neulich im Rat am 19.03.2026

- Nächste Schritte in Richtung der Schulersatzneubauten Rankestr. und Johannesschule   
- AfD verliert Ratsmitglied    
- Wie geht es mit dem Schulmüdenprojekt weiter?
   


Bericht aus dem Bau-/Schulausschuss und Rat am 19.03.2026

Nächste Schritte in Richtung der Schulersatzneubauten
- Wiederaufbau von Realschule und Gymnasium Hochdahl auf dem Weg

Der Wiederaufbau der abgebrannten Schulen an der Rankestraße Hochdahl stellt notgedrungen die größte Investition dar, die die Stadt jemals leisten musste. Angesichts dieses wichtigen Themas allerdings schwierig für die Entscheidungsfindung, dass die Vorlagen sehr kurzfristig, zum Teil erst ein und zwei Tage vorher, vorgelegt worden waren.
Bei Enthaltung durch Grüne und Linke haben Ausschüsse und Rat dem vorgelegten Flächenbedarf zugestimmt. Nun wird eine Ausschreibung vorbereitet, um ein Totalbauunternehmen für die Umsetzung zu finden.
Zunächst erstaunt ein 53%iger Flächenmehrbedarf, der allerdings aus schulpraktischer Perspektive heute sinnvoll und pädagogisch notwendig ist. Ziel ist ein attraktiver und zukunftstauglicher Standort.
Eine erste Kostenschätzung in einer ersten Vorlage mit etwa 10.000 € pro qm lässt allerdings zusammenzucken, da bei anderen komplexen Schulneubauten im Schnitt 6000 bis 8000 € kalkuliert werden. Eine Vorabdiskussion über eine Modulbauweise, auch durch eine ausführliche Darstellung durch einen Erkrather Bürger, führte dann aber auch dazu, dass die Stadt erklärt hat, dass in den Vergabekriterien ausdrücklich auch die Modulbauweise möglich ist. Wie auch in der Fachzeitschrift „Der Gemeinderat“ immer wieder berichtet, bietet diese Bauweise die Chance Projekte günstiger und schneller umzusetzen.  

In der Abstimmung hat die BmU zusammen mit Grünen und Linke erfolglos für den Energiestandard 40 gestimmt, wie er auch bei den Projekten GymNeander und Campus Sandheide angewendet wird. Die 3%igen Mehrkosten würden sich aus Sicht der BmU angesichts des 25%igen Energiemehraufwandes beim jetzt gewählten Standard 55 durchaus rechnen, insbesondere wenn man von immer weiter steigenden Energiekosten ausgehen muss.

Zudem hätte sich die BmU auch alternativ zur Fernwärme die Verwendung der Wärmepumpe vorstellen können, da dies auch in Hitzeperioden zur Kühlung hätte beitragen können.


- Neubau der Johannesschule die bessere Wahl

Eine Sanierung der Johannesschule wäre laut Gutachter zwar durchaus möglich, aber würde mehrere Nachteile beinhalten: u.a. würde eine Verstärkung der Decken von 10 auf 16 cm und der Säulen zu weniger nutzbaren Flächen führen und sie wäre am Ende sogar teurer, da eine energetische Sanierung gesetzlich notwendig würde.
Auch stellt ein Gesamtneubau aus Sicht der BmU angesichts moderner pädagogischer Konzepte und Notwendigkeiten (u.a. Inklusion und Differenzierung), der OGS-Kapazität sowie der Langlebigkeit des Gebäudes die bessere Variante dar.
Die Mehrheit des Rates hat sich für den Neubau ausgesprochen.
Gegen eine schnelle Umsetzung stimmten Grüne, Linke, TierschutzFDP sowie einige Mitglieder der SPD.

 


AfD verliert Ratsmitglied

Beachtenswert die Entscheidung von Klaus Wußt, der das Direktmandat am Stadtweiher gewonnen hatte, aus der AfD auszutreten und die Fraktion zu verlassen. Er gehört nun als unabhängiges Mitglied dem Rat an. Respekt für diesen mutigen Entschluss.

 


Wie geht es mit dem Schulmüdenprojekt weiter?

Nach 25 Jahren hat sich der SKFM entschlossen, das Schulmüdenprojekt „Zündstoff“ zu beenden. Da diese Schülerschaft auch weiterhin eine intensive Betreuung benötigt, um sie fit für Beruf und Leben zu machen, wird nun nach einem Ersatzanbieter gesucht.