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Gute Schulen und Ganztagesbetreuung

Die BmU sieht die Erkrather Schulen gut aufgestellt. Externe Qualitätsprüfungen haben den Schulen einen guten und hohen Standard bescheinigt. Untereinander arbeiten die Schulen kooperativ, so dass die Bildungsgänge durchlässig sind und alle Schülerinnen und Schülern entsprechend ihren Fähigkeiten und Zielen gefördert werden können.

Auch der von einem Gutachter vorgelegte Schulentwicklungsplan sieht den Bestand der Erkrather Schulen als gesichert.
Deshalb sieht die BmU aktuell keine Notwendigkeit diese zu ändern.

An allen Erkrather Schulen, die dies gewünscht hatten, läuft der Ganztagesbetrieb. Die Stadt hat viel Geld in die jeweiligen Umbauten und in die Mensaneubauten investiert. Aber die Angebote von Vereinen und Einrichtungen müssen noch stärker einbezogen werden. Aus BmU-Sicht sollte für den Ganztag an Schulen gelten: So viel Ganztag wie nötig – so viel Familie wie möglich. Jedes Jahr stimmt die BmU zu, die notwendigen Gelder im Haushalt bereit zu stellen (bis 2014 bei Gegenstimmen von CDU und FDP), wenn Grundschulen weitere OGS-Plätze benötigen.
Der Schulentwicklungsplan belegt, dass der von der BmU eingebrachte Verbund der Grundschule Falkenstraße und Grundschule Bavierschule absolut richtig und notwendig war. Anfangs war dies von der CDU noch abgelehnt worden, SPD und Grüne hatten dies bis zum Ende vehement bekämpft. Als zukünftigen Standort dieser städtischen Grundschule Alt-Erkrath sieht die BmU einen Neubau an der Freiheitsstraße, da ein Umbau an der Falkenstraße wohl nicht genügend Räumlichkeiten für eine 3-zügige Grundschule mit Inklusion und OGS bereitstellen könnte. Hier sind die schulfachlichen Gründe stärker als die kommunalfiskalischen zu bewerten.
Im November 2012 war die BmU noch als einzige Fraktion für die Planung eines Neubaus der Grundschule Sandheide. Mittlerweile sind für die Planungen zusammen mit SPD und Grünen Gelder im Haushalt eingestellt worden. Eine Auflösung des Grundschulstandortes, wie von Verwaltung und CDU-Bürgermeister Werner ins Auge gefasst, kommt für uns nicht in Frage, da dies unverhältnismäßig lange Schulwege für die Sandheider Kinder in andere Grundschulen bedeuten würde. Außerdem hätten die umliegenden Grundschulen gar nicht die notwendigen (Ganztags-) Kapazitäten. Wir setzen vielmehr darauf, dass u.a. durch den Neubau die Attraktivität der Schule gesteigert werden kann und sie auch weiterhin einen wichtigen Anker im Stadtteil darstellen wird.
Ansonsten sind die anderen Schulen der Primarstufe und der Sekundarstufe I und II für die nächsten Jahre laut Schulentwicklungsplan wohl stabil und nicht im Bestand bedroht. Die bestehenden Schulen leisten eine gute Arbeit, daher ist die BmU gegen kurzfristige und enorme Kosten verursachende Veränderungen der Erkrather Schulstruktur.
Die BmU sieht keine Neugründung einer Gesamtschule, weil dies einerseits gemäß Gutachter die Schließung der Hauptschule und beider Realschulen bedeuten würde. Darüber hinaus wäre auch ein Gymnasium gefährdet, da eine 3. Oberstufe aus schulorganisatorischen und finanziellen Gründen in Erkrath nicht machbar wäre.
Die sogenannte „Bedürfnisfeststellung“, welche Grüne und SPD in Erkrath für die Gesamtschule durchführen wollen, ist kein Votum des „Bürgerwillens“. Dieses Verfahren ermöglicht, dass eine Minderheit der Eltern die Schließung einiger Schulen erzwingt. Solange die Zufriedenheit der Eltern mit Hauptschule, Realschule und Gymnasium anhält, ist die Gesamtschule in Erkrath für uns im Gegensatz zu Grünen und SPD kein Thema. Zunächst muss die Politik entscheiden, was sie will, d.h. SPD und Grüne müssten erklären, welche Schulen sie schließen wollen. Erst dann ist die Befragung der Eltern von Drittklässlern sinnig.
Die BmU will kurzfristig auch keine Sekundarschule, weil auch dies die Schließung bestehender Schulen bedeutet. Es gilt aber, die Anmeldezahlen der Schulen im Blick zu behalten. Die Sekundarschule wäre eine Option für Erkrath, wenn die Hauptschule Hochdahl wegen zurückgehender Anmeldungen in ihrer Existenz bedroht wäre. Bis zur 10. Klasse könnte man ein gesamtschulähnliches integriertes System anbieten, Schüler mit Qualifikation würden danach das kooperierende Gymnasium für den Erwerb des Fachabiturs bzw. Abiturs besuchen und somit wie an einer Gesamtschule 9 Jahre Zeit bis zum Abitur haben.
Eine in einigen Jahren womöglich notwendige Umstrukturierung muss aus BmU-Sicht mit Bedacht und Geduld angegangen und durch einen Prozess der Information und Meinungsbildung der Bürgerinnen und Bürger und in den Schulen grundgelegt werden, ohne dass es zu einem ideologischen „Schulkrieg“ kommt, den man zumindest im Land beigelegt hat.
In den nächsten Jahren haben für uns Investitionen im Grundschulbereich (Sandheide, Alt-Erkrath) Priorität.

Die BmU begleitet den von der rot-grünen Landesregierung eingeleiteten Prozess der Inklusion und die damit ungewisse Zukunft der Förderschule in Alt-Erkrath kritisch. Wir begrüßen die Inklusion (Integration) von gehandikapten Kindern. Eine vom Schulamt auf Antrag der BmU initiierte Umfrage bei allen Erkrather Schulen zeigt aber, dass unsere Schulen in vielen Bereichen nicht ausreichend ausgestattet sind. Wir halten der rot-grünen Landesregierung vor, dass die Inklusion zu einer Sparmaßnahme wird, wenn z.B. Gelder für bislang eingesetzte und bezahlte Formen der Integrationshilfe ("Gemeinsamer Unterricht") ersatzlos gestrichen bzw. gekürzt werden. Dies geht unzumutbar zuerst zu Lasten der Betroffenen sowie der Schulen und Kommunen. In Erkrath muss wenigstens ein Förderschul-Teilstandort erhalten bleiben, um eine unzumutbare Schülerbeförderung (z.B. nach Monheim) zu vermeiden.
Die Schulen melden einen hohen Bedarf an Inklusionshelfern an. Zum einen ist die BmU der Ansicht, dass Erkrath hier als Teilmaßnahme auch den Aufbau eines Freiwilligendienstes (Freiwilliges soziales Jahr, Bundesfreiwilligendienst) betreiben sollte. Zum anderen sorgt die BmU dafür, dass Gelder für die Inklusion im Haushalt eingestellt werden. Gerade auch, weil die Leistungen von Land, Landschaftsverband bzw. Krankenkassen noch sehr unklar sind. Bildungsökonomen schätzen, dass die Einführung eines funktionierenden inklusiven Systems in Deutschland etwa 660 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr kosten wird, ohne Berücksichtigung von möglichen Baukosten oder Sachleistungen. Es ist auch hier zu befürchten, dass die Kommunen am Ende auf einem beträchtlichen Betrag sitzen bleiben werden.

Seit 2010 bekommen die Schulen - als Inflationsausgleich über Jahre - ein um 20% höheres Schulbudget für Medien und Materialien zur Verfügung gestellt.
Auf Antrag der BmU wurde die Stadtschulpflegschaft in Erkrath gegründet, in der die Elternvertretungen der Schulen zusammenarbeiten können und gemeinsam gegenüber der Stadt auftreten können. Wir sehen in der Stadtschulpflegschaft ein wichtiges Gremium, das in allen schulischen Fragen gehört werden muss.
ADFC und BmU-Ratsmitglied Gerd Paulus haben mittlerweile mit Schülern der meisten Grundschulen Schulwegepläne für die jeweilige Schule entwickelt. Diese zeigen sichere Fuß- und Radwege, aber auch Gefahrenstellen auf. Zum Teil konnte die Bauverwaltung einige Probleme bereits beseitigen. Die restlichen Schulwegepläne sind in Arbeit.