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zuletzt aktualisiert am:
31.05.2010
 


01.06.2007

Die BmU-Fraktion im Rat der Stadt Erkrath hatte zur Informationsfahrt

und Fahrt des Dialoges eingeladen:

 

Baustellen Erkrather Politik

- HINSEHEN – DURCHBLICKEN – ANPACKEN -

 

Warum wird in Erkrath eigentlich entschieden wie entscheiden wird? Wie sollte man entscheiden?

 

In einer Mischung von Beispielen haben wir uns mit Baustellen Erkrather Politik auseinandergesetzt. Dabei haben wir auf Argumente gehört und diskutiert, nach welchen Kriterien man objektiv planen kann und dazu auch eigene Vorschläge zur Diskussion gestellt. Mit dieser Fahrt wollten wir Bürgerinnen und Bürger miteinander und mit uns ins Gespräch bringen, um gemeinsam nach Lösungen für Erkrath zu suchen.


Der Verlauf der Fahrt / die Themen:


1.) Messfahrt Sandheider Ring Tempo 30

Seit vielen Jahren wird kontrovers diskutiert, ob auch auf dem südlichen Sandheider Ring Tempo 30 eingeführt werden soll. Hinderungsgrund ist bisher, dass die CDU dem Argument der Rheinbahn stattgibt, durch Tempo 30 statt 50 würde die Fahrzeit so stark verändert, dass die Ruhezeiten der Fahrer nicht mehr ausreichend gewährleistet sind. Durch Testfahrten hat die BmU zusammen mit der IGIU ermittelt, wie groß die zeitliche Verzögerung für einen Bus, der durch die Haltestellen sowieso gezwungen ist, langsamer zu fahren, tatsächlich ist.

Resultat: Die Fahrzeit würde sich durch eine Tempo 30-Zone um etwa 30 Sekunden erhöhen. Die Argumentation gegen die 30er-Zone sollte damit hinfällig sein. Aber man weiß in Erkrath nie...
 


2.) Thema Max-Planck Str.

Verkehrsberuhigung Hr. Vorholt (Bürgervotum Max-Planck Str.). Die Anlieger der Max-Planck Straße klagen seit August 1989 über den LKW-Verkehr in der Straße. Die BmU befürwortet eine zeitliche und räumliche Ausdehnung der Tempo 30 Regelung in dieser Straße, außerdem hat sie Anträge zur Errichtung von Fahrradstreifen, zur Erhaltung der Straßenbäume und zur Errichtung von weiteren Fahrbahnteilern eingebracht.
 


3.) Thema L 404 n (Stadtautobahn Düsseldorf und die Folgen für Erkrath)

Nach dem Verkehrsentwicklungsplan der Stadt Düsseldorf (Dez. 06) soll die alte L 404 (Pöhlenweg-Torfbruch-Glashüttenstr. – Rothenbergerstr.) durch eine L404 n ersetzt werden, welche wesentlich leistungsfähiger ist. Diese vierspurige Straße von Unterbach/Vennhausen über Gerresheim und Lierenfeld nach Flingern soll durch die Düsselaue östlich der Glashüttenstraße führen und dann ab der neuen Rampenbrücke zunächst nördlich, dann südlich der Bahnstrecke zum Stadtzentrum zielen. Die Kosten werden mit über 60 Mio € kalkuliert. Der Ausbau beginnt ab der Vennhauser Alle. Der Tunnel unter der Regiobahn Morper Str. soll als weiterer Zubringer zu dieser leistungsfähigen Trasse erweitert und höher werden. Der Verkehr auf der Morper Str. soll auf eine neue südliche Trasse „geklappt“ werden (heute etwa: Im Brühl)und auf die neue Rampe am Bahnhof Gerrsheim führen. Erkrather Bürgerinnen und Bürger befürchten a) eine Entwertung des Naherholungsgebietes Unterbacher See und vor allem LKW Durchgangsverkehr im Bereich Düsseldorfer Str. Hubbelrather Weg, welcher nun geeignet ist, von der Autobahnabfahrt 18 der A3 den Verkehr nach Düsseldorf hinein über die großzügig ausgebaute Trasse zu führen.

http://www.keinestadtautobahn.de/

http://www.duesseldorf.de/verkehrsmanagement/verkehrliche_planungen_projekte/verkehrsentwicklungsplan/index.shtml
 


4.)
Thema Neue Mitte Erkrath - Gelände Pose-Marré

http://www.posemarre.de/dyn/de/home.19.html

Die größte und interessanteste Baustelle Erkraths ist die Bebauung des ehemaligen industriellen Standortes Pose-Marre.

Auf dem Gelände, das ca. 5,3 ha umfasst, entsteht in den nächsten Jahren ein exklusives Stadtquartier mit ca. 300 – 350 hochwertigen Wohneinheiten in Form von Einfamilienhäusern, komfortablen Eigentumswohnungen, innovativem Loft-Wohnen, Wohnungen in Stadtvillen, Büros, Praxen und Ladenlokalen und ein breit gefächertes Kulturkonzept. Hervorzuheben ist besonders der vorbildliche Planungsprozess für das Gebiet. Leider hat der Stadtrat mit der CDU Teile dieses Konzeptes wieder gekippt. Auch fehlen nach Meinung der BmU ein öffentlicher Kinderspielplatz für dieses neue Quartier sowie der Denkmalschutz für das ehemalige Kontorgebäude. Trotz dieser Kritik bleibt es dabei, dass auf Pose das zukunftsträchtigste Bauprojekt mit Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft der Stadt realisiert wird, dessen Gelingen allen Erkratherinnen und Erkrathern am Herzen liegen muss.
Wir bedanken uns bei Geschäftsführerin Dr. Constanze Paffrath und ihrem Team für die freundliche Präsentation.
 


5.) Planstraße - Entlastung der Neanderstraße

Erst recht vor dem Hintergrund der Realisierung von Pose-Marre ist unverständlich, dass der Stadtrat gegen die Empfehlung der BmU die Realisierung der Planstraße (Verbindung Hochdahler Str- Schlüterstraße parallel zur Bahn) nicht aktiv verfolgt. Nach Meinung der BmU ist dies ein wesentlicher Beitrag zur Vermeidung des Verkehrsinfarktes, wie er sonst in spätestens 10 Jahren für die Neanderstraße prognostiziert ist.
 


6.)
Thema Kohlenmonoxid Leitung

Monheim, Langenfeld, vor allen Hilden, in diesen Städten läuft die Bürgerschaft und oft ein breites Bündnis von Initiativen und Parteien gegen die Verlegung der Leitung mit dem hochgiftigen Kohlenmonoxid Sturm – in Erkrath hat die IG Erkrath den ersten Schritt gemacht und eine Unterschriftensammlung begonnen.

Die BmU unterstützt die IG Erkrath, wenn Sie weitere Informationen bzw. die Unterschriftenliste wünschen: www.ig-erkrath.de
 


7.) Bebauung Neanderhöhe - Auf den 12 Morgen

Nach den Planungsvorstellungen der Stadt soll hier zum einen ein Gewerbegebiet bis an das Neandertal heran und zum anderen ein Wohngebiet entstehen. Bei Realisierung könnte man vom Hochdahler Markt bis zum Neanderthalmuseum fahren, ohne je bebautes Gebiet zu verlassen. Es infomierte Herr Herzog von der IG Neanderhöhe e.V..
 


8.) Bau der L 403 n (Verlängerung der Bergischen Allee)

Seit 30 Jahren geplant, wurde die Realisierung durch einen Rechtsstreit weitere 4 Jahre aufgehalten. Die Schutzgemeinschaft Neandertal hielt eine „Deckelung“ der Straße in der Kuppenlage im Bereich der Bebauung für umweltverträglicher und finanzierbar.
Die Klagen der Anwohner hätten abgewendet werden und der Bau schon vor Jahren abgeschlossen sein können, wenn die Stadt Erkrath einen Kompromiss abgewägt hätte. So mussten die Anwohner der Hauptstraße und Schimmelbuschstraße fast 20 Jahre unter einer starken und unötigen Verkehrsbelastung leiden.

 


9.) Bebauung im Bayerpark neben dem Kutscherhaus

Eigentlich sollten jetzt schon Bauarbeiter Hand an das Kutscherhaus legen. Ein gewerblicher „Erweiterungsbau“ (größer als das Kutscherhaus selber) soll hier im Bayerpark entstehen. Die BmU sammelte im letzten Jahr dagegen 2500 Unterschriften, um eine weitere Bebauung des Bayerparks zu stoppen. Die CDU will trotzdem weiterbauen, zurzeit ruht aber die Planung.
 


Die BmU hat sich Gedanken gemacht, wie man planerische Entscheidungen im Sinne der einleitenden Fragestellung objektivieren kann.

Zu diesem Zweck hat die BmU einen neuen Entwurf zur Begründung ihres Stadtentwicklungskonzeptes beschlossen, welcher mit der Bürgerschaft diskutiert, ggf. geändert und im Mai 2008 beschlossen werden soll.

Sie sind herzlich eingeladen, das Papier (Anlage) zu diskutieren, zu kritisieren und Änderungsvorschläge zu machen. Daran sind wird wir sehr interessiert, sagen Sie uns wie Politik für Erkrath besser gelingen kann.

Wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen.

Ihr

Bernhard Osterwind

Tel: 02104 46506

bmu@bmu-erkrath.de