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Soll eine Minderheit über die Schulentwicklung bestimmen können, wie Grüne und SPD dies fordern? (17.11.2015)

BmU:
Für den mehrheitlichen Elternwillen,
aber gegen eine von Rot-Grün geforderte „Schulbedarfsermittlung“, die per Minderheitenentscheid die Schließung von Hauptschule, Realschule und Gymnasium in Hochdahl zur Folge haben könnte.

Schulentwicklungsplan wie geplant durchführen.

Es ist unsäglich, wenn Rot-Grün immer wieder mündlich und schriftlich behaupten, dass die BmU den Willen der Eltern ignorieren und eine Befragung verhindern würden. Wer dies sagt, muss die ganze Wahrheit sagen: Eine solche „Bedarfsermittlung“ ist eine offizielle und die Stadt bindende Umfrage. Würden sich aus einem Grundschuljahrgang von 300-350 anzumeldenden Kindern 100 Eltern für eine Gesamtschule aussprechen, wäre die Stadt gezwungen diese zu errichten.
Mit der Folge, dass -nach Aussagen des Gutachters des bisherigen Schulentwicklungsplanes und des städtischen Beigeordneten H. Schwab-Bachmann in der Schulausschusssitzung vom Juni 2015- neben Hauptschule und einer Realschule auch ein Gymnasium geschlossen werden müsste. Als Standort liefe dies dann auf Hochdahl hinaus. Bemüht man alleine die Zahlen der von uns in Entstehung und Durchführung als fehlerhaft und tendenziös kritisierten Elternumfrage*, die durch einige Mitglieder der Stadtschulpflegschaft initiiert worden war, so würden demnach 37% der Eltern in Hochdahl eine Gesamtschule wünschen. Diese Eltern würden dann über die restlichen Eltern bestimmen, deren Wahlen in Richtung Hauptschule, Realschule und Gymnasium Hochdahl nicht mehr möglich wären, da diese Schulen dann geschlossen würden.

Die BmU hat ein anderes Demokratieverständnis als SPD und Grüne. Dass eine Minderheit die Schließung der mehrheitlich gewünschten Schulen erreichen kann, ist aus unserer Sicht der falsche und undemokratische Weg. Daher momentan unsere Ablehnung der offiziellen Elternbefragung.
Wie wir dies seit Jahren sagen, ist der richtige Weg, dass 2016 zunächst der Schulentwicklungsplan fortgeführt wird und dort gutachterlich die verschiedenen Modelle mit ihren Folgen beleuchtet werden. Daraufhin muss die Politik über diese Vorschläge befinden, auch hinsichtlich der Machbarkeit. Und dann ist es sinnvoll, nach einer transparenten und fairen Information der Eltern über alle Schullaufbahnmöglichkeiten, deren Meinung dazu zu hören.
Wie die BmU seit dem Schulentwicklungsplan 2009 sagt, wäre eine Option die Gründung einer Sekundarschule (eine Schule des längeren gemeinsamen Lernens wie die Gesamtschule bis Klasse 10), die mit dem benachbarten Gymnasium hinsichtlich Oberstufe kooperiert. So könnte der Willen möglichst vieler Eltern berücksichtigt und der Schulfrieden in Erkrath gewahrt bleiben. Sinnvoll wäre es auch, in diesem Prozess die bestehenden Schulen mit zu nehmen.

Dass Rot-Grün im Schulausschuss am 17.11.15 die Durchführung einer offiziellen Elternbefragung beantragt hatten, ohne den neuen Schulentwicklungsplan abwarten zu wollen, zeigt, dass sowohl SPD als auch Grüne nicht an einem sachlichen Verfahren interessiert sind, sondern die Gesamtschule mit aller Gewalt und eben gegen eine Mehrheitsmeinung durchsetzen wollen.
Und die von einigen Mitgliedern der Stadtschulpflegschaft initiierte Umfrage „bezüglich der möglichen Errichtung einer Gesamtschule“ wird trotz massiver Mängel in Entstehung und Durchführung dafür instrumentalisiert.
(*hierzu auch mehr im BmU-Artikel: Schulentwicklung im Sinne aller Eltern und Kinder)

Die BmU steht auch weiterhin für:
Schulfrieden statt Schulkrieg in Erkrath -
Schulentwicklung im Sinne aller Eltern und Kinder

Christian Ritt