Grundsätzliches zum Thema Verkehr

Das Angebot des ÖPNV (Busse und Bahn) ist möglichst auf dem derzeitigen Niveau zu erhalten und Anschlüsse müssen zum Teil verbessert werden. Auch muss eine Angebotsverbesserung z.B. in den frühen Abendstunden und an Wochenenden geprüft werden, um mit einem attraktiven Angebot Kunden zu gewinnen und zu binden. Zu nennen sind hier u.a. eine Verdichtung der Linie 741 auf bisherigem Linienweg, eine Verdichtung der O5 auf durchgängigen 20-Minuten-Takt auch zwischen Alt-Erkrath, Neanderbad und Hochdahl S und bessere Anschlüsse an den S-Bahn-Haltepunkten bzw. am Neuenhausplatz.
Die Neuausschreibung der S8, wie lange von der BmU gefordert (BmU-Aktion „Störmelder“), hat ergeben, dass die Bahn AG seit 2015 mit neuen Zügen unterwegs ist, die der Auschreibung des VRR entsprechen. Leider ist diese im Vergleich zur Vorgängerversion eine Verschlechterung in Platzangebot und Komfort (Einstieg). Dies zeigt, dass die Privatisierung nicht immer von Vorteil für die Fahrgäste ist.

Der Bürgerbus ist ein Erfolgsmodell, der Zuspruch der Fahrgäste ist enorm. Die Linienführung konnte 2013 sogar erweitert werden. Ein Dank den vielen ehrenamtlichen Fahrern und Organisatoren.

Das Radverkehrskonzept wurde 2009 auch auf Initiative der BmU beschlossen, aber erst 2013 beauftragte die Verwaltung, nach beharrlicher Nachfrage der BmU, ein Planungsbüro mit dieser Aufgabe. Das Radwegenetz muss den heutigen Erfordernissen genügen, so dass es z.B. auch für den zunehmenden E-Bike-Verkehr geeignet ist. Besonders die Sicherheit für fahrradfahrende Kinder muss berücksichtigt werden. Das Konzept liegt nun vor. Der Radweg an der K7 wird 2014 erneuert. Dafür hat sich erfolgreich zwei Jahre lang Bernhard Osterwind im Kreistag eingesetzt.

In Städten wie Hilden oder Ratingen sind Angebote für Carsharing bereits auf dem Markt, die positiven Erfahrungen dort ermutigen, eine Ausweitung auf Erkrath zu unterstützen.
-Zwischenstand 2019: Kein in Düsseldorf o.a. tätiges Unternehmen ist bereit in Erkrath Carsharing anzubieten, nicht wirtschaftlich. In Hilden ist ein Angebot wieder eingestellt worden.-


Immer wieder wurde in der Presse diskutiert, dass "flächendeckend" auf allen Straßen Erkraths Tempo-30 eingeführt würde. Aus Sicht der BmU wird es kein Tempo-30 auf den Durchgangsstraßen (wie Bergischer Allee, Haaner Straße) geben, das würde schon rechtlich scheitern. Sollten aber die zuständigen Straßenbaulastträger sich nicht in der Lage sehen, den Vorgaben des Lärmaktionsplanes Rechnung zu tragen, muss zum Zweck der gesundheitlichen Vorsorge über die vorübergehende Einführung von Tempo 30 z.B. auf der Neanderstraße nachgedacht werden. Da, wo Tempo 30 nicht in Frage kommt, kann die Errichtung von Querungshilfen insbesondere für kleinere Kinder den Straßenraum sicherer machen. 2014 haben sich alle Fraktionen auf eine Kompromisslinie geeinigt, die gilt es nun umzusetzen.

Aufgrund von Hinweisen aus der Bürgerschaft und eigenen Beobachtungen hat die BmU die Verkehrssicherheit in den Verkehrsberuhigten Zonen („Spielstraßen“) thematisiert. Oft wird die dort geltende Schrittgeschwindigkeit deutlich überschritten. Angesichts nicht vorgesehener Bürgersteige stellt dies für kleine und große Fußgänger eine Gefährdung dar, die es zu vermindern gilt. Auf Anregung der BmU wurde die Anschaffung einer zweiten Geschwindigkeitsmesstafel beschlossen. Allerdings konnte die BmU keine Mehrheit für zusätzliche Hinweisschilder („Schritt fahren“ o.ä.) erzielen, CDU und FDP lehnten diese grundsätzlich ab, die Grünen waren gegen ein Zusatzschild am blauen Schild der Verkehrsberuhigten Zone, die SPD gegen ein erläuterndes Hinweisschild an anderer Stelle. Schilda mal ganz anders.

Die Verwaltung wurde schon vor Jahren auf unsere Initiative hin beauftragt zu prüfen, ob es sinnvoll ist, die Straßenreinigung wieder in städtische Regie zu übernehmen. Da dies durch ein Gutachten 2014 bestätigt wurde, hat der Rat beschlossen, dass ab 2016 die Straßenreinigung wieder durch die Stadt erfolgt. Dadurch kann dann auch ein verstärkter Winterdienst angeboten werden, wie er von vielen Bewohnern gefordert wird.