Planungsbüros mit den
falschen Vorgaben arbeiten zu lassen und die Bürger am 6.10.09 zu einer
Auftaktveranstaltung einzuladen, die eigentlich hinfällig ist, ist mehr
als widersinnig.
Angesichts des momentan durch die Tafel und VHS gut genutzten Gebäudes
besteht aktuell keine Eile zur Bebauungsplanung dieser Fläche. Die BmU
lehnt die vollständige Bebauung des Geländes Schmiedestraße ab, die
bestehenden Grünflächen, wie die „Hasenwiese“ sollten erhalten bleiben.
Das noch auf den Weg zu bringenden Stadtentwicklungskonzeptes, welches
sich über das Was, Wie und Warum zukünftiger Bebauungspläne Gedanken
machen wird, bleibt aus BmU-Sicht abzuwarten.
Die
Ablehnung der beantragten Vertagung und Aufschiebung war somit der
letzte Akt der CDUFDP-Mehrheit, angereichert mit der Bemerkung von Frau
Berkenbusch FDP, dass es ihr egal sei, wenn sich Erkrath wegen der
abzusehenden Änderungen bei den Planungsbüros und in der Öffentlichkeit
blamierte.
So
endete diese Sitzung eigentlich wie viele andere.
Bleibt zu hoffen, dass im neuen Rat eine andere, eine sachorientierte
Politik Einzug halten wird. Auch wenn die aktuelle Finanzsituation das
Schlimmste befürchten lässt, die NKF-Rücklagen von 20 Millionen sind in
nur 2 Jahren aufgebraucht worden (unter Regie der
„Wirtschaftsexperten-Parteien“) und die Aussichten der nächsten Jahre
sind noch düsterer.
Ich
bin klar der Ansicht, dass Erkrath nur geholfen ist, wenn alle fünf
Fraktionen im neuen Rat sinnvoll zusammen arbeiten. Dafür sind wir
gewählt. Ich hoffe, dass ich meinen Teil dazu beitragen kann.
Bis bald aus dem
neuen Rat,
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Zur Ratssitzung vom 01.09.2009
Zwei Tage nach der Kommunalwahl zeigte sich
die Ratssitzung anfangs zügig und einvernehmlich zu Satzungsänderungen,
Mittelbereitstellung für den Ausbau von Kindern unter 3, Bürgerbus, u.a..
Selbst eine von BmU eingebrachte und von
Grünen erweiterte Resolution an die Verkehrsministerien des Bundes und
Landes, dass Straßen NRW mit der Erweiterung des Beschleunigungsstreifen
von A46 zur A3 warten möge, bis Erkrath den Lärmaktionsplan
erarbeitet hat, fand Einstimmigkeit. Ärgerlich allerdings, dass ein
„juristisch verwertbarer“ Entwurf bislang nicht fertig geworden ist, die
Zeit drängt.
Einstimmig wurde auch die Einführung der von der BmU eingebrachten
Erkrath-Karte angenommen, welche ehrenamtlich Tätigen Ermäßigung bei
Eintritten (NRW-weit) bringen soll. Das Ehrenamt wird in Zukunft immer
wichtiger, ob im Rettungswesen, in den Vereinen, in den Kirchen, in
Jugend- oder Seniorenarbeit. Die Erkrath-Karte soll ein Dankeschön sein
und kann ggf. ein Ansporn sein, sich für das Allgemeinwohl einzubringen.
Sollten CDU und FDP ihre Niederlage am 30.08.09 verstanden und nun
endlich auch zu einer sachorientierten Politik gefunden haben,
wie es interessanterweise gerade RM Hildebrand (CDU) in der Presse für
den neu gewählten Rat geweissagt hat?
Erste Zweifel daran ergab ein Antrag der
Grünen zum Klimaschutz (Erstellung einer Energiebilanz für öff.
Gebäude), der nur von BmU und SPD unterstützt wurde.
Dann der Hammer: Vor der Wahl den
Ratsmitgliedern noch nicht als Vorlage geschickt und somit nicht
veröffentlicht und erst heute als Tischvorlage vorgelegt: Der
Umbau des Hochdahler Marktes wird in Auftrag gegeben – mit einer
Preissteigerung von 20% auf 1,5 Millionen €. CDU und FDP schaffen
hier noch schnell Fakten, obwohl sich die Bürger auf Veranstaltungen und
offensichtlich auch bei der Wahl deutlich gegen diese teure Variante und
für die von der BmU beantragte Sanierungsprüfung ausgesprochen haben.
Den ganzen Steuerzahlern und dem neuen Rat wird so völlig instinktlos
„ein Ei ins Netz gelegt“. Die Verantwortlichen für diese Missachtung des
Bürgerwillens lassen sich allerdings auch noch in 5 Jahren zur nächsten
Wahl wieder nachweisen, da von mir namentliche Abstimmung beantragt
worden war: alle Ratsmitglieder von CDU und FDP.
Jetzt ist es an der Zeit, mit möglichen
Partnern über die Zukunft der Erkrather Politik zu sprechen. Das
Programm der BmU ist bekannt!
Der neue Rat tritt Ende Oktober
zusammen, ich erwarte, dass dann endlich Sachpolitik im Mittelpunkt
steht und der Bürgerwillen Gehör findet.
… und abschließend noch ein Zitat von RM I. Berkenbusch (FDP) aus dieser
Sitzung: „Nur intelligente Wähler wählen FDP!“ Da gab es selbst bei der
CDU Kopfschütteln.
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Zur Ratssitzung vom 25.06.2009
Lärmaktionskonzept auf dem Weg
Rat setzt sich bei Bundes- und Landesverkehrsministerium dafür ein, dass
bei der anstehenden Fahrbahnsanierung der A3 Flüsterasphalt verwendet
wird.
Einstimmig wurde im Rat vom 25.6.09 ein Schreiben befürwortet, in dem
Bundes- und Landsverkehrsministerium aufgefordert werden, dass beim
Ausbau der Beschleunigungsspur und bei der in den nächsten Jahren
anstehenden Sanierung der Fahrbahndecke A3 der sogenannte Flüsterasphalt
statt des weniger lärmreduzierenden
Splittmastixasphalt
Verwendung findet. In den nächsten Sitzungen des PlUV und des Rates wird
das Lärmaktionskonzept, das durch Anträge von BmU und Grünen auf
den Weg gebracht worden war, weiter voran getrieben. Der beauftragte
Gutachter empfiehlt neben dem Flüsterasphalt eine Lärmschutzwand an der
A46 sowie die Prüfung eines Tempolimits. Bürgermeisterkandidat Osterwind
wies für die BmU in dem Zusammenhang darauf hin, dass die bestehenden
Lärmschutzwände im Zuge der Bauarbeiten auf dort eingebrachte
Altasphaltabfälle untersucht werden müssten, um eventuelle Gefahren für
das Grundwasser auszuschließen.
Amüsant aber völlig
unsachlich und respektlos bei diesem Tagesordnungspunkt, wie
FDP-Ratsmitglied Marmetschke auf eine Wortmeldung von P. Knitsch laut
mit „Amen“ antwortete. Auch seine spätere Einlassung, das Ordnungsamt
hätte sich bei der Prüfung einer Ordnungsmaßnahme wie „im Kindergarten“
verhalten, konnte von vielen Ratsmitgliedern nur mit Gelächter oder
Kopfschütteln quittiert werden.
Erkrath wartet
weiter auf ein Radverkehrskonzept
Das Radverkehrskonzept wurde von CDU/FDP schon wieder
aufgeschoben. Nachdem vor 2 Jahren sowieso bloß 2 von 11 Punkten des von
den Grünen beantragten und auch von der BmU unterstützten
Klimaschutzprogramms für Erkrath eine Mehrheit fanden, warten diese
–Radverkehrskonzept und Solarkartierung von Privatdächern- auch weiter
auf Umsetzung. Mittlerweile wird ein Solarkataster vom Kreis gefördert,
auch durch die Unterstützung der Kreisunabhängigen UWG-ME, aber in
Erkrath passiert nichts. Die CDU begründet das Abwarten mit der
Wirtschaftslage. Wenn dem so ist, dann fragt die BmU aber an,
warum die CDU bei den kostspieligen Umbauplanungen des Hochdahler
Marktes nicht dieselben Argumente anführt.
Die BmU
setzt sich auch weiter für das Radverkehrskonzept ein, insbesondere nach
Anmerkungen der Verwaltung, dass der Haushalt noch nicht einmal genügend
Geld zur Erhaltung der bestehenden Radwege bereit stellt.
Von CDU/FDP
verabschiedetes Abwasserbeseitigungskonzept unzureichend
Das Abwasserbeseitigungskonzept 2009-2014 musste die BmU zusammen mit
SPD und Grünen ablehnen, da unserer Ansicht nach mit 7,5 Millionen €
jährlich eindeutig zu wenig für die Sanierung des Kanalnetzes eingeplant
worden sind und so die Sanierung z. T. aufgeschoben wird, was technisch,
ökologisch und langfristig finanziell nicht sinnvoll ist.
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Zur Ratssitzung vom 19.05.2009
In der Bürgerfragestunde
thematisierten Bürger, das Problem in Alt-Erkrath eine öffentliche
Toilette zu finden. Von Seiten der Verwaltung wird darauf verwiesen,
dass sowohl im Rathaus als auch bei REWE Toiletten zur Verfügung stehen.
Der Wunsch, Hinweisschilder aufzustellen, erscheint mir sinnvoll.
Neben Satzungsänderungen und
ersten Maßnahmen zum Konjunkturpaket (Umstellung einiger Ampeln auf
energiesparende LED-Technik) wird ein Antrag der BmU zu einer Resolution
an das Land bezüglich des Lärmschutzes in Erkrath aus dem PlUV
bestätigt.
Eine zügige Sitzung.
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Zur Ratssitzung vom 22.04.2009
Beratung und Verabschiedung des
Haushaltsplanes 2009
Jedes Jahr eine spannende Sitzung. Machen Sie
sich doch nächstes Jahr ein eigenes Bild!
Die Position der BmU finden Sie sehr fundiert in
der
Haushaltsrede von B. Osterwind.
Und mal wieder interessant und
bürgerunfreundlich: Alle Vorschläge aus der Bürgerschaft, die bei der
öffentlichen Haushaltsplanvorstellung eingereicht worden waren -
vorwiegend Sparvorschläge - wurden von CDU und FDP komplett abgelehnt.
Eine einzelne Prüfung war nicht gewollt, Begründung: im Verhältnis
zu 48.000 Einwohnern seien die Vorschläge eine klare Minderheit.
Sachargumente spielen somit bei CDU und FDP keine Rolle, ob es dafür
bei der kommenden Wahl eine Reaktion der nicht ernst genommenen Wähler
geben wird?
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Zur Ratssitzung vom 24.03.2009
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Mensa für Realschule und Gymnasium
Hochdahl
Trotz guter Argumente beider
Schulen sowie des Schulamtes für den Anbau getrennter
Mensaräumlichkeiten (wie etwa Aufsichtsproblem, Lärm, Erreichbarkeit)
befürworten SPD und Grüne eine gemeinsame Mensa außerhalb beider
Schulgebäude. Womöglich spukt hier immer noch der Gesamtschulgedanke in
den Hinterköpfen. Der nächste Schulausschuss wird sich noch einmal mit
dem Mensabau befassen.
Die BmU hatte sich von Anfang an für den Mensabau im Sinne der
existierenden Schulen ausgesprochen.
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Berufung von ehrenamtlichen Richtern
Die BmU kritisiert, dass die
Benennung von ehrenamtlichen Richtern für das OVG Münster ohne
Rücksprache mit dem Rat erfolgt ist. Für andere Gerichte wurden die
Vorschläge der BmU nicht oder nur teilweise berücksichtigt.
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Haushaltsplanberatung verschoben
Der Haushalt 2009 wird nun
erst in der nächsten Sitzung verhandelt. Wird spannend – kommen Sie
vorbei!
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Flächennutzungsplanänderung
Kemperdick/ Sportplatz in Gefahr?
Nachdem die Bezirksregierung
die ersten Pläne von CDU und FDP hinsichtlich einer Gewerbeansiedlung im
Bereich Kemperdick klar abgelehnt hat, wird jetzt versucht, den
Flächennutzungsplan im Bereich des Sportplatzes zu ändern. Die BmU ist
dagegen, solange nicht ein Stadtentwicklungskonzept als strategisches
Zukunftspapier die Notwendigkeit dafür belegt. Die Stadt schrumpft
angesichts des demographischen Wandels. Unserer Meinung nach ist es
daher widersinnig noch mehr zu bauen, man vergleiche nur die
CDU-FDP-Projekte Neanderhöhe und Kleines Bruchhaus. Viele eher müssen
die bestehenden Gebiete belebt werden. Wenn es nach CDU und FDP geht,
erfahren diese in Zukunft Leerstand und Wertverlust.
Weiterhin problematisch an der Flächennutzungsplanänderung Kemperdick
ist, dass dabei möglicherweise der bestehende Sportplatz aufgegeben
würde, was sportpolitisch verheerend wäre. CDU und FDP zeigen sich nicht
bereit, überhaupt Alternativen für diesen Sportplatz zu prüfen (bis
September).
CDU und FDP stimmen -gegen alle Bedenken- für die Änderung.
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Ordnungspartnerschaft der Stadt mit
der Polizei
Im März 2008 hatte die BmU
das Thema Sicherheit und Ordnung auf die Tagesordnung gebracht und die
Stadt Heiligenhaus als Beispiel angeführt. Gut, dass jetzt nach diesem
Modell 3 Mitarbeiter eingestellt werden sollen. Dass die CDU dies nun
als ihre Idee verkaufen will, ist schon dreist und verlogen.
Bemängelt wird allerdings, dass der Vertragsentwurf dem Rat bislang
nicht zur Kenntnis gegeben und die geforderten Leitlinien (vgl.
Stuttgart) noch nicht umgesetzt wurden.
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4 Euro für Tagesmütter sind CDU und
FDP zu viel
Hier wird auf Kosten der
Tagesmütter und Eltern (die z.T. einen Extrabeitrag leisten müssen)
gespart. Die Erhöhung von 3 auf 4 € (pro Stunde und Kind) ist auch nicht
besonders hoch, wenn man sieht, dass Düsseldorf bereits 5,- zahlt.
Übrigens war die Erhöhung in den Ausschüssen mehrheitlich auch mit
CDU-Stimmen angenommen worden, das Umfallen jetzt ist schon traurig.
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Beschlusskontrolle (Kontrolle der
Rats- und Verwaltungsarbeit) von CDU und FDP abgelehnt
Die von der BmU
vorgeschlagene –kostengünstige- Methode im Ratsinformationssystem den
Bearbeitungs- und Vollzugsstand von Ratsbeschlüssen zu dokumentieren,
lehnen CDU und FDP –ohne Begründung- ab. Geordnete Bearbeitungsprozesse
und eine Projektkontrolle sind in jeder kleinen Firma
selbstverständlich, nur in Erkrath bewusst nicht gewollt, obwohl der Rat
ein Recht auf Auskunft und die Pflicht zur Kontrolle hat.
Wieder ein Beispiel für Unfairness und „Demokratieverständnis“ von CDU
und FDP in Erkrath.
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Kommunalwahltermin schon wieder
verschieben?
Wenn es nach SPD, Grünen und Erkrath-CDU geht, soll die Kommunalwahl
noch einmal verschoben werden.
Auch wenn sich die Wahltermine 2009 sehr unglücklich häufen, ist die BmU
der Ansicht, dass ein eigener Wahltermin für Stadtrat, Bürgermeister,
Kreistag und Landrat sinnvoll ist, damit sich die Wähler vernünftig über
die Themen vor Ort informieren können und ein offener und ehrlicher
Wahlkampf stattfindet.
Zu erwähnen vielleicht noch die Äußerung von FDP-Ratsmitglied
Marmetschke in der Debatte, der dem Verfassungsgericht, welches die
ursprüngliche Terminierung mit der Europawahl untersagt hatte, vorwarf,
„parteipolitisch gefärbt zu sein“. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Jöbges
meinte dazu, dass der große Teil dieser Aussage stimme.
Ich frage mich: Wer sitzt da eigentlich
im Rat???
CO-Pipeline – Bayer
will Inbetriebnahme erzwingen
Bayer drängt vor Gericht auf Durchsetzung einer sofortigen
Inbetriebnahmegenehmigung und somit auf Rücknahme des Stopps der
Inbetriebnahme. Und das noch bevor das OVG Münster endgültig über die
Frage der Gemeinnützigkeit der Pipeline entschieden hat, bevor 47
Abweichungen von der ursprünglich genehmigten Trasse nachträglich
genehmigt sind, bevor ein Gefahrenabwehrplan gültig vorliegt, und obwohl
teilweise die vorgeschriebene Rohrdicke und die Schutzmattenbreite nicht
eingehalten wurden. Der Landtag (CDU, FDP, SPD) sowie die
Bezirksregierung tanzen nach der Pfeife aus Leverkusen und ignorieren
die Verstöße gegen das Planfeststellungsverfahren. Und die lokalen
Parteien, die sich vor Ort als Pipeline-Gegner darstellen, erreichen bei
ihren Landesverbänden keine Umstimmung.
Diese Art von NRW-Demokratie ist zum … Abgewöhnen.
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Zur Ratssitzung vom 21.01.2009
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Die Anfrage der
BmU, ob auch die Stadt Erkrath wie die Städte Langenfeld, Duisburg
und Monheim zivilrechtlich gegen den Weiterbau der CO-Pipeline
wegen anders genehmigter Planänderungen durch BayerMS vorgehen wird,
beantwortet Bürgermeister Werner: die Stadt hätte sich noch nicht
damit beschäftigt. Na dann hoffentlich bald...
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Wie ernst CDU
noch das „christlich“ in ihrem Namen und SPD ihren
Gewerkschaftsbezug nehmen, sieht man an der Diskussion der
verkaufsoffenen Sonntage. Seit Jahren setzt sich die BmU dafür
ein, dass der arbeitsfreie Sonntag als Grundlage einer
familienfreundlichen Politik für alle geschützt wird. Die
bestehenden Ausnahmen von sonntags arbeitenden Menschen in
versorgungsrelevanten Berufen, wie Verkehrsbetrieben oder Feuerwehr
usw., dürfen nicht weiter ausgedehnt werden. Die BmU bemängelt
insbesondere, dass das EKZ Unterfeldhaus am 4. Adventssonntag
geöffnet haben soll.
Der Antrag der BmU, dass vor dem Beschluss ein Gespräch mit
Gewerkschaften und Kirchen geführt bzw. um eine Stellungnahme
gebeten wird, wird von CDU, FDP und großen Teilen der SPD abgelehnt.
Jetzt bleibt uns Konsumenten: einfach nicht hingehen.
(weiter ...)
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Und noch einmal
Umbau Hochdahler Markt:
CDU und FDP scheinen unbelehrbar. Trotz kritischer Finanzsituation
der Stadt (2008 Minus 12,6 Mio €), trotz hoher Kosten für die
Anwohner wird an dem 1,2 bis 1,4 Millionen € teuren Umbau
festgehalten. Allein die Prüfung einer kostengünstigeren (und
trotzdem dauerhaften) Sanierung (ca. 300000 €; von anderen Städten
erfolgreich angewendet) wird schon kategorisch abgelehnt, die
Bürgerbeteiligung auf ein Minimum beschränkt und selbst gesunde
Bäume sollen gefällt werden – mehr als unverständlich. Und auch die
mit 9 Monaten sehr lang geplante Bauzeit muss kritisch gesehen
werden, gerade angesichts der jetzigen Wirtschaftssituation müssten
die negativen Folgen für die Geschäftsleute so gering wie möglich
gehalten werden.
Schon komisch, bereits 2006 hatte die BmU ein Sanierungskonzept für
den Markt gefordert, damals meinten CDU und FDP, dass dies noch Zeit
hätte! Außerdem existiert momentan noch gar keine
Abweichungssatzung, d.h. es steht noch nicht fest, wie groß der
Kostenanteil der Anwohner sein wird, mit 50-60% müssen diese wohl
mindestens rechnen. Das sagen CDU und FDP nämlich nicht vorher, wäre
ja transparent, ehrlich und eben schlecht für den Wahlkampf.
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Nur die BmU
stimmt gegen den Beschluss, einen ursprünglichen öffentlichen
Spielplatz am Wimmersberg in eine private Grünfläche (ohne
Spielmöglichkeiten) umzuwandeln. Erkrath wird nicht
familienfreundlicher, wenn es immer mehr optionale Spielplatzflächen
aufgibt.
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Zur Ratssitzung vom 16.12.2008
-Mobilfunkkonzept
Die Stadtverwaltung, welche unter der Leitung des Bürgermeisters
Werner steht, hat es monatelang versäumt, sich die geplanten Standorte
für die Mobilfunkmasten zu sichern. Folge: die Mobilfunkbetreiber sind
z.Z. nicht an das Mobilfunkkonzept gebunden, so kann z.B. eine Anlage am
Kaiserhof errichtet werden.
Bürgermeister und CDU sehen auch keine weiteren Handlungsmöglichkeiten,
das Mobilfunkkonzept momentan umzusetzen. Ganz anderes sehen das die
Oppositionsfraktionen. Die BmU fordert ganz konsensorientiert, dass die
Stadt das Gespräch mit den Mobilfunkfirmen sucht, statt die Fronten zu
verhärten, sowie, dass der Bebauungsplan Kaiserhof weiter voran gebracht
wird, um den Sender dort zu verhindern. Faktisch hatten dies CDU und FDP
im Planungsausschuss eingestellt.
Auch interessant, dass ein vom BM zitiertes Rechtseinschätzung den
Stadträten nicht schriftlich präsentiert wird – hier kann man sich nur
wundern und fragen: warum ist das nicht möglich?
Mehrheitlich konnte dann im Rat aber doch erreicht werden, dass
Mobilfunkgutachter beauftragt werden, damit das Konzept doch noch
erfolgreich sein wird.
(Bemerkenswert auch die Szene, als FDP-RM Marmetschke von seiner
Fraktionsvorsitzenden aufgefordert werden muss, nicht ständig mit dem
Glas gegen den Metallfuß des Mikrophons zu schlagen, wenn Grünen-RM P.
Knitsch spricht. - Peinlich.)
-Haushalt
Im Jahre 2008 werden der Stadt Erkrath 12,6 Millionen € durch
wegbleibende Gewerbesteuereinnahmen fehlen (und hier sind die
Auswirkungen der Finanzkrise noch nicht voll durchgeschlagen). 2007
waren es 3,5 Millionen. Die BmU befürchtet, dass ab nächstem Jahr die
Rücklagen aufgebraucht sein werden und dann wieder das
Haushaltssicherungskonzept droht. Der Haushaltsplan 2009 wird in den
Ausschüssen im Februar behandelt. Aber es scheint so, als würde so
gehandelt, als ob nichts wäre. Nach Ansicht der BmU dürften
finanzintensive Projekte wie Umbau Hochdahler Markt nicht weitergeplant
werden.
-Stiftung
Naturschutzzentrum Bruchhausen
Einigkeit bestand darin, das Naturschutzzentrum zu erhalten.
Allerdings geht dies der Opposition zu langsam. Für die BmU ist das
Zentrum wichtig als Investition in Nachhaltigkeit und Bildung.
-Nutzungsgebühren für Stadthalle und Bürgerhaus
Als einzige Fraktion stimmt die BmU gegen die neuen (alten) Mieten
für Stadthalle und Bürgerhaus, da diese bei Privatveranstaltungen noch
nicht einmal die Fixkosten (Strom, Heizung, Hausmeister) einbringen.
Diese Art Zuschussgeschäft geht uns zu weit.
Ihnen liebe Leser wünsche ich
ein gesegnetes Weihnachtsfest und uns und unserer Stadt ein gutes Jahr
2009.
Ihr Christian Ritt
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Zur Ratssitzung vom 28.10.2008
Obwohl es nach der Tagesordnung
nicht danach aussah, wurde die Sitzung länger als gedacht.
Einige Punkte führten zu einer
heftigen Diskussion:
-Auf Antrag der
Grünen sollte die Entgeltsatzung für Offene Ganztagsschulen
dahingehend geändert werden, dass Familien mit einem Jahreseinkommen
unter 15.000 € beitragsfrei wären. Hierbei handelt es sich um Familien,
die z.B. Hartz IV beziehen oder klare Niedriglohnempfänger sind. Es
zeigt sich nämlich in den Grundschulen, dass gerade viele dieser
Familien ihre Kinder nicht zur OGS anmelden, da sie das Geld dafür nicht
haben bzw. es vielleicht an einer anderen Stelle bereits ausgegeben
haben.
Die BmU unterstützte diesen Antrag, da -wie alle Untersuchungen zeigen-
insbesondere die Kinder aus den sozial schwachen Schichten die
Unterstützung z.B. durch eine Hausaufgabenbetreuung der OGS oft dringend
benötigen. Bernhard Osterwind (BmU) versuchte den Widerstand von CDU und
FDP zudem dadurch zu brechen, indem er den weiterführenden Antrag
unterbreitete, dass zur Gegenfinanzierung und Kostenneutralität für die
Stadt die Intervallsätze bei den beiden oberen Einkommensgruppen leicht
erhöht werden könnten: das wären im höchsten Tarif etwa 8 € - m.E. ein
fairer Vorschlag für alle Beteiligten.
Jetzt zeigte sich in der Debatte allerdings, dass es CDU und FDP nicht
um die Kosten geht. Auf diese Argumentation wurde gar nicht eingegangen.
Stattdessen wies man nur auf die Verantwortung der Eltern hin: viele
würden ihr Geld falsch ausgeben und darum müsse man hier auch nichts
ändern.
Auch ich erlebe, dass einige Eltern erzieherisch und finanziell
teilweise auf dem Holzweg sind (hohe Kosten für Zigaretten, Alkohol,
Medienkonsum statt den Kindern Schulbücher, Hefte, ein Mittagessen in
der Schule o.a. zu kaufen), aber es darf nicht sein, dass wir die Kinder
die Fehler ihrer Eltern ausbaden lassen. Alle müssen definitiv die
gleichen Chancen bekommen.
Zum einen aus sozialen und zum anderen auch aus ökonomischen Gründen:
die Folgekosten durch schlechte Schulabschlüsse, fehlenden Ausbildungs-
und Arbeitsplatz usw. sind enorm höher!
Aber alles gutes
Zureden war nutzlos: CDU und FDP stimmten dagegen.
Für mich bleibt
die Frage: Warum bekommen nicht alle Kinder die gleiche Chance?
-Ganztagsoffensive
in der Sekundarstufe I
Einigkeit
herrschte wenigstens darin, die Realschule Hochdahl -als einzige
bewerbende Realschule in Erkrath- für das Bewerbungsverfahren zu melden.
Konfliktreich dann aber die Entscheidung über die Gymnasien. Beide
hatten ihre Bewerbung für die Einrichtung des Ganztages abgegeben.
Die BmU sprach sich dafür aus, zuerst das Hochdahler Gymnasium in das
Bewerberverfahren, in dem für den ganzen Kreis wohl nur 2 Schulen
ausgewählt werden können, zu melden, da dieses am ehesten die Kriterien
des Landes erfüllen könnte: mit 31% ein hoher Migrationsanteil, sozial
schwierige Viertel in der Nähe, die Größe. Zudem wären dann am Standort
in Hochdahl alle Ganztagsschulen benachbart, die Durchlässigkeit
zwischen den Schulen wäre günstiger, eine gemeinsame Mensa wäre denkbar;
ein klarer Standortvorteil.
Nicht so für CDU und FDP: mit dem Alt-Erkrather Gymnasium wird das
Gymnasium mit den geringeren Chancen von CDU und FDP als Nr. 1 ins
Rennen geschickt.
Und Hochdahl nur
als Nr. 2 – was eigentlich gar nicht geht, da nach Landesvorgabe jede
Stadt ein Gymnasium als Halbtagsschule weiter führen oder eine
Kooperation mit einer Nachbarstadt eingehen muss, welche es -oh Wunder-
nicht gibt.
Dem Gymnasium
Hochdahl wir damit -jedenfalls bis das Land seine Kriterien irgendwann
vielleicht mal ändert- auf längere Sicht der Status einer Ganztagsschule
versagt und wahrscheinlich erhält Erkrath so vorerst gar kein
Ganztagsgymnasium.
Ich kann das
nicht verstehen!
-Als einzige
Fraktion stimmte die BmU gegen die erneute Berufung des Bürgermeisters
Werner als Vertreter Erkraths für den Vorstand des
Bergisch-Rheinischen-Wasserverbandes BRW.
Die Begründung dafür konnte Bernhard
Osterwind für die BmU nur im nichtöffentlichen Teil der Ratssitzung
geben.
-Während der Debatte über die Bewilligung einer zusätzlichen Küchenkraft
in der OGS Sandheide kam es von Seiten der CDU zu interessanten
Äußerungen: Fraktionsvorsitzender Jöbges meinte etwa, wenn sich die
pädagogischen Fachkräfte zu fein seien, in der Küche zu helfen, sei das
nicht das Problem des Stadt. Und CDU-RM Holzkamm: „Das lehnen wir eh ab“
und kurze Zeit später: „Um 8 ist Fußball“.
Man erkennt das
CDU-Motto: Nicht argumentieren – sondern niederstimmen.
Ich finde das erbärmlich!
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Zur Ratssitzung vom 28.08.2008
Der Antrag, zu prüfen und
sachlich zu überlegen, die Abfallsammlung
eventuell wieder in kommunale Hände zu legen, wird
von CDU und FDP in namentlicher Abstimmung bei
Enthaltung des Bürgermeisters Werner kategorisch
abgelehnt.
Angesichts der jetzt sowieso neu auszuschreibenden
Verträge (im Bieterverfahren) für die Abfallsammlung
in Erkrath, wäre es doch nur sinnvoll auch die
Wirtschaftlichkeit und Machbarkeit der
Rekommunalsierung wenigstens zu prüfen und einen
vollen Wettbewerb zu ermöglichen. Einige Gemeinden
haben diesen Schritt bereits vollzogen, u.a. in
Bergkamen (in der Größe mit Erkrath zu vergleichen)
sammelt die Kommune wieder selbst den Müll, und das
günstiger als privatwirtschaftliche Anbieter und
somit zu Gunsten des gebührenzahlenden Bürgers. Die
AWISTA Düsseldorf ist bei vergleichbarer Leistung
günstiger als die bisherige Erkrather Entsorgung.
Zudem könnte eine interkommunale Zusammenarbeit,
z.B. mit Hilden, interessant sein. Ein Gutachten
dazu hätte 20.000 € gekostet (das ist etwa 1 € pro
Haushalt) und nebenbei auch noch eine fundierte
Beurteilungsgrundlage für die anstehenden
privatwirtschaftlichen Angebote geboten. Nebenbei
erwähnt: im letzten Ausschreibungsverfahren wurde
das bis dahin schon tätige Unternehmen plötzlich 1
Million DM günstiger. Es lohnt sich also durchaus,
über die Preiskalkulationen der Anbieter bescheid zu
wissen.
CDU und FDP in
Erkrath verhindern bereits das Nachdenken darüber. – Warum wird das
nicht gewollt? - Soll das bürgerfreundlich sein?
-Bedauerlich:
Die Verwaltung befristet die Aufstellung von dringend benötigten (Kühl-)
Containern der Erkrather Tafel vor dem Hochdahl-Haus auf 6
Monate. So wird die sinnvolle Arbeit der Tafel nicht dauerhaft
unterstützt.
Erfreulich: Das
11-Punkte-Klimaschutzprogramm für Erkrath wird bezüglich der Beschaffung
von Holz nur mit FSC-Zertifizierung einstimmig angenommen.
Der Rat
beschließt zwar, ein lärmtechnisches Gutachten zu A3 und A46 in
Auftrag zu geben, die CDU weigert sich aber die Bürgerinitiative „Echt
laut hier“, die bisher knapp 3000 Unterschriften gesammelt hat, darüber
hinaus z.B. juristisch in Wahrung ihrer Interessen und Durchsetzung von
Lärmschutzmaßnahmen zu unterstützen. So wird der Bürgerantrag leider
erst einmal ad acta gelegt, bis das Gutachten vorliegt. Das hatten sich
die Bürger anders vorgestellt.
Erschließungsgebühren Lily-Braun-Str. absurd:
Nur die BmU ist gegen den vorliegenden Beschluss zu den
Erschließungsgebühren, da auch Anwohner der Haaner Str. zur Kasse
gebeten werden (z.T. mit bis zu 20.000 €), obwohl sie vom
Erschließungsgebiet Lily-Braun-Str. überhaupt nicht profitieren.
Eine Anfrage der
BmU nach den Uranwerten im Erkrather Trinkwasser ergibt
erfreulicherweise, dass die Werte mit 2 Mikrogramm unter dem Richtwert
von 10 liegen und das Trinkwasser somit auch für die Säuglinsnahrung
geeignet ist.
Die BmU
unterstützt die SPD, dass das Modellprojekt „Länger im Quartier
bleiben“, bei dem es darum geht, die Wohnquartiere durch
altersgerechte Konzepte, Netzwerke und Unterstützungsangebote so zu
gestalten, dass Senioren möglichst lange in ihrem Viertel leben können,
sobald als möglich in den Fachausschüssen thematisiert wird und durch
einen öffentlichen Spaziergang von Politikern und Interessierten sowie
eine Umfrage bei Anwohnern angeschoben wird. CDU und FDP dagegen wollen
erst eine Tagung am 18.11.08 abwarten. Abwarten ist hier m.E. nicht die
beste Option.
Schade, dass ich nicht aus dem
nichtöffentlichen Teil berichten darf; aber: seien Sie mal auf den
Dezember gespannt...
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Zur Ratssitzung vom 24.06.2008
Eine Ratssitzung mit 4 Stunden Stunden, die nur so gespickt war mit Absurditäten (besonders zum Hochdahler Markt).
-Erhalt der Bavierschule: Wie SPD, CDU und Grüne spricht sich auch die BmU für den eigenständigen Erhalt der Bavierschule aus. Die BmU wünscht darüber hinaus aber eine Standortstärkung, hier ist die Stadt als Schulträger gefragt, die Schule (auch von Außen) attraktiver zu machen.
-Der BmU-Antrag, den Erkrather Rat um 2 Sitze zu verringern
und somit ein Zeichen der Sparsamkeit und soliden Finanzpolitik zu setzen, wird von allen anderen Fraktionen abgelehnt. Nach BmU-Sicht sollte der Rat hier bei sich selbst beginnen und mit
bescheidenen Mitteln voran gehen, solange die Finanzlage so ernst ist wie sie ist. Hierbei nimmt die BmU in Kauf, dass die Reduzierung der Sitze für kleinere Fraktionen, wie BmU, eher von Nachteil
ist. - Übrigens in Petershagen (NRW) war ein Bürgerbegehren dahingehend erfolgreich.
-Familienunfreundlich: CDU und FDP stimmen gegen eine Beitragsfreiheit von Geschwisterkindern, wenn die Eltern bereits für ein erstes Kind in einer
Tageseinrichtung Beiträge bezahlen.
-CDU und FDP: Gegen zusätzliche Mittel für die Offene Ganztagsschule Sandheide. Die BmU ist der Ansicht, dass die sozialen Probleme im Viertel, die Mittelerhöhung gerechtfertigt hätten.
- Umbau des Hochdahler Markts: Eine Diskussion von etwa 1,5 Stunden, sehr hitzig, absurd, ohne Vernunft der Mehrheit...
Die Anträge von BmU, SPD und Grünen:
1. Prüfung der Sanierung des Pflasters mit einem Zweikomponentenkunstharzfugenmörtel. (In vielen Städten hat sich dieses Verfahren bewährt, z.B.
Neumarkt Köln. Die bemängelten Stolperfallen wären beseitigt. Und es wäre deutlich günstiger: 400.000€ statt der mdst. 1,2 Mio €. Dabei eingerechnet auch die notwendigen Niveau- und
Entwässerungskorrekturen.) 2. Prüfung eines umlaufenden ebenen Pflasterbandes vor den Gebäuden zur besseren Mobilität für Ältere, Gehbehinderte, Rollstuhlfahrer und Kinderwagen und zur besseren
Erreichbarkeit der Läden. 3. Planung einer öffentlichen (“City-”)Toilette, evtl. im Bürgerbüro. 4. Ein erneutes Baumgutachten, da das von der Verwaltung beauftragte, nicht vorgelegt wurde und im
Ergebnis zu deutlichen Zweifeln Anlass gibt. (In der Presse konnte man lesen, dass ein Forstingenieur die Bäume als gesund beurteilte).
werden von CDU/FDP abgelehnt.
CDU und FDP pauken einen kompletten Umbau des Marktes durch, der von den Bürgern und auch von Teilen der Marktwerbegemeinschaft so nicht gewünscht ist!
Absurd: Die Ratsmitglieder erhalten von der Verwaltung erst am Ende des TOP Informationen und nicht wie zu erwarten am Anfang!
Noch absurder: Da das beauftragte Baumgutachten nun mit 6 standfesten zu 8
gefährdeten Bäumen weniger als 50% verkehrssichere Bäume ermittelt hätte, sollen nach CDU und FDP nun alle Bäume des Marktes gefällt werden! Im PlUV war noch einstimmig der Erhalt der standsicheren
Bäume beschlossen worden. Was reitet hier CDU und FDP??? Das Ergebnis von 6:8 hat für m.E. zudem ein “Geschmäckle”, ein neuer Gutachter mit neuem Verfahren, der genau zu dem Ergebnis kommt, das gewünscht
ist... Und es steht im klaren Widerspruch zu einer Beurteilung durch einen unabhängigen Forstingenieur (s.o.). Außerdem ist bekannt, dass Baumgutachten im Zweifel immer gegen den Baum entscheiden, da der
Gutachter auf Nummer sicher gehen will und auch wieder für Folgegutachten beauftragt werden will. Sicher verwundert da auch nicht, dass das Gutachten von der Verwaltung nicht schriftlich vorgelegt wurde.
Und das von der BmU seit Monaten geforderte rechtliche Gutachten zur Rechtmäßigkeit der vorgesehenen Erschließungskosten (nach KAG) für die Anwohner liegt immer noch nicht vor. Inwieweit nämlich die Anwohner 50-60% der Kosten für den öffentlichen Markt tragen müssen. - Schon erstaunlich...
Und als nach einer Sitzungsunterbrechung keine Presse mehr da war, konnten sich einige CDU und FDP-Herren nicht mehr beherrschen, es gab unsachliche
“Buh”-Rufe, wie im Kindergarten... Grandioses Zitat von Herrn Marmetschke, FDP: “für jeden Scheiß und Quatsch werden Gutachten eingeholt”, welche dann “bescheuerte Ergebnisse” hätten.
- na ja, vielleicht Ergebnisse, die ihm nicht passen...
Wahnsinn!!! Peinlich!!! Absurd!!! ... (andere Begriffe möchte ich vermeiden)
Vernunftsbestimmte, verantwortungsvolle und unabhängige Demokratie stelle ich mir anders vor.
Ein trauriger Tag für Demokratie und (die Anwohner und die Bäume am) Hochdahler Markt.
-Thema Mobilfunk: CDU-Fraktionsvorsitzender Jöbges meint dazu, dass man damit keine Zeit mehr verschwenden sollte. - auch interessant, nachdem das
Mobilfunkkonzept mühsam auf den Weg gebracht worden ist.
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Zur Ratssitzung vom 29.04.2008
Ganz im Gegenteil zur letzten Sitzung war die Tagesordnung heute sehr knapp und die Themen ziemlich einvernehmlich. Lesen Sie das Protokoll unter
www.erkrath.de im Ratsinformationssystem.
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Zur Ratssitzung vom 11.03.2008
4 Stunden
Beratungen, Diskussionen, Abstimmungen...
u.a.:
Wie geht es
mit dem Mobilfunkkonzept weiter? – nachdem CDU und Grüne in einer
Prinzipiendebatte feststeckten, konnte der zweckmäßige
Kompromissvorschlag von B. Osterwind die Situation retten: Die aktuell
betroffenen Bebauungspläne sollen nun exemplarisch von einem mit der
Mobifunkgesetzeslage erfahrenen Anwaltsbüro überprüft werden.
CDU, FDP
und SPD beschließen die Freigabe von 4 verkaufsoffenen Sonntagen
in den verschiedenen Stadtvierteln. Ich frage mich, warum dies
eigentlich notwendig ist, die Unterminierung des sonntäglichen Ruhetages
halte ich für gefährlich.
Die
Haushaltsdebatte zeigte interessante Stilblüten: Die CDU spielte
sich zur Klimaschutzpartei auf – um in der gleichen Sitzung gegen ein
weitergehendes Klimaschutzkonzept zu stimmen-. Dazu schrieb man sich
Erfolge zu (offene Ganztagsschule oder Kinderschutz nach dem Dormagener
Modell,...), die entweder durch Landesgesetz oder Fremdinitiative (BmU)
eingeleitet worden waren.
Auch die FDP-Sicht, dass der Haushalt eine solide Finanzpolitik
beinhalten würde, und dass keine Neuverschuldung vorliege, scheint mit
sehr fragwürdig, wenn fast 4 Millionen € aus der Rücklage (dem
öffentlichen Eigenkapital von 20 Mio €) entnommen werden. Für mich sind
das „Miese“, alles andere ist Schönrechnerei. Da sollten m.E. doch
besser die 500000 € für den Umbau der Bergstraße eingespart werden, der
von Anwohnern und Händlern abgelehnt wird. Das wäre solide und
bürgerfreundliche (Finanz-)Politik.
Zur
BmU-Sicht zum Haushalt 2008:
[weiter...]
Das von der
BmU seit 10 Jahren eingebrachte und beantragte
Stadtentwicklungskonzept wird wiederholt von CDU und FDP abgelehnt.
Eine
vernünftige Kosten-Nutzen-Rechnung und zukunftsweisende Perspektiven und
Strategien sind ganz offensichtlich nicht erwünscht. Stattdessen der
Kurzschluss: neue Baugebiete auszuweisen und wertvolle Grünflächen
unwiederbringlich zu zerstören.
Die jetzt
in die Planungsphase gesetzten neuen Baugebiete Kemperdick und
Klein-Bruchhaus, sowie Neanderhöhe werden das Bild und den
Erholungswert Hochdahls nachhaltig beeinträchtigen. CDU und FDP (und z.T.
auch die SPD) setzen nur auf Beton statt auf ein Konzept. Dabei zeigt
sich, dass sich Neubauten in Erkrath Mitte und Bauflächen in Sandheide
nur schleppend absetzen lassen. Zudem stehen viele Häuser zum Verkauf.
Gewerbeflächen in Erkrath stehen leer, Hilden hat wenig Erfolg mit
seinem Gewerbegebiet am Hildener Kreuz. Warum also neue Baugebiete?! Zu
hoffen bleibt, dass sich ein breiter Widerstand bildet. Allgemeinwohl
statt Lobbyinteressen!
Weitere
bürgerunfreundliche Entscheidungen durch CDU und FDP:
Die
Abwasserabgaben werden für 2007 nicht neu nach gerechteren Kriterien
berechnet.
Der
Bürgerbus erhält keine weitere Förderung als Starthilfe.
Positiv:
Aufgrund von BmU-Anträgen werden demnächst öffentliche Aufträge nur an
die Lieferanten vergeben, die eine Erklärung für die Einhaltung von
Sozialstandards (gegen Kinderarbeit und Zwangsarbeit) abgeben, und
wird demnächst den Erkrather Bürgern der Haushalt in einer
Bürgerversammlung vorgestellt und insbesondere die Neuerungen des
NKF erläutert. Interessant allerdings: CDU und FDP enthalten sich zum
zweiten Punkt.
Das waren 4
harte Stunden und es geht weiter ...
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Zur Ratssitzung vom 18.12.2007:
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Eine sehr adventliche Sitzung, das Ziel einiger CDU-RM hinter mir
war offensichtlich nur, schnell nach Hause oder zu einer
Adventsfeier zu kommen. Jedenfalls kann ich ihre stammtischreifen
Aussprüche und Unmutsäußerungen über Diskussionsbeiträge nicht
anders deuten. Ein ehrlicher Gedankenaustausch schien nicht
erwünscht.
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Adventlich
auch, weil viele Punkte der Tagesordnung (Satzungsänderungen,
Bebauungsplanänderungen und Personalfragen) sehr einvernehmlich
abgestimmt werden konnten.
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Hitzig
wurde es allerdings, als thematisiert wurde, dass CDU und FDP
rückwirkend für 2006 ihre Fraktionssitzungen abrechnen wollen. An
sich hatten alle Fraktionen im Erkrather Stadtrat vereinbart, dieses
nicht rückwirkend zu tun. Die Abrechnung ist vom Kommunalrecht
mittlerweile gefordert, eine Fraktion erhält pro Person und Sitzung
etwa 16€, eigentlich unnötig, wie die BmU findet. Eine Art
Selbstbedienungsladen...
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Auch
umstritten war die Satzungsänderung hinsichtlich der Vernichtung der
Akten aus dem nichtöffentlichen Teil der Ratssizungen. Jedes RM wird
gezwungen, zum 31.12. jeden Jahres dem Bürgermeister anzuzeigen,
dass es diese Unterlagen vernichtet hat. Folge: dem RM fehlt der
Zugriff zu diesem Thema in der Zukunft. In der Vergangenheit war
dies oft schon sehr hilfreich und wichtig. Als Beispiel sei nur die
Bauplanung im Bayerpark genannt, die erfolgreich abgewehrt werden
konnte, wesentliche Argumente dagegen fanden sich in Unterlagen aus
dem Jahr 1988!
Diese - das kritische Ratsmitglied behindernde - Satzungsänderung
wurde von CDU/FDP abgenickt, ohne dass der Bürgermeister einen
zwingenden Gesetzestext zitieren konnte, er berief sich nur auf eine
Empfehlung des Städte- und Gemeindebundes (NRW).
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Die Wahl des neuen Beigeordneten war dann das Ende einer -man
könnte sagen- missglückten Klüngelposse.
Die Ausschreibung der Stelle des/ der neuen Beigeordneten (insbes.
für Bau-Fragen) war nur auf wenige Berufsbilder
(Jurist/Bauingenieur) enggeführt worden. Warum? Hatten CDU und FDP
bereits jemand im Blick und die Wahl vorweggenommen?
Nur zu dumm, dass sich die/der möglicherweise Ausersehene gar nicht
beworben hatte und viele der 8 Bewerbungen gar nicht dem engen
Ausschreibungstext entsprachen. Nachdem eine von uns unterstützte
erneute Stellenausschreibung abgelehnt wurde, wurde dann mit Herrn
Fabian Schmidt ein Raumplaner (der sich strengenommen eigentlich gar
nicht hätte bewerben können) gewählt, so wie es die BmU von
Anfang an gefordert hatte. Übrigens sieht Herr Schmidt ein (von der
BmU gefordertes) Stadtentwicklungskonzept als sinnvoll an.
[weiter...]
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Zur Ratssitzung vom 23.10.2007:
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Nach den
Berichte aus der Verwaltung (u.a. werden ab 1.1.08 die Gelben Tonnen
von einem anderen Unternehmen geleert. Es gibt zum Jahreswechsel
neue Tonnen und die Stadt Erkrath ist bei Problemen nicht mehr
ansprechbar, nur der neue Betreiber ALBA direkt. M.E.: Ein
ironischer Dank an das Duale System für diese Verschlechterung.) und
einigen Satzungsänderungen zeigte sich dann, dass CDU und FDP das Mobilfunkkonzept nicht wirklich ernst meinen und nehmen. Zwei
Bebauungsplanänderungen zur Verhinderung der Aufstellung von neuen
Masten wurden abgelehnt. Vorgebracht wurden mögliche
Schadensersatzansprüche. Ist man nicht bereit, im Interesse der
Bürger alle Möglichkeiten zu nutzen, um das Mobilfunkkonzept
durchzusetzen, und dieses “Risiko” einzugehen? Außerdem muss hier
erwähnt werden, dass solche möglichen Schadensersatzansprüche in
anderen politischen Fragen von beiden Fraktionen durchaus in Kauf
genommen werden. Schon komisch.
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Aber auch etwas Positives: Es ist geschafft!
Bayerpark außer
Gefahr ! !
Der Stadtrat hat endlich das Bauplanverfahren Kutscherhaus
eingestellt. Die Gefahr, dass der Bayerpark im Bereich der
Lindenallee durch einen großen modernen Glas-Beton-Anbau an das
Kutscherhaus angetastet und so verschandelt wird, ist somit gebannt.
Fast zwei Jahre hat die BmU gegen diese Änderung des
Baurechts und den Eingriff in den Bayerpark gekämpft, letztendlich
und mit Hilfe von fast 2500 Bürgern, die unsere Unterschriftenaktion
unterstützt hatten, mit Erfolg! In der Ratssitzung waren nur die beiden Ratsmitglieder der FDP und
eine CDU-Ratsfrau weiterhin für eine Fortsetzung der Planungen. Herr Marmetschke (FDP) bezeichnete die Planungen als “Verschönerung”
des Parks. Frau Berkenbusch (FDP) warf der BmU vor, dass sie nun dafür
verantwortlich sei, dass das Kutscherhaus nicht renoviert würde.
Schon interessant: andere Eigentümer sanieren und renovieren ihre
Häuser doch auch, ohne dass sie (auf kostengünstiges Grünland!)
anbauen dürfen. Für das heruntergekommene Gebäude die BmU
verantwortlich zu machen, kann nur als kurzsichtig und unsachlich
bezeichnet werden. Auch die Vorwürfe von Frau Berkenbusch, die BmU habe die Bürger von Anfang an falsch informiert, dass der
ganze Park bebaut würde, können nur zurückgewiesen werden, dazu kann
und sollte man sich die Veröffentlichungen und Aussagen der BmU
zu diesem Thema einfach einmal durchlesen. Wer behauptet, sollte
dies belegen können.
[weiter...]
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Ein
umfangreiche Resolution der SPD an die Landesregierung zur
Verbesserung des Kinderbildungsgesetzes KiBiz wurde leider
von CDU und FDP abgelehnt.
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Positiv: Eine gemeinsame Resolution
gegen die CO-Pipeline
konnte gefasst werden
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Zur Ratssitzung vom 28.08.07:
- Eine volle Stadthalle zur Ratssitzung - ein ungewöhnliches und sehr erfreuliches Bild!
Etwa 200 Bürger, die ihren Bürgerantrag “Kein
zusätzlicher Verkehr durch Erkrath” mit über 2000 Unterschriften einbringen wollten, und die viele Fragen insbesondere an die Vertreter des Düsseldorfer Verkehrsmanagments hatten. Sie brachten fundiert ihre
Sorgen und Ängste vor, dass die Verkehrsplanungen im Bereich Gerresheim (Bau L404n, Ausbau der Brücke nach Erkrath, evtl. die Verlegung des Großmarktes nach Gerresheim-Glashüttengelände) mehr
(LKW-)Durchgangsverkehr für Erkrath und am Unterbacher See bedeuten würde. Eine Bürgerbeteiligung wie wir uns dies als BmU wünschen. Wir wollen die Bürger ernst nehmen und uns für die Interessen der Bürger einsetzen so gut wir können.
Befremdlich nur das Getuschel einer benachbarten Fraktion, denen die Bürgerfragestunde mit über 2 Stunden zu lange wurde. Peinlich.
- Festzuhalten zu diesem Thema ist,
-dass die Stadt Erkrath am Verkehrsentwicklungsplan (Konzept bis 2020) Düsseldorfs nichts ändern kann und auch
bei Land- und Kreisstraßen nur wenig Mitsprachemöglichkeit hat; -dass CDU und FDP, die dann Teile des Bürgerantrages generös zu ihrem eigenen machten, noch im Oktober 2006 eine Resolution gegen
die Pläne Düsseldorfs abgelehnt hatten. Schon interessant dieser Wandel; -dass Bürgermeister auf einmal “Feinstaubmessungen” in Erkrath für möglich hält, nachdem die BmU vor Wochen noch für diesen Vorschlag in Ausschüssen und Presse gescholten worden war.
- Die BmU hat sich mit allen anderen Ratsfraktionen gegen die Zunahme des Verkehrs und die Erhöhung der Eisenbahnbrücke in Gerresheim durch Erkrath
ausgesprochen.
Unsere weitergehenden Vorschläge: -Über den Kreis als Bündnispartner ein Gutachten zur Verkehrsbelastung erstellen lassen -Durchführung einer aktuellen Verkehrszählung
-Prüfung von 30er Zonen in besonders belasteten Bereichen -Errichtung einer Feinstaubmessstelle und ein Luftreinhaltungsplan für Erkrath -Errichtung von Fußgängerüberwegen
Diese Punkte werden im nächsten PlUV thematisiert.
- Leider darf ich nicht über die nichtöffentliche Sitzung berichten.
Nur so viel: Der Klüngel und eine Stellenausschreibung...
[weiter...]
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Zur Ratssitzung vom 19.6.07:
- Thema Flächennutzungsplanänderung für den Bau eines weiteren Discounters in Unterfeldhaus:
Schon in der vorangehenden Bürgerfragestunde
zeigte sich ein großes Interesse der anwesenden Bürger. Trotzdem stimmte die CDU nicht zu, als die Vorverlegung des Tagesordnungspunktes beantragt wurde. Nicht bürgerfreundlich... Es stellte sich heraus,
dass die stattgefundene Bürgeranhörung der überwiegenden Zahl der interessierten und betroffenen Unterfeldhauser Bürger gar nicht bekannt gewesen war. Die Einladung war bloß im Amtsblatt veröffentlicht
worden. Warum? Warum wurden nicht auch andere Informationswege genutzt? Der Vorschlag, diese Veranstaltung mit Bürgern, Einzelhandelsgutachter und Vertretern aller Werbegemeinschaften zu wiederholen, wurde
von der CDU abgelehnt! Hier fragt man sich, warum dieses Thema innerhalb einer Woche durchgeboxt wird und die demokratische Beteiligung mit ehrlichem Dialog und Beratung mit den Bürgern nicht gewünscht ist?!
- Das Mobilfunkkonzept
wurde angenommen. Nachdem die CDU anfangs in den Beratungen der Ausschüsse und des Rates noch dagegen war, ist die Zustimmung nun erfreulich. Bleibt zu hoffen, dass das Konzept nun zu einem Erfolg führt.
- Der von der BmU unterstützte Antrag von Bündnis90/Die Grünen für ein Klimaschutzprogramm
in Erkrath wurde von CDU, FDP und Teilen der SPD größtenteils abgelehnt oder ausgehöhlt. CDU RM Jöbges bezeichnete den Antrag sogar als “Propaganda”, als Neuling im Rat hoffe ich mal, dass das Niveau nicht immer so niedrig ist und nur vernünftige Argumente für Ablehnung oder Zustimmung gebracht werden.
U.a. abgelehnt wurden: eine geförderte Solaranlage auf einem Schuldach, nur die Beschaffung von zertifiziertem Tropenholz, die Prüfung von Stromsparmaßnahmen in städtischen Gebäuden und die Prüfung der
Verbesserung des ÖPNV.
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Zur Ratssitzung vom 26.4.07:
- Leider sitzen anfangs nur 5 Bürger als Gäste in der Stadthalle, später sind keine Gäste mehr anwesend.
- Der Bebauungsplan Pose Marré wird genehmigt.
Folgende Änderungsanträge der Opposition werden von CDU und FDP abgelehnt
(obwohl ein FDP-Vertreter im Ausschuss noch dafür war!): -Ein Festschreiben des Einsatzes von regenerativen Energieträgern im Bebauungsplan (50% Erdwärme, 10% Photovoltaik)
-ein öffentlicher Kinderspielplatz! -ein 10m breiter Schutzstreifen zur Düssel (wie von der unteren Landschaftsbehörde gefordert). -der Erhalt des denkmalgeschützten Kontorgebäudes
- Der Bebauungsplan “Auf den Zwölf Morgen” (Neanderhöhe) wird angenommen.
CDU und FDP erachten es nicht für nötig, auf die Einwände einzugehen oder haben sie einfach keine trifftigen Gründe? Als trifftig kann
jedenfalls nicht angesehen werden, dass die vorgesehene Wohnbebauung immerhin besser als eine Gewerbebebauung sei. Auch das Argument, Erkrath benötige Bauland, erscheint fragwürdig, da in Erkrath mit dem
Gelände Pose Marré ein großes Wohnbauvorhaben gestartet wurde und in Hochdahl und Unterfeldhaus weiterhin ausgewiesene Baugrundstücke nicht an Mann und Frau gebracht werden können. Zudem ist der Markt schon
genügend mit Gebrauchtimmobilien gesättigt, viele Besitzer werden ihre Häuser einfach nicht los. Und dass “Auf den Zwölf Morgen” Bauland insbesonders für junge Familien geschaffen werden soll, kann
nur zu Kopfschütteln Anlass geben: welche jungen Familien können sich denn schon solch üppige Grundstücke plus Haus leisten. Und wer hat mal darüber nachgedacht, wo die nächsten Schulen, Kindergärten,
Kinderspielplätze, Einkausmöglichkeiten... liegen? Familienfreundliches Wohnen sieht anders aus. Dafür wird ein letzter Grünzug um Hochdahl (Bruchhausen- Neanderhöhe-Neandertal/ Biotopvernetzung
Ost-West) zerschnitten. Nur Makler und Bauträger dürften an der Erschließung Interesse haben, selbst für die Stadt erscheint ein Gewinn fraglich, da die Erschließung einige Kosten aufwerfen wird. Und
letztendlich können sich die bisherigen Anwohner auf Kosten einstellen, wenn vor ihrem Haus der Gehweg o.ä. ausgebaut wird.
Auch bleibt mir unklar, warum die SPD mehrheitlich zustimmt, auch sie hatte keine Argumente.
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